234589

Der PC HE-Computer MiniEdition09 im Test

15.09.2009 | 14:22 Uhr |

Der HE-Computer MiniEdition09 verfügt über eine erstaunliche Rechenleistung, hat aber kleinere Schwächen bei Ausstattung und Betriebsgeräusch.

HE-Computer MiniEdition09: sehr gute Rechenleistung für einen PC unter 700 Euro
Vergrößern HE-Computer MiniEdition09: sehr gute Rechenleistung für einen PC unter 700 Euro
© 2014

Der Multimedia-PC HE-Computer MiniEdition09 kommt zum Test in einem schicken, würfelförmigen Gehäuse und möchte zum Preis von unter 700 Euro eine möglichst gute Rechenleistung bieten. Dass dies funktioniert, beweisen unsere Benchmark-Tests eindrucksvoll. Allerdings erreicht der PC bei der Festplattenkapazität und bei der Lautstärkemessung nicht ganz das Niveau der Konkurrenz.

Ausstattung: Das Gehäuse im Mini-ITX-Formfaktor ist mit der Hauptplatine Zotac Geforce 9300-ITX Wifi ausgestattet. Die CPU Intel Pentium Dual-Core E5200 hat regulär eine Taktfrequenz von 2,5 GHz. HE-Computer hat den Prozessor ab Werk auf 3,5 GHz übertaktet. Wie bei Multimedia-PCs üblich beträgt der Arbeitsspeicher 4 GB, und als Betriebssystem installiert HE-Computer Windows Vista Home Premium in der 64-Bit-Variante auf dem MiniEdition09. Das System liegt zusätzlich auf einer OEM-DVD bei. Die Festplattenkapazität von lediglich 320 GB entspricht allerdings nicht der aktuellen Marktsituation: 500 oder 640 GB sind in dieser Preisklasse sonst üblich.

HE-Computer MiniEdition09: Unter Last arbeiten die Lüfter recht laut.
Vergrößern HE-Computer MiniEdition09: Unter Last arbeiten die Lüfter recht laut.
© 2014

Die Grafikkarte HIS ATI Radeon HD 4770 mit 512 MB GDDR5-Speicher bringt eine gute Leistung, die auch Gelegenheitsspieler zufrieden stellt. Der Netzwerk-Controller auf der Hauptplatine unterstützt Gigabit-Ethernet. Das integrierte WLAN-Modul ist eine gute Idee, funkt allerdings nur nach dem Standard 802.11b/g. Eine WLAN-Antenne liegt bei. Mit 8 USB- und einem eSATA-Port ist der HE-Computer MiniEdition09 bei den Schnittstellen recht gut ausgestattet, allerdings vermissten wir eine Firewire-Buchse. Ein Brennprogramm sowie eine Software zur DVD-Wiedergabe suchten wir ebenfalls vergebens.

Tempo: Im Test aller PCs unter 700 Euro stellt der HE-Computer MiniEdition09 in beiden maßgeblichen Benchmarks neue Bestwerte auf. Im 3D Mark 06 erreicht der PC 12.380 Punkte und dringt damit in die Region wesentlich teurere Spiele-PCs wie des Hardware4u Gamers Dream Rev 3.0 Air vor. Auch im PC Mark 05 kann sich der Multimedia-PC mit 9103 Punkten mit PCs wie dem Medion Erazer X7312 D messen. Insbesondere im Graphics-Benchmark von PC Mark 05 beweist die Grafikkarte mit einem Ergebnis von 16.172 Punkten, dass sie auch für DirectX10-Spiele mit reduzierter Auflösung und Qualitätseinstellung geeignet ist

Ergonomie : Wenn Sie den Schalter auf der PC-Rückseite ausschalten, zieht das Netzteil keine Energie mehr aus der Steckdose - das ist lobenswert. Im Desktop-Betrieb liegt der Energieverbrauch mit 75,8 Watt im üblichen Rahmen vergleichbarer Multimedia-PCs. Unter voller Last ist der Verbrauch mit 146,8 Watt allerdings schon etwas höher. Multimedia-PCs mit Dualcore-CPU verbrauchen hier üblicherweise um 110 Watt.

HE-Computer MiniEdition09: leistungsfähige Grafikkarte
Vergrößern HE-Computer MiniEdition09: leistungsfähige Grafikkarte
© 2014

Der Geräuschpegel des HE-Computer MiniEdition09 ist bereits im Desktop-Modus mit 28,3 dB(A) so hoch wie bei einem Spiele-PC. Unter Last springen mehrere Lüfter deutlich hörbar an: Ein Messwert von 31,2 dB(A) ist die Folge. Als Medienwiedergabegerät im Wohnzimmer ist der PC akustisch also stets wahrnehmbar.

Fazit: Mit einer sehr guten Kombination von CPU und Grafikkarte erringt der HE-Computer MiniEdition09 im Test aller PCs unter 700 Euro den Test- und Temposieg. Die Leistung der Grafikkarte ist für Gelegenheitsspieler interessant und das Gehäuse belegt nur wenig Platz. Die Kapazität der Festplatte ist allerdings zu klein und auch für den fehlenden Speicherkartenleser gab es Punktabzug. Mit dem Netzteilschalter verhindern Sie, dass der PC im ausgeschalteten Zustand Strom verbraucht. Für den Wohnzimmereinsatz ist der PC unter Last zu laut und es fehlen ein Brennprogramm sowie eine Software zur DVD-Wiedergabe.

Alternativen: Der Atelco 4gamez! AMD Phenom II X4 940 bietet eine noch bessere Spiele-Leistung, kostet mit seiner Quadcore-CPU allerdings 150 Euro mehr. Für Büroarbeiten reicht ein Nettop wie der Acer Aspire Revo R3600 zum Preis von 300 Euro, der deutlich leiser arbeitet, aber wesentlich rechenschwächer ist.

Variante: HE-Computer MiniEdition09 mit Windows Vista Home Premium 32-Bit

0 Kommentare zu diesem Artikel
234589