Virtual CD 8 legt bis zu 23 virtuelle Laufwerke an und virtualisiert auch kopiergeschützte CDs. Wir haben es getestet: Die virtuellen CDs verhalten sich dann wie Originale - lassen sich also nicht oder nur eingeschränkt rippen.
Wer seine Original-CDs/DVDs nicht immer zur Hand hat, kann sie sich auf virtuellen Laufwerken installieren, etwa mit Virtual CD. Der CD/DVD-Emulator hat in Version 8 einen virtuellen Brenner bekommen und der Anwender kann seine virtuellen CDs jetzt mit einem AES 256-Bit-Verfahren verschlüsseln.
Was uns im Test nicht gefallen hat, war die automatisch gestartete Menüleiste, die sich auf dem Desktop doch recht breit macht. Sehr praktisch ist das Tray-Icon. Es ermöglicht schnellen Zugriff auf alle Menüpunkte und Laufwerke. Eine nicht kopiergeschützte Audio- oder Programm-CD ist mit Hilfe der Assistenten schnell gerippt, der Laufwerksbuchstabe für das Image ist frei zu vergeben. Bis zu 23 virtuelle Laufwerke sind möglich.
Kopiergeschützte Audio-CDs wurden zwar langsam aber vollständig virtualisiert. Die Images verhielten sich wie die Originale, ließen sich also nicht oder nur eingeschränkt rippen. Auch geschützte Programm-CDs werden zum Großteil 1:1 kopiert, nur am Starforce-Algorithmus scheiterte Virtual CD.
Praktisch ist der virtuelle Brenner: Man kann beispielsweise aus
iTunes Musikstücke „brennen“ und danach von der „CD“ ins MP3-Format zurückverwandeln. Gefallen hat uns die Funktion, das physikalisch vorhandene CD-Laufwerk zu emulieren. So konnte auch eine alte Software, die ihre CD im Laufwerk E: verlangte, auf das Image zugreifen.
Interessant sind die Smart Virtual CDs/DVDs: Sie können mit Hilfe eines integrierten Players auch auf Computern eingesetzt werden, auf dem Virtual CD nicht installiert ist – eine brauchbare Anwendung im Netzwerk. Kritikpunkt: Die De-Installationsroutine hinterließ auf einem Windows-2000-PC ein virtuelles Laufwerk, das wir nur durch erneute Installation und De-Installation loswerden konnten.
Fazit: Virtual CD ist in seiner neuen Version ein brauchbares Image-Tool, das nur bei starken Kopierschutz-Algorithmen passen muss. Unter Windows 2000 ließ sich das Programm nicht auf Anhieb de-installieren.
Alternative: Paragon CD-ROM Emulator 3.0 (
www.cdrom-emulator.de, 19,95 Euro) bietet vergleichbare Funktionen, aber keinen Brenner.
BEWERTUNG
Leistung (50%): Note 1,5
Bedienung (35%): Note 1,5
Dokumentation (5%): Note 1,0
Installation/De-Installation (5%): Note 2,5
Systemanforderungen (5%): Note 2,0
GESAMTNOTE: 1,6
| Anbieter: |
Avanquest |
| Weblink: |
www.avanquest.de |
| Preis: |
39,90 Euro |
| Betriebssysteme: |
Windows 2000, XP |
| Plattenplatz: |
ca. 50 MB |