Cleaning Tool

Wash and Go 2012 im Test

Mittwoch, 16.05.2012 | 09:00 von Cornelius M. Pirch
Bildergalerie öffnen Wash and Go 2012 legt vor jeder Reinigung ein Backup an, das Sie bis zu vier Wochen aufheben können
© Abelssoft
Das Cleaning Tool Wash and Go 2012 verspricht absolute Reinigung des Computers von Datenmüll und besseren Schutz der Privatsphäre. Hier erfahren Sie, inwieweit diese Aussagen zutreffen.
Beim ersten Start fragt das Programm, ob es auch jedes Mal die Nutzungsdaten in Microsoft Office löschen sowie in den Mailprogrammen Spamordner und Mülleimer leeren soll. Das hat im Test sehr gut funktioniert (bei uns mit den Mailprogrammen Outlook und Thunderbird).

Bedienerführung wirkt jetzt aufgeräumter

Die Bedienung ist einfach. Man muss nur den Schritten folgen, die im Menü auf der linken Seite vorgegeben werden. Das Programm analysiert automatisch das System und zeigt an, welche Dateien und welche Einträge in der Registrierungsdatei gelöscht werden. Leider ist diese Liste sehr oberflächlich. Man sieht nur übergeordnete Kategorien, etwa „Temp-Dateien“. Eine detaillierte Darstellung aller gelöschten Daten gibt es erst, wenn man das Reinigungsprotokoll (in PDF-Form) öffnet. Hier stehen fein säuberlich alle Daten aufgelistet. 

Bei den Internet-Browsern unterstützt Wash and Go nur den Internet Explorer, Firefox und Opera. Dateimüll in Chrome und Safari ignoriert das Programm. Vor der Reinigung legt die Software ein Backup der zu löschenden Daten an, das man bis zu vier Wochen aufheben kann. Reinigungsintervalle lassen sich einstellen, viele Möglichkeiten gibt es jedoch nicht: täglich, wöchentlich oder bei jedem Windows-Start. Das aber geht zu Lasten der Bootgeschwindigkeit. Eine praktische Funktion ist der Folder Visualizer, der das System nach Speicherfressern durchsucht und diese grafisch darstellt oder auflistet.

Fazit des Tests von Wash and Go 2012

Wash and Go wurde zwar weiterentwickelt, trotzdem sind einige Funktionen noch nicht ausgereift. Eine Dokumentation ist nur rudimentär vorhanden.

Anbieter Abelssoft  
Voraussetzungen (Herstellerangaben)
Prozessor / Arbeitsspeicher keine Herstellerangaben
Plattenplatz ca. 30 MB
Betriebssysteme XP, Vista, 7 (32 und 64 bit)
Kopierschutz verhindert Kopie auf Festplatte / DVD: nein / nein
Ausstattung und Funktionen (40%) Gewichtung Note
Sichern und Zurückspielen vorheriger Einstellungen 5 % ja 1,00
Automatische Analyse 5 % ja 1,00
Löscht temporäre Internet- und Benutzer-Dateien automatisch 8 % ja / ja 1,00
Löscht temporäre Internet- und Benutzer-Dateien benutzerdefiniert 8 % nein / nein 6,00
Löscht überflüssige Einträge in der Registrierungsdatenbank 8 % ja / mittel 3,00
Aufgabenplaner vorhanden 2 % ja 1,00
Alle Aktionen werden protokolliert 3 % ja 1,00
Unterstützte Internet-Browser 4 % Internet Explorer, Firefox, Opera 3,00
Zusatzfunktionen 2 % ja (Shredder, Festplattenplatzanalyse, Win 7 God Mode) 1,50
Auswahlmöglichkeit bei der Reinigung 5 % wenig 3,50
Ausstattung und Funktionen Summe 50 % Zwischennote 2,55
Leistung und Zuverlässigkeit (45%) Gewichtung Note
Entfernt Benutzerspezifische Spuren in Office 5 % ja 1,00
Löscht Spam-Ordner und / oder Papierkorb des Mailprogramms 10 % ja (Outlook, Thunderbird) 1,00
Bereinigter Festplattenplatz 10 % 2.567 MB 1,00
Leistung und Zuverlässigkeit Summe 25 % Zwischennote 1,00
Bedienung und Dokumentation (15%) Gewichtung Note
Bedienelemente selbsterklärend / deutsch 5 % ja 1,00
Handhabung (persönliche Meinung des Testers) 5 % einfach 1,00
Kosten für Hilfe von einem Mitarbeiter 2 % nicht vorhanden 6,00
Hilfefunktion / gedruckte Bedienungsanleitung 5 % vorhanden / nicht vorhanden; ausreichend 3,00
Profi-Modus vorhanden 5 % nein 6,00
Hilfe im Internet / deutsch 3 % nein / nein 6,00
Bedienung und Dokumentation Summe 25 % Zwischennote 3,40
Testnote gut 2,38
Preisurteil preiswert
Preis (UVP des Herstellers) 30 Euro
Mittwoch, 16.05.2012 | 09:00 von Cornelius M. Pirch
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (2)
  • deoroller 01:22 | 18.05.2012

    Man will wohl einem Trojaner ein Schnippchen schlagen, wenn man für ihn keine Infos auf dem PC zurück lässt. Das ist aber ein Trugschluss, da in Echtzeit protokolliert wird, was man am PC tut, so dass Gebrauchsspuren gar nicht dazu nötig sind. Will man vor Trojaner sicher sein, muss man den PC mit einem Live-System von CD oder Stick starten, dass bei jedem Start ohne Spuren bootet und auch keine auf dem PC hinterlässt. Die Trojaner kann man sich dann nur während einer Sitzung einfangen und sie leben auch nur, bis sie zu Ende ist.

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  • Navigatiko 00:50 | 18.05.2012

    Lösch-Manie

    Es ist ja geradezu Paranoid zu meinen man müsse alles Spuren auf dem PC löschen und wahrscheinlich Heuchlerisch dazu! Im Gegenteil - die Spuren vereinfachen das Arbeiten ungemein, kann man so doch schneller etwas abspeichern über Recent oder über den Verlauf eine Webseite wiederfinden, die man anders womöglich nie wieder finden würde Nav. :sorry:

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