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Virtual DJ Home Edition 2006

24.10.2006 | 08:09 Uhr |

Avanquest bringt mit Atomix Virtual DJ Home Edition 2006 ein durchaus brauchbares DJ-Tool für gerade einmal 30 Euro auf den Markt. Wir haben die DJ-Software getestet und waren angenehm überrascht.

Virtual DJ Home Edition 2006 eignet sich zum Mixen von Musik am PC. Dabei schließt das Tool die Lücke zwischen reiner Hobby-Software und professionellen DJ-Tools für den Einsatz in der Disco, die in der Regel um einiges teurer sind. Auch ohne musikalische Vorkenntnisse lassen sich schnell Mixe für den Hausgebrauch oder die private Party erstellen. Neben zwei virtuellen Plattentellern, die einfaches Scratching unterstützten und durch einen Überblendregler in Verbindung stehen, steht ein Effektgenerator und ein Sampling-Tool mit bis zu 12 Samples zur Verfügung.

Das Synchronisieren der beiden Rhythmen erfolgt automatisch oder über einen Beatmatch-Knopf. Die Takterkennung funktionierte allerdings bei Nicht-Dance-Rhythmen an einigen Stellen nicht perfekt - trotz der entsprechenden Voreinstellung. Immerhin lässt sich der ermittelte Wert korrigieren. Loops, also Endlosschleifen des aktuellen Taktes sind ebenfalls einfach möglich - sinnvoll für den gelungenen Übergang zwischen zwei Titeln.

Die Bedienung ist übersichtlich und eingängig. Lediglich die Tastenkürzel, die den schnellen Zugriff oder das Hinzumischen von Effekten ermöglichen, erfordern einen Blick ins knappe, aber ausreichende Handbuch. Praktisch für Maus-affine Anwender ist die Remix-Ansicht - hier stehen Samples und Effekte sowie Loops schnell zur Verfügung. Zu erwähnen sind auch die Automatik-Funktionen. So arbeitet das Tool auf Wunsch ganze Abspiellisten ab und fährt individuell passende Übergänge, wobei eine Erkennung des richtigen Ein- und Ausstiegspunktes erfolgt. Mixe lassen sich mitschneiden - auf Wunsch auch mit einer zugemischten externen Quelle, auf CD brennen oder ins Internet übertragen. Seine vollen Möglichkeiten entfaltet das Tool allerdings erst mit einer zweiten Soundkarte und einem angeschlossenen DJ-Pult, das das Vorhören und Einmischen über einen Kopfhörer ermöglicht.

Fazit: Auch in Anbetracht des günstigen Preises leistet Virtual DJ Erstaunliches und braucht sich vor deutlich teureren Tools dieser Art nicht zu verstecken. Ein klarer Kauftipp vor der nächsten Party.

Alternative: BPM Studio Standard bietet einen größeren Funktionsumfang und kostet mit 249 Euro deutlich mehr.

BEWERTUNG

Leistung (50%) 2,0
Bedienung (35%) 1,5
Dokumentation (5%) 1,5
Installation/De-Installation (5%) 2,0
Systemanforderungen (5%) 2,5

GESAMTNOTE: 1,8

Anbieter:

Avanquest / Atomix

Weblink:

www.avanquest.de

Preis:

29,99 Euro

Betriebssysteme:

Windows 98/ME, NT, 2000, XP

Plattenplatz:

63 MB

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