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MovieJack 6

22.08.2008 | 09:00 Uhr |

Movie Jack rippt DVDs ohne Kopierschutz, überzeugt mit dieser Funktion aber nicht wirklich. Für Downloaden und konvertieren von Videoclips aus dem Internet dagegen eignet sich das Programm sehr gut.

MovieJack kennt man als DVD-Ripper schon lange. Die aktuelle Version 6 verhält sich nach problemloser Installation ohne PC-Neustart konform zur gegenwärtigen Rechtslage: Scheiben mit Kopierschutz bleiben außen vor. Dies ist eigentlich korrekt, nur die Rückmeldung an den Benutzer: „VIDEO_TS enthält keine DVD Inhalte“ ist sehr verwirrend. Einsteiger werden vermutlich nicht gleich darauf kommen, dass es am Kopierschutz liegt und bei der Fehlersuche Zeit verschwenden.

Auf unserem XP-Testrechner kam bei jedem Programmstart die Fehlermeldung, dass MSXML 4.0 für korrektes Funktionieren nötig sei. Diese Komponente war auf dem Test-PC bereits installiert, eine komplette Neu-Installation des aktuellen MSXML 4.0 Service Pack 2 brachte keine Besserung. Als Folge konnte beim Test kein Zielgerät ausgewählt werden. Wollte man dennoch konvertieren, stürzte MovieJack zuverlässig ab. Dieses Problem trat im Test mit der CD-Version und der frisch heruntergeladenen Demo-Version auf.

Handhabung: Beim Konvertieren ungeschützter DVDs ließ sich MovieJack viel Zeit. Die erzeugten Videos waren aber von guter Qualität, das Seitenverhältnis blieb erhalten. Für Einsteiger gibt es passende Profile für DVD, SVCD, iPod und iPhone, XBox, Playstation 3 und Wii. Erfahrene Nutzer können die Einstellungen für Video-Bitrate, Bildgröße und Frame-Rate verändern. Für noch bessere Qualität bietet MovieJack 2-Pass-Encoding für alle Profile außer PS3 und Wii an. Im Test funktionierte diese Option allerdings nur mit dem Profil „Apple TV“. Bei allen anderen Profilen zog die Aktivierung des 2-Pass-Encoding nur Fehlermeldungen nach sich. Kurios: War 2-Pass-Encoding in einem Profil erst aktiviert, brachte auch der Klick auf „Standard laden“ keine Veränderung, obwohl die Option nicht zum Standard gehörte. Im Test half nur ein Neustart des Programms, um wieder zu den ursprünglichen Einstellungen zu kommen.

Die erstellten Videos lassen sich in Stücke passender Größe aufteilen, so dass sie sich einfach auf Speicherstick oder –karte kopieren lassen. Neu: Clips von Youtube und anderen Videoportalen lassen sich mit MovieJack einfach herunterladen und in das gewünschte Format bringen. Der Internet-Cliprecorder funktionierte im Test einfach und problemlos. Links zu elf Video-Portalen sind bereits enthalten. MovieJack brennt auf Wunsch auch CDS, DVDs und Blu-ray-Scheiben.

Fazit: Das Programm erfreut durch einfache Bedienung, ist aber in wichtigen Bereichen nicht ausgereift. Unverständliche Fehlermeldungen trüben schnell die Freude am Konvertieren von Film-DVDs.Supereasy

Alternative: Video Converter Extended ( www.supereasy.de ) bietet stabile Leistung zu niedrigerem Preis.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 3,5
Bedienung (35%): Note 2,0
Dokumentation (5%): Note 2,5
Installation/De-Installation (5%): Note 1,5
Systemanforderungen (5%): Note 1,5

GESAMTNOTE: 2,6

Anbieter:

S.A.D.

Weblink:

www.my-sad.com

Preis:

30 Euro

Betriebssysteme:

Windows XP, Vista

Plattenplatz:

ca. 70 MB

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