2,5-Zoll-Festplatte

Western Digital Scorpio Blue 1TB WD10JPVT im Test

Dienstag, 16.08.2011 | 09:09 von Michael Schmelzle
Western Digital Blue 1TB (WD10JPVT)
Western Digital Blue 1TB (WD10JPVT)
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Ist die Western Digital Scorpio Blue 1TB WD10JPVT die derzeit beste Terabyte-Lösung fürs Notebook? Im Test muss die 2,5-Zoll-Festplatte gegen die Samsung M8 antreten.

Besonderheit

Mit dem Modell WD10JPVT bringt Western Digital nach Samsung nun auch ein Terabyte-Laufwerk mit zwei Datenscheiben. Das erlaubt es Western Digital, die Standardbauhöhe von 9,5 Millimeter für 2,5-Zoll-Gehäuse einhalten. So ist die Scorpio Blue WD10JPVT jetzt das zweite 1000-GB-Laufwerk auf dem Markt, das in fast alle Note- und Netbooks passt. Im Test tritt die Western Digital Scorpio Blue 1TB WD10JPVT gegen die direkte Konkurrentin Samsung Spinpoint M8 1TB (HN-M101MBB) an.
 
Auch die Scorpio Blue 1TB WD10JPVT erreicht die hohe Datendichte nur mit Hilfe der Technik Advanced Format , bei der die Sektorgröße von 512 Byte auf 4 Kilobyte steigt. Im Gegensatz zur Konkurrenz hat Western Digital allerdings als einziger Festplatten-Hersteller die 4 Kilobyte großen Sektoren nativ implementiert, anstatt nach außen hin 512-Byte-Sektoren zu emulieren. "Echte" 4-KB-Sektoren haben den Vorteil, dass die Festplatte nicht durch die 512-Byte-Emulation etwas von ihrem Tempo einbüßt.

Auf der anderen Seite müssen Sie bei echten 4-KB-Sektoren in bestimmten Fällen - etwa unter Windows XP oder geklonten Partitionen - die Festplatte mit dem Tool WD Align Windows neu ausrichten. Andernfalls kann eine nicht ausgerichtete Windows-Partition die Datenraten der Festplatte massiv ausbremsen.

   Geschwindigkeit

Ergebnis der Western Digital Scorpio Blue 1TB WD10JPVT im
PC Mark Vantage
Vergrößern Ergebnis der Western Digital Scorpio Blue 1TB WD10JPVT im PC Mark Vantage

Die Western Digital Scorpio Blue WD10JPVT war unterm Strich schneller als die direkte Samsung-Konkurrentin. Im Festplatten-Test des System-Benchmarks PC Mark Vantage, der den typischen Alltagseinsatz einer Festplatte simuliert, erreichte das Western-Digital-Modell respektable 3354 Punkte. Damit erkämpfte sich die Scorpio Blue einen Tempovorsprung von fast 15 Prozent.    

In etwa auf gleichem Niveau lagen die Transferraten der beiden Terabyte-Laufwerke in den Praxistests: Einen DVD-Film (4,2 GB) las und schrieb die WD10JPVT in knapp 50 Sekunden, für 1000 MP3-Dateien (5 GB) benötigte die 1000-GB-Festplatte nur rund eine Minute. Die Kopierzeiten fielen mit rund zwei (DVD) respektive knapp drei Minuten (MP3s) naturgemäß etwas zeitintensiver aus.
 

Sequenzielle Datenraten der Western Digital Scorpio Blue
1TB WD10JPVT
Vergrößern Sequenzielle Datenraten der Western Digital Scorpio Blue 1TB WD10JPVT

Die Western Digital Scorpio Blue WD10JPVT lag bei der sequenziellen Transferleistung auf Konkurrenzniveau. Durchschnittlich kam die 2,5-Zoll-Festplatte auf 84 MB/s beim Lesen. In der Spitze erzielte die Scorpio Blue fast 107 MB/s und minimal waren es immerhin noch 53 MB/s. Nur einen Tick langsamer als beim Lesen war die WD10JPVT beim sequenziellen Schreiben mit minimal 51, im Mittel 80 und maximal 102 MB/s.
 
Für eine 2,5-Zoll-Festplatte mit einem Rotationstempo von 5400 Umdrehungen pro Minute zeigte die Scorpio Blue WD10JPVT sehr gute Zugriffzeiten. Mit durchschnittlich 7 und maximal 16 Millisekunden kann sich das Western-Digital-Festplatte hier klar von der Samsung-Konkurrentin absetzen.

GESCHWINDIGKEIT Western Digital Scorpio Blue 1TB WD10JPVT
DVD-Film (4,2 GB): schreiben / lesen / kopieren 0:52 / 0:45 / 2:03 Minuten
1000 MP3-Dateien (5 GB): schreiben / lesen / kopieren 1:15 / 1:06 / 2:50 Minuten
Praxis-Simulation (PC Mark Vantage HDD Suite, Gesamtergebnis) 3354 Punkte
sequenzielle Leserate (TecBench): minimale / durchschnittliche / maximale 53 / 84 / 107 MB/s
sequenzielle Schreibrate (TecBench): minimale / durchschnittliche / maximale 51 / 80 / 102 MB/s
Dateien auf der Festplatte finden (TecBench): mittlere / maximale Zugriffszeit 7,1 / 15,7 Millisekunden

Umwelt & Gesundheit

Übersicht der unterstützten Funktionen der Western Digital
Scorpio Blue 1TB WD10JPVT
Vergrößern Übersicht der unterstützten Funktionen der Western Digital Scorpio Blue 1TB WD10JPVT

Gute Ergebnisse lieferte die Western Digital Scorpio Blue WD10JPVT auch bei den Umwelteigenschaften ab: Die Leistungsaufnahme war mit 0,7 Watt im Leerlauf sowie 2,8 Watt unter Last schön niedrig - und nur jeweils 0,1 Watt höher als bei der Samsung M8. Angenehm leise blieb auch das Betriebsgeräusch der WD10JPVT mit 0,3 Sone im Leerlauf sowie 0,4 Sone unter Last. Die Samsung-Rivalin war hier vor allem im Leerlauf mit 0,1 Sone klar besser. Bei der Betriebstemperatur lagen beide Terabyte-Laufwerke gleichauf: Die Wärmeentwicklung der Western Digital Scorpio Blue WD10JPVT betrug nach dem Belastungstest ebenfalls nur knapp 33 Grad Celsius - sehr gut!

UMWELT UND GESUNDHEIT Western Digital Scorpio Blue 1TB WD10JPVT
Stromverbrauch: Leerlauf / Last 0,7 / 2,8 Watt
Betriebsgeräusch: Leerlauf / Last 0,3 / 0,4 Sone
Temperatur: Leerlauf / Last 24 / 33 ° Celsius

Ausstattung

Western Digital liefert die Scorpio Blue WD10JPVT ohne Zubehör und Programme aus. Von der Internet-Seite des Festplatten-Herstellers können Sie aber das sehr gute Backup-Programm Acronis True Image in der speziell optimierten WD Edition Software  kostenlos herunterladen. Ebenfalls gratis gibt es das Diagnose- und Reparaturprogramm Data Lifeguard Diagnostic .
 
Das Test-Fazit zur Western Digital Scorpio Blue 1TB WD10TPVT lesen Sie auf der folgenden Seite.

Dienstag, 16.08.2011 | 09:09 von Michael Schmelzle
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