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AVS Video Converter 5.6

26.12.2007 | 08:30 Uhr |

AVS Video Converter 5.6 unterstützt die gängigen Videoformate und bietet etliche Funktionen zum Bearbeiten von Videos. Automatische Szenen-erkennung und selbsttätiges Löschen von Werbeblöcken fehlen jedoch.

Nach problemloser Installation ohne Neustart öffnet sich AVS Video Converter gleich in einem kleinen übersichtlichen Fenster. Die Menü-
oberfläche ist schlicht. Die Funktionen der Software erschließen sich dem Benutzer nach wenigen Momenten – man kann sofort loslegen.

Mit AVS Video Converter lassen sich viele Videoformate konvertieren. Einlesen kann die Software praktisch alle bekannten und auch etliche weniger gängige Formate wie ASF, MKV und OGM. Beim Schreiben fehlen zwar manche Exoten, doch das ist zu verschmerzen. Gut: DivX- (samt Derivate) und Real-Media-Dateien unterstützt das Programm lesend und schreibend. Für alle Zielformate stehen verschiedene Qualitätseinstellungen bereit, die je nach Bedarf aufgerufen werden können. Der Benutzer kann entscheiden, ob der fertige AVI-Film mit Xvid, DivX oder einem anderen Codec komprimiert sein soll. Die einzelnen Profile lassen sich zudem umfangreich anpassen. Einziger Wermutstropfen: Die Anordnung der Profile ist Amerika-lastig. In Deutschland übliche Einstellungen finden sich meist weiter unten in der Liste.

Mit AVS Video Converter lassen sich Videodateien auch schneiden oder mit Effekten aufpeppen. Hier ist die Bedienung nicht auf Anhieb schlüssig. Eine Hilfe-Datei, separat aus dem Internet herunterzuladen, unterstützt auch nicht sonderlich. Nach einigem Herumprobieren kann man die Videos aber auf die hundertstel Sekunde genau schneiden. Negativ: Eine automatische Szenenerkennung und selbständiges Entfernen von Werbeblöcken gibt es nicht. Es stehen aber einige Effekte zur Verfügung. So können beispielsweise Helligkeit, Kontrast und Farbton angepasst oder das Bild gespiegelt, verdreht oder auf den Kopf gestellt werden.

Praktisch: Auch einzelne Bilder oder die Audio-Spur kann man exportieren. Hat man als Ziel der Konvertierung das Erstellen einer DVD gewählt, kann man aus einigen netten Vorlagen einfache Menüs erstellen. Im Anschluss an das Konvertieren startet das integrierte Brennprogramm. Im Test waren die erstellten DVDs nicht auf jedem Player abspielbar. Für das Umwandeln selbst ist schnelle Hardware oder etwas Geduld gefragt. Hat man beides nicht, kann man AVS Video Converter auch gleich mit mehreren Videos zum Konvertieren über Nacht füttern. Die Qualität der konvertierten Filme war im Test gut.

Die Software kann man nicht einfach kaufen, sondern man muss sich für eines von zwei möglichen Lizenzmodellen entscheiden: ein 1-Jahres-Abo für unter 25 Euro oder eine zeitlich nicht beschränkte Lebenszeit-Flatrate für gut 55 Euro. Damit erwirbt man sich nicht nur das Recht, den Video Converter, sondern auch alle anderen Programm der AVS-Website sowie Updates und neue Programme ein Jahr lang beziehungsweise unbeschränkt herunterzuladen und zu installieren. Die Lizenz gilt jeweils für einen PC. Die unregistrierte Version hinterlässt in den konvertierten Videos ein Wasserzeichen.

Fazit: AVS Video Converter ist ein gutes Tool zum einfachen Umwandeln von Videos in andere Formate. Einfache, aber genaue Schnittfunktionen sowie einige Effekte und ein Brenn-Modul gehören zum Lieferumfang.

Alternative: Die Freeware Super ( www.erightsoft.com ), eine grafische Benutzeroberfläche für Kommandozeilen-Encoder, beherrscht sehr viele Formate.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 2,5
Bedienung (35%): Note 1,5
Dokumentation (5%): Note 4,5
Installation/De-Installation (5%): Note 1,5
Systemanforderungen (5%): Note 3,5

GESAMTNOTE: 2,3

Anbieter:

Online Media Technologies

Weblink:

www.avs4you.com/de/AVS-Video-Converter.aspx

Preis:

als Abo-Lizenz knapp
25 Euro für 1 Jahr;
freien Download
aller Programme der
AVS-Website

Betriebssysteme:

Windows 2000, 2003, XP, Vista

Plattenplatz:

ca. 29 MB

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