Videobearbeitung

DVD Creator 6

Mittwoch, 07.07.2010 | 14:27 von Thomas Hackenberg
DVD Creator unterstützt Einsteiger mit seinem einfachen Bedienkonzept beim Schneiden von Videos, Einfügen von Bilder und beim Vertonen.

Den Film oder die Diashow brennt der Creator samt Menü auf DVD. Zahlreiche Menüvorlagen mit unterschiedlichen Themen gehören zum Lieferumfang. Wer nur gelegentlich eine DVD erstellen will, ist mit DVD Creator 6 gut beraten. Ambitionierte Anwender stoßen aber schnell an Grenzen.

Ausstattung und Funktionen
+ Die Software beherrscht den Import der wichtigsten Video-Formate wie MPEG1, MPEG2, MPEG4 ( H.264/AVC ) , WMV, Divx, Xvid, DV und M4V. Containerdateien wie AVI, MKV, MOV, 3GP, MP4, ASF und 3GP sowie Transport-Streams wie TS, MTS und m2ts werden erkannt und eingelesen.
+ Die Audiospur kann als 5.1-Kanalwiedergabe importiert und exportiert werden.
+ Auf Wunsch wandelt DVD Creator die originale Stereo-Audiospur in 5.1-Raumklang um.
+ Videos und Bilder lassen sich umsortieren, Szenen herausschneiden.
+ Es gibt einige Filter und Effekte für die Nachbearbeitung und ein Titelwerkzeug.
+ Gut: Es lassen sich mehrere Effekte kombinieren.
+ DVD Creator bringt etliche Menüvorlagen für unterschiedliche Themen wie Weihnachten, Urlaub oder Jahreszeiten mit.
+ Diese Vorlagen kann man auch bearbeiten und mit eigenen Hintergrundbilder und Grafiken aufpeppen.
+ Fertige Videoprojekte lassen sich nicht nur als DVD brennen, sondern auch als DVD-Ordner oder ISO-Image auf Festplatte speichern.
- Effekte kann man nur an- und abwählen, nicht aber verstärken oder abschwächen einsetzen, wie es bei guten vergleichbaren Programmen möglich ist
- Einige Effekte sind zwar spektakulär, eignen sich aber aufgrund ihrer Wirkung nur für kurze Sequenzen.

Leistung und Zuverlässigkei t
+ Die angebotenen Werkzeuge und Effekte bringen mit etwas Geschick des Anwenders wirklich sehenswerte Ergebnisse.
- Für das Erstellen eines Datenträgers, ISO-Image oder DVD-Ordners benötigte DVD Creator 6 im Test viel Zeit.
- Um einen längeren Film auf einen DVD-5 zu quetschen, muss man unter „Extras, Einstellungen, Ausgabe“ die Bitrate so lange manuell verändern bis es passt. Das ist mitunter nervig und nicht zeitgemäß. - DVD Creator 6 stürzte im Test nur sehr selten ab. Im Fall der Fälle aber war die ganze Arbeit für die Katz – die Software speichert keine unfertigen Projekte ab.

Bedienung und Dokumentation
+ Hilfreich: Im Startfenster werden die Grundfunktionen der Software erklärt.
+ Hinzufügen von kurzen Clips und ganzen Filmen ging erfreulich flott.
- Die Eingabe einer schier endlosen Lizenz-Nummer zur Freischaltung nervt.
- Die Menüoberfläche ist ungünstig aufgeteilt und gewöhnungsbedürftig.
- Das Vorschaufenster ist ganz klein in die rechte untere Ecke gezwängt, aber wenigstens kann man es via Doppelklick vergrößern.
- Die Voreinstellungen für Bildformat (NTSC), Größenanpassungsmethode (Letterbox) und Sprache (Englisch) sind nicht optimal für Nutzer in Deutschland.
- Schneiden erwies sich im Test als sehr fummelig und oft ungenau.

Auf-/Abwertung
Abwertung +0,25
Zum Schneiden und Trimmen von Clips ist die Software weniger gut geeignet.

BEWERTUNG
Ausstattung und Funktionen (40 %): Note 1,85
Leistung und Zuverlässigkeit (40 %): Note 3,35
Bedienung und Dokumentation (20 %): Note 3,00

GESAMTNOTE: 2,93

Anbieter:
Franzis
Weblink:
www.franzis.de
Preis:
ab 29,95 Euro
Betriebssysteme:
Windows XP, Vista, 7
Plattenplatz:
85 MB
Mittwoch, 07.07.2010 | 14:27 von Thomas Hackenberg
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