21.12.2006, 08:30

Dirk Bongardt

Why Difficult Photo 2

Why Difficult Photo 2 präsentiert sich mit einer etwas ungewöhnlichen Bedienerführung, die sich aber als recht komfortabel erweist: In einer rotierenden Bilderleiste kann man sich bequem von Ordner zu Ordner hangeln.
Ein Fluch der digitalen Fotografie ist die Menge an Bildern, die in kürzester Zeit die Festplatte belegt. Den Überblick behält hier nur, wer Ordnung hält und eine Verwaltungssoftware nutzt. Why Difficult geht dabei einfach vor. Nach der Installation durchsucht das Tool einen vom Anwender festgelegten Bildordner und dessen Unterverzeichnisse und zeigt die Bilder dann in einer rotierenden Bilderleiste an. So mussten wir den zuletzt durchstöberten Ordner nicht verlassen, um zum nächsten zu gelangen, sondern rotierten einfach auf der theoretisch unendlich langen Bilderleiste von einem Ordner in den nächsten. Daneben existiert eine Schnellübersicht – die sich leider recht langsam aufbaut. Sie zeigt - abhängig von der Bildschirmauflösung - jeweils so viele Miniatur-Ansichten, wie auf eine Seite passen. Verschlagwortung mit Hilfe frei einzutragender Bildunterschriften ist möglich sowie - in Kombination mit Google Earth - eine manuelle geografische Zuordnung der Bilder. Die darauf basierende Volltextsuche ist leider nicht index-basiert, sondern durchsucht Bild für Bild. Bei riesigen Bildbeständen ist das eher zeitraubend. Immerhin werden die eingetragenen Bildunterschriften direkt in die Bilddatei gespeichert.
Zu den Stärken von Why Difficult gehört die Präsentation der Bilder. Einzelne Fotos können als Alben-Hintergrund definiert werden, auf dem sich die übrigen Bilder frei positionieren lassen. Foto-Alben lassen sich für den Versand an Freunde exportieren. Aus den erstellten Alben konnten wir Bildschirmschoner machen. Zur Veröffentlichung im Web steht ein HTML-Export zur Verfügung, dessen Seiten nahezu identisch sind mit denen innerhalb der Anwendung. Wer häufiger Fotos belichten lässt, kann seine Bilder mit Hilfe der Anwendung exakt auf die Seitenverhältnisse zuschneiden, die von den Bilderdiensten angeboten werden. Funktionen zur Bildbearbeitung sind spärlich und nur für Einsteiger ausreichend. Mit je einem Klick lassen sich Kontrast und Helligkeit heben oder senken, die Schärfe erhöhen oder vermindern oder ein Farbbild in Grautöne wandeln.
Fazit: Why Difficult Photo 2 ist eine sehr leicht zu bedienende Bildverwaltung, die eine ansehnliche Präsentation ermöglicht, aber nur sehr wenig Bearbeitungsoptionen und keine datenbankgestützte Suche bietet.
Alternative: Die kostenlose Bildverwaltung Picasa (http://picasa.google.de) bietet mehr Bearbeitungsoptionen, ist aber auch komplexer zu bedienen.
BEWERTUNG

Bildverwaltung (40%): Note 3,0
Bedienung (35%): Note 1,5
Bildbearbeitung (15%): Note 4,0
Präsentation (5%): Note 1,5
Systemanforderungen (5%): Note 2,0
GESAMTNOTE: 2,5
Anbieter: Heinrich & Leonhard
Weblink: www.whydifficult.com
Preis: 35 Euro
Betriebssysteme: Windows XP
Plattenplatz: ca. 20 MB
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