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Panasonic DMC-LX3

28.02.2009 | 10:16 Uhr |

24 Millimeter Brennweite, ein lichtstarkes Leica-Objektiv und eine "intelligente" Automatik sind nur drei der Ausstattungsmerkmale, die die Panasonic DMC-LX3 attraktiv machen. Wer mehr will, kann die Kamera nach dem Baukastenprinzip erweitern.

Panasonic vereint in der DMC-LX3 verschiedene Ausstattungsmerkmale, die das 10-Megapixel-Modell zur perfekten Weitwinkelkamera machen. Am augenscheinlichsten ist der Brennweitenbereich, der bereits bei 24 Millimetern beginnt und bei 60 Millimetern endet - nur unwesentlich jenseits des Normalbereichs. Aber auch dadurch, dass das Objektiv eine Anfangslichtstärke von f2,0 im Weitwinkel und f2,8 bei längster Brennweite liefert, macht Panasonic klar, dass die LX3 ganz besonders für Nahaufnahmen gedacht ist. Unsere Messergebnisse bestätigen dies:

Bildqualität: So stellten wir im Weitwinkel eine nur leicht tonnenförmige Verzeichnung um -0,9 Prozent fest, was für Kameras mit diesem Brennweitenbereich ein tolles Ergebnis ist. Auch ließ die Helligkeit von der Bildmitte zum Rand nur wenig nach - hier kommt das lichtstarke Objektiv zum Einsatz. Nicht ganz so rühmlich war dagegen der Wirkungsgrad: Die LX3 verlor zum Bildrand hin an Auflösung, was in einem nur befriedigenden Wirkunsggrad resultierte. Und das, obwohl der CCD-Bildsensor des Panasonic-Modells 1/1,63 Zoll groß ist - überdurchschnittlich groß für eine 10-Megapixel-Kamera. Umso verwunderlicher auch das Rauschergebnis, das von ISO 80 bis ISO 400 nur befriedigend ist, ab ISO 800 dann auf deutliche Bildfehler schließen lässt.

Ausstattung: Zum Einfangen der Motive müssen Sie bei der LX3 das 3-Zoll-Widescreen-Display nutzen, das qualitativ hervorragend ist. Mit seinem umschaltbaren Seitenverhältnis passt es sich der Kamerauflösung an, die Sie ebenfalls auf 3968 x 2232 Pixel, also das Bildformat 16:9 stellen können. Alternativ zum Display als Sucher bietet Panasonic für etwa 200 Euro den optischen Aufstecksucher DMW-VF1 an, der sich im Blitzschuh der Kamera befestigen lässt. Allerdings gibt der Sucher nur den Bildausschnitt bei 24 Millimetern Brennweite wieder. Über einen ebenfalls optionalen Adapter (DMW-LA4, knapp 30 Euro) lassen sich außerdem Konverterlinsen und Filter an der LX3 einsetzen.

Die Kamera macht hochaufgelöste Videos mit 1280 x 720 Pixeln und 24 Bildern pro Sekunde. Als Format kommt Motion JPG zum Einsatz - hier wäre der nahezu verlustfreie H.264-Kompressionsstandard zu bevorzugen, der deutlich weniger Speicherplatz benötigt. Immerhin gibts einen Komponentenausgang für die Verbindung zu einem HD-Fernseher.

Fazit: Die Panasonic DMC-LX3 ist keine Allround-Zoomkamera - dazu ist der Brennweitenbereich zu eingeschränkt. Das extrem lichtstarke Objektiv, das 16:9-fähige Display und die überwiegend guten Testergebnisse im Weitwinkelbereich machen die Kandidatin jedoch zu einer empfehlenswerten Weitwinkel-Spezialistin mit Erweiterungspotential.

Alternative: Deutlich günstiger, wenn auch nicht ganz so "weitwinkelig", sind die beiden Panasonic-Modelle DMC-FZ18 oder DMC-FZ28. Die Kameras bieten eine Anfangsbrennweite von 28 beziehungsweise 27 Millimetern und ein optisches 18fach-Zoom. In Sachen Bildqualität schnitten sie etwas besser ab als die LX3. Dafür sind die beiden Bridge-Kameras deutlich klobiger und schwerer.

Varianten:
Panasonic Lumix DMC-LX3 schwarz
Panasonic Lumix DMC-LX3 silberfarben

Vergleichstest: Digitalkameras mit der besten Bildqualität

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