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Pinnacle Studio Ultimate 12

23.07.2008 | 08:30 Uhr |

Eine neue Montage-Funktion in Pinnacle Studio Ultimate 12 bietet noch mehr Möglichkeiten für kreativen Videoschnitt. Mit dieser Version liefert Pinnacle außerdem das lang erwartete Blu-ray-Authoring mit neuen Menü-Vorlagen.

Auch Version 12 Ultimate sammelt bei der Installation reichlich Daten: Neben der Seriennummer muss man Namen und Mail-Adresse eingeben – dafür erhält man auch wieder den Freischalt-Key des Effekts „Dream Glow“. Die übersichtliche und klar gegliederte Oberfläche mit den Bereichen „Aufnahme“, „Bearbeiten“ und „Film erstellen“ wirkt bekannt und vertraut. Daten aus (H)DV-Camcordern wurden im Test problemlos eingelesen. Der Import von AVCHD-Clips klappte besser als mit Version 11, benötigt aber Rechenpower. Pinnacles Empfehlung, einen PC mit Core2 Duo 2,4 GHz und 2 GB RAM zu verwenden, ist nicht übertrieben. Dies zeigte sich spätestens beim Editieren.

Handhabung : Die automatische Szenenerkennung wirkte im Test etwas flotter als früher und lieferte gute Ergebnisse. Der Import von Videodateien aller üblichen Formate funktionierte im Test. Die Zahl der nutzbaren Videospuren hat der Hersteller trotz vielfacher Wünsche nicht erhöht. Dennoch kann der Anwender mit der neuen Version noch kreativer sein. Das neue Montage-Werkzeug bietet mit etwa 80 Vorlagen - sortiert nach Themen – viele Gestaltungsmöglichkeiten, die manch teureres Video-Schnittprogramm in den Schatten stellen. Die Vorlagen sind zudem gegliedert in Animationen für den Vor-/Abspann, Zwischentitel und Animationen: Bis zu sieben Videoquellen sind hier möglich. Auch große Digitalbilder kann man ohne Reduzierung via Pan & Zoom verwenden.

Studio 12 beherrscht neben GIF nun auch PSD als Import-Format für Bilder – Besitzer von Photoshop (Elements) wird´s freuen. Die Timeline lässt sich wie gehabt mit der Maus zoomen. Somit lassen sich Szenen schnell und präzise trimmen. Übergänge, Effekte und Filter gibt es in der Version 12 in Hülle und Fülle. Die Qualität ist gut bis sehr gut, man muss nur aufpassen, dass das fertige Werk nicht überladen wirkt. Auch das Plug-in Vitascene bringt gute Übergangseffekte mit, deren Parameter einstellbar sind. Zudem sind Farbkorrekturfilter und Weichzeichner enthalten, Lichteffekte lassen sich leicht erzeugen. Zur anspruchsvollen Titel-Gestaltung liegt Boris Grafitti bei. Mit dieser Version liefert Pinnacle das lang erwartete Blu-ray-Authoring mit neuen Menü-Vorlagen. Daneben gibt Studio 12 die bekannten Formate aus: MPEG -1/2, MPEG-4, WMV, Realmedia, DivX und 3GP. Dabei unterstützen die meisten Formate HD-Inhalte. Zudem gibt es eine Upload-Funktion für Yahoo! Video. Pinnacle legt dem Paket ein chromagrünes Tuch bei, das Aufnahmen ermöglicht, bei denen sich Personen und Objekt gut freistellen lassen.

Im Test gab es selten Abstürze, doch es empfiehlt sich, die Installations-DVD stets parat zu haben. Unter Vista startete Studio 12 nach dem Beenden plötzlich nicht mehr, stattdessen wurde ein Programmfehler gemeldet. Die Reparatur schlug fehl, es half nur eine komplette Neuinstallation.

Fazit: Die aktuelle Version 12 bietet mehr kreative Möglichkeiten und Blu-ray-Authoring. Der Umgang mit AVCHD-Material wurde verbessert. Ein Upgrade von Version 11 lohnt aber nur, wenn man die neuen Funktionen tatsächlich nutzen möchte.

Alternative: Video deluxe 2008 Premium ( www.magix.de ) ist ebenfalls einfach zu bedienen, bietet 99 Audio-/Video-Spuren und 3D-Echtzeit-Animation.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 1,5
Bedienung (35%): Note 1,5
Dokumentation (5%): Note 1,5
Installation/De-Installation (5%): Note 4,5
Systemanforderungen (5%): Note 4,0

GESAMTNOTE: 1,8

Anbieter:

Pinnacle

Weblink:

www.pinnaclesys.de

Preis:

130 Euro

Betriebssysteme:

Windows XP, Vista

Plattenplatz:

ca. 1,7 GB

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