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Die beste Grafikkarte bis 200 Euro im Test

06.12.2012 | 11:44 Uhr |

Um aktuelle Spiele zu daddeln, muss es nicht gleiche eine Grafikkarte für 500 Euro sein. Schon für einen Preis von bis zu 200 Euro erhalten Sie mittlerweile gute Gaming-Grafikkarten, die zusätzlich recht sparsam im Stromverbrauch sind. Wir haben für Sie die aktuellsten Karten zusammengestellt und auf Herz und Nieren getestet.

Wer eher auf sein Budget schauen muss, der kann sich nicht so recht mit teuren Grafikkarten anfreunden. Zugegeben, verständlich ist das auf jeden Fall, denn die aktuelle Oberklasse schlägt mit rund 500 Euro zu Buche. Aber für aktuelle Spiele genügen auch günstigere Grafikkarten, wie unser Vergleichstest beweist. Wir haben uns 10 Grafikkarten bis zu einem Preis von je 200 Euro ins Testlabor geholt und miteinander verglichen.

Kreativnutzer profitieren immer

Die beste Multimedia-Leistung im Test.
Vergrößern Die beste Multimedia-Leistung im Test.

Wer beruflich oder auch privat viele multimediale Programme nutzt, um Filme, Videos oder Musik zu verarbeiten, der darf sich glücklich schätzen. Denn mittlerweile setzen fast alle Tools auf die Rechenkraft des Grafikprozessors, der GPU. Denn in der Praxis rechnet der Grafikchip schneller parallele Aufgaben ab, als es ein herkömmlicher Prozessor tut. Nvidia hat hierfür seine Shader-Prozessoren namens Cuda im Angebot, AMD setzt auf App Acceleration. Beide Techniken sind vor allem auf Multimedia-Aufgaben optimiert, da hier besonders oft das parallele Arbeiten gefragt ist.

Mit der aktuellen GPU-Generation beider Hersteller (AMD und Nvidia) ist die Multimedia-Leistung selbst bei Grafikkarten unter 200 Euro kaum zu beanstanden. Die Karten wandeln Filme flott in andere Formate um, Programme wie Photoshop müssen selbst bei großen Projekten nicht lange bei Eingaben überlegen. Vorausgesetzt, Sie haben die Hardware-Beschleunigung der Software aktiviert. Denn ansonsten nutzen sie den in diesem Falle recht lahmen Haupt-Prozessor. Vor allem die XFX Radeon HD 7770 kann sich von der Konkurrenz mit einer guten Multimedia-Performance von der Konkurrenz absetzen, denn unter dieser Karte messen wir beispielsweise die schnellste Bildrate im OpenGL-Benchmark (87 Bilder pro Sekunde).

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Flüssige Bildraten in Spielen für unter 200 Euro

Die beste Spiele-Leistung im Test.
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Shooter-Spieler legen Wert auf ein ruckelfreies Spielerlebnis, weil es oft zwischen virtuellem Leben und Tod entscheidet. Ab einer Bildrate von 30 Bildern pro Sekunde bezeichnen wir es als flüssig, bei vereinzelten aufwändigen Szenen könnte es aber immer noch zu Einbrüchen kommen. Also je höher die Bildrate ist, desto besser für Gamer. Mit Battlefield 3, Dirt 3 und Anno 2070 haben wir drei hochkarätige Spiele verschiedener Genres im Test, die wir in Full-HD und auf maximalen Details testen. Für spezielle und besonders komplexe DirectX-11-Effekte bedienen wir uns des etablierten Benchmarks 3D Mark 11 und lassen die Grafikkarte im "Extreme"-Modus den Parcours durchlaufen. Hier legt die Sapphire HD 7850 OC die beste Leistung an den Tag, weil sie für unter 200 Euro tadellose Ergebnisse an den Tag legt.

Oft dürftiger Lieferumfang

Kommt mit üppigen Lieferumfang.
Vergrößern Kommt mit üppigen Lieferumfang.

Um auf den geringen Verkaufpreis zu kommen, müssen die Board-Partner oft an einer anderen Ecke einsparen, wie zum Beispiel beim Lieferumfang. Mitunter kommt es sogar vor, dass rein gar nichts in der Packung mitkommt. Meist beschränkt sich der Packungsinhalt aber auf einen DVI-auf-VGA-Adapter und einen PCI-Express-Stromadapter. Software oder gar Spiele-Vollversionen sind in dieser Preisklasse aber noch seltener. Um so erfreulicher ist da die Ausstattung der Sapphire HD 7770 OC , die neben einem Displayport-Adapter auch noch ein HDMI-Kabel und den obligatorischen DVI-Adapter mitbringt.

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Sparsame und leise Grafikkarten

Arbeitet sparsam und leise.
Vergrößern Arbeitet sparsam und leise.

Die separaten Grafikbeschleuniger sind neben der CPU die größten Stromfresser in einem PC. Am meisten Energie zieht natürlich die Grafik-Oberklasse - da sind Watt-Zahlen von über 300 Watt keine Seltenheit (Anmerkung der Redaktion: Aus technischen Gründen messen wir immer den Verbrauch der gesamten Testplattform.). Doch für einen Preis von bis zu 200 Euro können wir Sie beruhigen: Die Grafikkarten dieser Preisklasse sind fast durchweg sparsam im Verbrauch und die Lüfter rauschen auch noch kaum hörbar. Wer Wert auf einen besonders leisen PC legt, der sollte sich die passiven Grafikkarten zu Gemüte führen, wie zum Beispiel die HIS Radeon HD 7750 iSilence 5 . Spitzenreiter in dieser Kategorie ist aktuell die Asus HD 7770 DirectCU , die mit maximal 167 Watt nicht nur energieeffizient, sondern auch leise arbeitet (0,4 Sone unter Last).

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Grafikkarten bis zu 200 Euro: Fazit

Für einen Preis bis 200 Euro dürfen Sie nicht nur sparsame, sondern auch leise Grafikkarten erwarten. Und dabei müssen Sie nicht einmal aufs Gaming verzichten, denn selbst unter maximalen Details ist ruckelfreies Spielen schon möglich - auch wenn Sie vielleicht das ein oder andere Detail herunter regeln müssen, um durchgängig flüssig daddeln zu können.

Auf der nächsten Seite haben wir Ihnen die Top 5 der besten Grafikkarten unter 200 Euro zusammengestellt. In der unteren Bildergalerie sehen Sie unsere aktuelle Top-10-Platzierung.

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