05.11.2008, 10:55

Arne Arnold

Sicherheits-Check

Vor- und Nachteile

Der große Vorteil der neuen Antimalware-Tools liegt in ihrer guten Erkennungsleistung bei neuen Viren. Dem steht aber eine ganze Reihe von Nachteilen gegenüber: Das System wird langsamer. Vor allem der Systemstart verzögert sich - je nach PC und aufgespielter Software um etwa 10 bis 50 Sekunden. Die Installation von Programmen dauert teilweise deutlich länger. Während der Arbeit am PC spürt man die Verzögerung jedoch kaum. Fehlalarme des Schutz-Tools sind möglich. Wenn der Anwender falschen Empfehlungen seines Schutz-Tools folgt, blockiert er harmlose Anwendungen. Auch die neuen Antimalware-Tools benötigen Updates. Das ist zwar wesentlich seltener erforderlich als bei klassischen Antiviren-Programmen, aber ganz ohne Aktualisierungen der Engine kommen auch diese Utilities nicht aus. Das Negative daran: So können die Hersteller den Preis für ihre Tools als jährliche Lizenz einfordern. Wer nach zwölf Monaten nicht erneut zahlt, bekommt keine Updates mehr.
Die Testergebnisse
Auf alle Tools trifft zu: Die Erkennungsraten waren gut bis sehr gut. Die Technik ist somit deutlich besser als die als Heuristik bezeichnete Methode, die in klassischen Antiviren-Programmen zum Einsatz kommt. Die größten Unterschiede gab es beim Test auf Fehlalarme. Dafür hatten die Sicherheitsexperten Guido Habicht und Maik Morgenstern eine Reihe verbreiteter und harmloser Programme auf den Testrechnern installiert. Hier sollten die Antimalware-Tools keine Meldung bringen und die Programme nicht blocken. Fehlerfrei schafften das nur Norton Antibot und Prevx2. Ganz gut schlug sich noch Threatfire mit nur einem Fehlalarm. Entsprechend landen - nach Berücksichtigung der Leistung in den anderen Kategorien - diese drei Tools auf den ersten Plätzen. Die beiden Tools Safe'n'Sec Personal Pro und Mamutu lieferten dagegen etliche falsche Meldungen zu harmlosen Programmen. Da Mamutu zudem bei der Bedienung Schwächen zeigte, landet es auf dem fünften und damit letzten Platz. Safe'n'Sec Personal Pro erringt dadurch den Platz 4.
Fazit: Starke Leistung für Profis
Die neuen Antimalware-Tools schützen einen PC vor unbekannten Schädlingen besser als klassische Antiviren-Programme. Sie sind somit eine gute Ergänzung zu bisherigen Schutz-Tools. Wer großen Wert auf den bestmöglichen Schutz legt und gleichzeitig die Mühe nicht scheut, sich mit den Meldungen der Tools auseinanderzusetzen, für den sind die Programme interessant. Für sparsame Anwender ist der Zweitplatzierte in unserem Test ein guter Tipp: Das kostenlose Threatfire bot eine sehr gute Erkennungsrate und arbeitet übrigens gut mit Antivir Free zusammen.
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