Prepaid-Kreditkarte

mywirecard 2go Visa im Test

Montag den 30.05.2011 um 10:45 Uhr

von Moritz Jäger

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Beim Hack des Sony Playstation Networks haben die Diebe neben persönlichen Daten wahrscheinlich auch Kreditkarten-Infos erbeutet. Schutz verspricht die Firma mywirecard: Mit 2go Visa stellte das Unternehmen eine Prepaid Kreditkarte vor, die wie ein Prepaid-Handy aufgeladen werden kann. PC-Welt.de hat die Karte getestet, erklärt Vor- und Nachteile und sagt, wie sie sich in der Praxis schlägt.
Die Online-Übersicht über das Konto.
Vergrößern Die Online-Übersicht über das Konto.
Die Wirecard Bank möchte die Sicherheits- und Kontrollprobleme klassischer Kreditkarten mit einer Prepaid-Kreditkarte namens 2go Visa  lösen. Ähnlich wie Guthabenkarten für iTunes oder für Mobilfunk werden diese Karten im Einzelhandel verkauft, eine Übersicht samt Suchfunktion findet sich auf der Homepage. Anschließend werden die Karten über das Internet oder SMS aktiviert, danach können sie theoretisch bei jeder Visa-Annahmestelle als Zahlungsmittel benutzt werden.

So viel verdienen Internet-Betrüger

Das System bietet mehrere Vorteile gegenüber den herkömmlichen Kreditkarten: mywirecard stellt zu jeder Karte ein Online-Portal  bereit, über das man die Karte aufladen und die Buchungen einsehen kann. Sobald man eine Transaktion ausführt, taucht diese auf der Homepage auf. Zunächst wird lediglich der Betrag als gesperrt angezeigt, später taucht der Umsatz unter „Buchungen“ auf. In jedem Fall ist man stets informiert, wie viel Geld noch zur Verfügung steht.

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Die 2go Visa-Karte profitiert außerdem von dem Prepaid-Konzept: So weiß man zu jeder Zeit, wie viel Geld über die Karte abbuchbar ist. Ist das Geld verbraucht, kann mit der jeweiligen Karte kein Einkauf mehr getätigt werden. Die Karten sind außerdem anonymisiert, tauchen also etwa bei Schufa-Abfragen und ähnlichen Systemen nicht auf.

Der Nachteil: Wie die meisten anderen Prepaid-Systeme finanziert sich 2go Visa in erster Linie über die Gebühren. Beim Aufladen der Karte verlangt mywirecard Gebühren, die sich nach der Einzahlmethode richten. Die Anonymität kann ein weiteres Problem sein: Wird eine Karte gestohlen, so kann der Dieb über das Guthaben verfügen.

Hintergrund: Während Kreditkarten in den USA zu den beliebtesten Zahlungsmitteln gehören, sind sie in Deutschland noch lange nicht so verbreitet. Aktuelle Zahlen der BITKOM  zeigen beispielsweise, dass gerade einmal 17 Prozent beim Shoppen im Internet auf Kreditkarten setzen - zum Vergleich, 42 Prozent bevorzugen eine Zahlung per Rechnung. Einer der Gründe könnten die scheinbar fehlende Kontrolle über die Kreditkarten-Daten sowie Sicherheitsbedenken sein. Nicht zuletzt der Angriff auf die das PlayStation Network von Sony hat eindrucksvoll demonstriert, wie schnell die sensiblen Daten in die falschen Hände gelangen können.

Bezahldienste für das Internet

Montag den 30.05.2011 um 10:45 Uhr

von Moritz Jäger

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