25.02.2008, 08:30

Thomas Hackenberg

Video-Konvertierer

AVS Video to Flash 1.2

AVS Video to Flash wandelt selbst erstellte Filme ins Web-taugliche Flash-Format.
Nach problemloser Installation ohne Neustart öffnet sich AVS Video to Flash in einem kleinen Fenster. Die Menüoberfläche ist schlicht, aber übersichtlich. Die Funktionen der Software erschließen sich um-
gehend. Als Quellmaterial kommen Videodateien in allen gängigen Formaten – etwa AVI, MPEG oder WMV – in Frage. Auch Filme und Titel unver-
schlüsselter Video-DVDs liest Video to Flash direkt ein. Kleiner Wermutstropfen: Die Tonspur kann man sich nicht aussuchen, sämtliche im Test erzeugten Videos waren mit der Original-
sprache versehen.

Das einzige Ausgabe-Format ist FLV. Der Anwender hat die Möglichkeit, sich statt der reinen FLV-Datei gleich eine komplette HTML-Seite inklusive SWF-Player er-
stellen zu lassen. Dies hat den Vorteil, dass sich das Ergebnis anschließend via Browser begutachten lässt. Das direkte Öffnen der HTML-Seite nach dem Um-
wandeln aus Video to Flash heraus funktionierte im Test zwar nicht, doch ist dies zu verschmerzen. Nach einem Doppelklick auf die Index.htm klappte alles problemlos. Bei dieser Methode kann der Anwender das Aussehen des Players durch unter-
schiedliche Skins beeinflussen. Zudem kann er wählen, ob das Video automatisch startet oder nicht. Nett: Auch Endlos-Videos lassen sich per Mausklick erzeugen. Erstellt man nur eine FLV-Datei, hat man die beiden letztgenannten Optionen nicht. In jedem Fall kann aber ein frei wählbares Bild als Wasserzeichen an diversen Stellen ins Video eingefügt werden. Schlecht: Einstellungen für Transparenz bietet Video to Flash hier nicht. Zudem kann man das Quell-Video an den Rändern beschneiden und so das spätere Flash-Video verkleinern.
Bildgröße und Bitrate bestimmen die Größe der FLV-Datei weit mehr. Video to Flash bringt Vorgaben für fünf Qualitätsstufen (schlechte bis beste) bereits mit. Diese Profile können vielseitig an persönliche Vorlieben angepasst werden. So ist die Bildgröße frei wählbar, Bild- und Bitrate lassen sich ändern und Audio-Einstell-
ungen variieren. Einzig bei Video- und Audio-Codec gab es im Test keine Wahlmöglichkeit.
Geänderte Profile können als benutzerdefiniert gespeichert werden. Konvertieren ging im Test sehr flott voran – auch in der höchsten Qualitätsstufe. Die fertigen Filme waren gut bis sehr gut – abhängig vom gewählten Profil. Praktisch: Ist auf dem PC keine passende Player-Software zum Betrachten der fertigen Flash-Videos installiert, bietet das Programm an, den AVS DVD-Player zum Abspielen herunter-
zuladen. Interessant: Im Test mussten wir Video to Flash zunächst beenden, damit der AVS DVD-Player die Flash-Videos abspielen konnte.
Video to Flash kann man nicht einfach kaufen. Man muss sich für eines von zwei Lizenzmodellen entscheiden. Ein 1-Jahres-Abo war zum Testzeitpunkt für knapp 20 Euro, eine zeitlich nicht beschränkte Lebenszeit-Flatrate für gut 40 Euro erhältlich. Damit erwirbt man das Recht, alle Programme der AVS-Website sowie Updates und neue Programme ein Jahr lang beziehungsweise unbeschränkt herunterzuladen und zu installieren. Die Lizenz gilt jeweils für einen PC. Die unregistrierte Version von Video to Flash hinterlässt in den fertigen Videos einen entsprechenden Hinweis.
Fazit: Ein wirklich gutes Programm, das sich allein schon dann lohnt, wenn man noch mit anderen AVS-Tools liebäugelt – der Abo-Preis gilt für das Paket mit allen AVS-Programmen. Für gelegentliche Youtube-Uploader gibt es Freeware-Alternativen.
Alternative: Das englischsprachige Free Video to Flash Converter (www.dvdvideosoft.com) ist für private und kommerzielle Nutzung kostenfrei.
BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 1,5
Bedienung (35%): Note 1,5
Dokumentation (5%): Note 4,0
Installation/De-Installation (5%): Note 1,5
Systemanforderungen (5%): Note 2,0
GESAMTNOTE: 1,7
Anbieter: AVS4you
Weblink: www.avs4you.com
Preis: 20 Euro für 1 Jahr im Paket mit allen AVS-Programmen
Betriebssysteme: Windows XP, Vista
Plattenplatz: ca. 10 MB
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