29.01.2010, 13:10

Bernd Weeser-Krell, Martin Roger-Jones, Michael Schmelzle, Alexander Kuch

Testverfahren

Wie wir PCs testen: Ergonomie und besondere Tests bei All-In-One-PCs

Stromverbrauch und Betriebsgeräusch
Den Stromverbrauch des PCs messen wir im ausgeschalteten Zustand (Netzteil-Schalter auf null), im Standby sowie im heruntergefahrenen Zustand (Netzteil-Schalter an). Gibt es keinen Netzteil-Schalter, sind die Ergebnisse für „Netz-Aus“ und „heruntergefahren“ identisch. Im Desktop-Betrieb notieren wir den Stromverbrauch bei leerem Desktop (alle Programme geschlossen) sowie inaktiver Festplatte. Während der Benchmark-Tests protokollieren wir den Spitzenverbrauch, der in der Regel bei besonders CPU- und grafikhungrigen Tests auftritt.
In unserer Schallmesskammer ermitteln wir das Betriebsgeräusch der PCs mit einem professionellen Neutrik-Messgerät. Dabei steht das Richtmikrofon in einer Entfernung von 50 Zentimetern zum Rechner. Sowohl in Ruhe als auch unter Volllast messen wir den Schalldruckpegel, ausgedrückt in dB(A), sowie die Lautheit in sone. Zur Simulation einer vollen Belastung starten wir hierfür erneut Benchmarks, die CPU und Grafikeinheit strapazieren, was aufgrund der Hitzeentwicklung üblicherweise eine schnellere Rotation der Lüfter zur Folge hat. Gleichzeitig provozieren wir eine Festplattenaktivität, beispielsweise durch einen Defragmentierungsauftrag.
Besondere Tests bei All-In-One-PCs
Neben der Display-Diagonale erfassen wir, ob der Bildschirm berührungsempfindlich ist (Single-Touch/Multi-Touch) oder nicht. Bei All-In-One-PCs testen wir zusätzlich die Qualität des Displays. Dazu starten wir ein Testprogramm, das auf einem weißen Hintergrund neun Messpunkte anzeigt. Mit einem Spezialmessgerät erfassen wir die Leuchtdichte an allen Messpunkten sowie bei einem Schwarzbild. Unsere Testdatenbank errechnet aus den Messergebnissen automatisch die durchschnittliche Helligkeit, die Helligkeitsverteilung (in Prozent), die durchschnittliche Abweichung von der Helligkeit sowie das Kontrastverhältnis. Außerdem interessiert uns die Auflösung der meist über dem Display liegenden Webkamera.
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