Die perfekte Systemkamera

Weitere Marken und Fazit

Dienstag, 15.05.2012 | 09:33 von Verena Ottmann
Nikon: Einsteigerfreundlich, aber zu verspielt

Die beiden Geräte der Nikon-1-Serie wurden im September 2011 vorgestellt: Die Nikon 1 V1 ist das Premium-Modell und besitzt im Gegensatz zur Nikon 1 J1 einen elektronischen Sucher, ein höher auflösendes Display und einen Hybrid-Verschluss, der wahlweise elektronisch oder mechanisch arbeitet. Beide Systemkameras sprechen in erster Linie aus Kameraneulinge an, die die Geräte spielerisch einsetzen. So wurden Funktionen wie die Halbautomatiken, die bei anderen Systemkameras mit einem Griff zugänglich sind, zu Gunsten von Spaß-Features wie dem „Bewegten Schnappschuss“ vom Moduswählrad ins Menü verbannt.

Für eine eher verspielte Zielgruppe spricht auch, dass es die Nikon 1 J1 in rosa gibt – inklusive Objektiv. Dieses lässt sich bei beiden Modellen zur Sicherheit verriegeln. Die klare Ausrichtung auf Einsteiger hat einen großen Vorteil: Die Bedienung der Nikon-1-Geräte ist sehr einfach. Hinzu kommt eine sehr kompakte Bauweise. Bei der Nikon 1 J1 beträgt das Gewicht gerade mal 396 Gramm. Die große Schwester bringt dagegen 501 Gramm auf die Waage – daran ist der integrierte Sucher schuld. Ein Nachteil des späten Markteinstiegs: Nikon hat für die V1 und J1 derzeit nur vier Objektive zur Auswahl, darunter eine Festbrennweite.


Pentax: Die Kompakte unter den Systemkameras

Mit 301 Gramm ist die Pentax Q die derzeit kleinste und leichteste Systemkamera. Der Hersteller verwendet einen Kompaktkamera-Sensor mit 1/2,3 Zoll, was etwa 6,16 x 4,62 Millimetern entspricht. Im Vergleich dazu sind die Sensoren der anderen Systemkameras mehr als viermal so groß. Erstaunlicherweise schlug sich die Pentax Q bei den Rauschmessungen sehr gut – der Hersteller hat nur 12 Millionen Fotodioden auf seinen Mini-Chip gepackt, was dem Rauschverhalten der Kamera zugute kommt. Was die Objektive angeht, sieht’s bei Pentax ähnlich mager aus wie bei Nikon: Für die Pentax Q gibt’s ein Zoomobjektiv und vier Festbrennweiten. Das Modell erschien auch nur wenige Monate vor der Nikon 1.

Fujifilm: Die neuen Konzepte müssen sich noch beweisen

Als bisher letzter Digitalkamerahersteller hat Fujifilm Anfang 2012 seine erste Systemkamera angekündigt. Sie soll jedoch erst dieser Tage erhältlich sein, weshalb wir über die Qualität derzeit nichts sagen können. Die Fujifilm X-Pro1 war jedoch nach der erfolgreichen Einführung der Premium-Kompaktkameras X100 und X10 ein logischer Schritt. Allerdings verfolgt Fujifilm mit ihr das bisher exotischste Systemkamerakonzept, denn der Hersteller hat für sie nur Festbrennweiten angekündigt. Eine weitere Besonderheit: Der APS-C-Sensor mit 16 Megapixeln soll mit speziellen Farbfiltern versehen sein, die einen Tiefpassfilter gegen Moiré-Effekte überflüssig machen. Was die Gehäuseform betrifft, so behält die X-Pro1 das hochwertige „Leica-Design“ mit Lederapplikationen bei, das bereits von der X100 und der X10 bekannt ist.


Testfazit: Die derzeit spannendste Kameraklasse
Systemkameras sind die Kameraklasse, in der sich derzeit am meisten tut. Neue Hersteller haben den Markt betreten, jeder bringt etwas Ungewöhnliches mit. In unserem großen Vergleichstest aktueller Systemkameras ist die Panasonic Lumix DMC-GX1X als klare Siegerin hervorgegangen. Ausgestattet mit Touchdisplay und Blitz ist sie für jede Fotosituation geeignet, und auch ihre Bildqualität kann sich sehen lassen. Und: Die 849 Euro UVP sind der Leistung angemessen. Wer mehr Wert auf das Preis-Leistungs-Verhältnis legt, sollte sich die Samsung NX11 ansehen. Für 499 Euro UVP bekommen Sie eine Systemkamera mit Blitz, Sucher und ordentlicher Bildqualität. Allerdings müssen Sie mit einer 720p-Videofunktion vorliebnehmen.

Dienstag, 15.05.2012 | 09:33 von Verena Ottmann
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