Bisher kursierten im Internet einige Bauanleitungen für Hobbybastler. Mittels Lötkolben und Fingerspitzen-Gefühl war es möglich, einen Radeon-Chip zu mehr Leistung zu bewegen. Diese Methoden haben aber einen Nachteil: geht beim Basteln etwas schief, ist unter Umständen die Grafikkarte defekt und ein Garantie-Anspruch des Besitzers verfällt.
Ähnliches gilt übrigens auch bei einem Eingriff in das Bios des Radeon-Grafikchips. Diese Methode wird oft genutzt, um die Übertaktungs-Sperren von ATI zu umgehen. Läuft allerdings etwas schief, dann wird das Bios zerstört und dessen Wiederherstellung ist schwierig. Auch in diesem Fall kann es zu einem Problem werden, einen Garantie-Anspruch gelten zu machen, weil dem Hersteller der Grafikkarte der Eingriff in das Bios auffallen dürfte.
Der "SoftR9700"-Patch ist frei von all diesen Nachteilen. Es muss nicht gebastelt werden und auch das Bios bleibt vor Veränderungen verschont. Lediglich eine Änderung in einer Treiber-Datei wird vorgenommen. Durch die Veränderung am Treiber wird die Anzahl der Render-Pipelines von vier auf acht verdoppelt. Dadurch wird die Leistung erhöht, wie auch die Benchmark-Ergebnisse der PC-WELT beweisen.
Diese Änderung kann aber jederzeit wieder rückgängig gemacht werden. Ein Risiko bleibt allerdings: es ist nicht vorherzusagen, wie sich eine Radeon-Grafikkarte bei aktiviertem Patch langfristig verhält.
Es bleibt abzuwarten wie ATI auf den "SoftR9700"-Patch reagiert. Anzunehmen ist, dass ATI versuchen wird, in neuen Versionen der Catalyst-Treiber dem Patch einen Riegel vorzuschieben. Das dürfte allerdings zu einem Wettrennen mit dem Programmierer des Patches führen.
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