WLAN-Router mit Display

D-Link DIR-855 im Test

Dienstag, 17.11.2009 | 09:35 von Thomas Rau
Der D-Link DIR-855 funkt auf zwei WLAN-Frequenzen gleichzeitig und besitzt ein Display. Im Test zeigte der teure 11n-Router aber auch Schwächen.
11n-WLAN-Router mit Display im Test: D-Link
DIR-855
Vergrößern 11n-WLAN-Router mit Display im Test: D-Link DIR-855
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Der Draft-N-Router von D-Link bringt alles mit, was man derzeit verlangen kann: Der DIR-855 unterstützt die WLAN-Frequenzen 2,4 und 5 GHz und überträgt auf beiden gleichzeitig. Außerdem besitzt er einen USB-Anschluss - so lassen sich Sticks und Festplatten ins Netzwerk einbinden. Das Auffälligste am D-Link DIR-855: Auf dem Gehäuse sitzt ein kontraststarkes OLED-Display. Es zeigt Details zum Router und der WLAN-Verbindung an.

Tempo des D-Link DIR-855
Der D-Link DIR-855 kam in unseren Tempo-Tests nicht richtig auf Touren: Über die kurze Distanz von drei Metern schaffte er nur rund 62 MBit/s. Das liegt daran, dass der Router in der Standardeinstellung nur 20-MHz-Kanäle nutzt. Damit stört er benachbarte WLANs nicht, überträgt aber auch langsamer. Allerdings erreichte er auch kein Top-Tempo, wenn man 40-MHz-Kanäle aktiviert: Wir maßen rund 84 MBit/s.
Auch über die lange Messdistanz von 40 Metern ohne Sichtkontakt zwischen Router und WLAN-Adapter blieb der D-Link DIR-855 langsam: Sein Ergebnis von knapp über 14 MBit/s ist höchstens mittelmäßig.

Sicherheit beim D-Link DIR-855
Das WLAN kann man beim D-Link DIR-855 per WPS (Wi-Fi Protected Setup) bequem per Knopfdruck oder über PIN-Eingabe verschlüsseln. Auch über einen USB-Stick lässt sich die Verschlüsselung übertragen, wenn man die entsprechende Einstellung im Router-Menü aktiviert. Der Konfigurations-Assistent wählt automatisch den Sicherheitsstandard WPA2. Ebenfalls positiv: Der Funkmodus lässt sich zeitgesteuert de-aktivieren. Mit dem D-Link DIR-855 kann man auch Besucher gefahrlos ins WLAN lassen: Der Router bietet eine Gastzone, die vom eigenen Netzwerk getrennt ist. Dieses Gast-WLAN besitzt eine eigene SSID. Man kann es offen lassen oder mit einer eigenen Verschlüsselung sichern. Fehlerprotokolle versendet der D-Link DIR-855 an eine festgelegte Mail-Adresse, auf Wunsch auf in regelmäßigen Abständen.

Ausstattung des D-Link DIR-855
Hier gibt sich der D-Link DIR-855 keine Blöße. Per Kabel versorgt der D-Link DIR-855 Netzwerkrechner mit Gigabit-Tempo. Für den Zugriff auf einen USB-Massenspeicher, der am Router eingesteckt ist, muss man ein Tool lokal am Rechner installieren. Die drei Antennen des D-Link DIR-855 lassen sich abnehmen, um sie bei Bedarf gegen stärkere austauschen zu können.

Handhabung des D-Link DIR-855
Der WLAN-Router bietet ein umfangreiches Menü, das recht gut strukturiert ist. Bei manchen Optionen - etwa beim Port-Forwarding - übertreibt es D-Link allerdings: Hier wird es für den Anwender unübersichtlich. Das deutschsprachige Handbuch auf CD ist präzise. In den Hilfe-Texten des Router-Menüs werden allerdings nicht alle Optionen erklärt. Bequem: Der Router kann automatisch nach Firmware-Updates suchen. Beim Stormverbrauch ist der D-Link DIR-855 nicht sparsam: Im Betrieb benötigt er fast 10 Watt - bei seiner üppigen Ausstattung nicht verwunderlich.

Fazit: Der D-Link DIR-855 bietet eine üppige Ausstattung und viele Einstellmöglichkeiten sowie Sicherheitsoptionen - ideal für Anwender, die aktuelle WLAN-Technik schätzen. Der Preist ist zwar hoch, für das Gebotene aber durchaus in Ordnung. Nur bei den Tempo-Tests blieb der D-Link DIR-855 hinter den Erwartungen zurück.

Dienstag, 17.11.2009 | 09:35 von Thomas Rau
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