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Vergleichstest: Zehn Camcorder ab 500 Euro

01.06.2004 | 11:24 Uhr |

Selbst gedreht: Filmschaffen für Einsteiger und Aufsteiger versprechen die zehn Camcorder ab 500 Euro in unserem Test. Was sie taugen und wo man sie einsetzt - Film ab!

FINDER: WELCHEN CAMCORDER BRAUCHEN SIE?

EINSTEIGER Sie wollen schnell losfilmen, wenig manuell feintunen und den Camcorder nicht als Recorder nutzen
> Camcorder um 500 Euro

AUFSTEIGER Sie legen Wert auf viel Kontrolle während der Aufnahme und planen, am PC bearbeitetes Videomaterial auf dem Camcorder zu speichern
> DV-Cam bis 1000 Euro

Das Band hat noch lange nicht ausgedient - zumindest bei den Camcordern. Wer preiswert und unkompliziert Sommerspaß, Hochzeit oder Party als Video festhalten will, der findet im Mini-DV-System einen idealen Begleiter. Sogar Profis nutzen das ausgereifte Format, wenn auch mit teureren Geräten. Und Sie sollten sich nicht von moderneren Techniken irre machen lassen, etwa Camcordern, die auf DVD oder Speicherkarten aufnehmen. Interessante Ansätze mit spezifischen Vorteilen sind das sicherlich, aber zur Ablösung von Mini-DV wird es noch nicht so schnell kommen, da die neueren Techniken noch Nachteile haben.

Ganz entscheidend für den Kauf eines Camcorders ist oft der Preis: Mehr als etwa 500 Euro wollen viele Käufer nicht ausgeben - warum auch, gibt es doch zu diesem Preis bereits empfehlenswerte Modelle, wie unser Test beweist. Wer sich allerdings mehr Funktionen, mehr Ausstattung und mehr Qualität wünscht, sollte noch ein paar hundert Euro drauflegen. Digital.World hat je fünf aktuelle Modelle aus der Klasse um 500 Euro und bis 1000 Euro getestet.

EINSTEIGERKLASSE

Die Camcorder mit Listenpreis von 490 bis 660 Euro dürften im Laden um oder unter 500 Euro zu finden sein. Alle Testkandidaten beschränken sich auf das Wesentliche: das Filmen. Die Gehäuse wirken aufgeräumt, nur wenige Knöpfe erlauben Einstellungen. Manuelle Eingriffe sind meist nur im Menü möglich, die Hersteller setzen auf Automatik und bieten einige wenige Bildeffekte. Alle fünf Modelle weisen leistungsfähige Zoomobjektive auf. Die Panasonic GS11 erreicht bereits auf optischem Weg den Faktor 24 - das entspricht einer Kleinbildbrennweite von fast 1000 Millimetern. Foto-Ambitionen befriedigen die Kandidaten nicht. Eine Speicherkarte für Standbilder fehlt, Schnappschüsse landen auf dem Band. Das beschränkt die Auflösung auf das Fernsehformat (720 x 576 Pixel).

Geld sparen die Hersteller, indem sie (außer Panasonic) kein Akkuladegerät liefern. Diese Aufgabe übernimmt der Camcorder mit angeschlossenem Netzteil. Das kann sich etwa im Urlaub als Nachteil erweisen, wenn die Energiespender unabhängig vom Camcorder schnell zu Kräften kommen sollen. Apropos Urlaub: Alle Testgeräte bleiben unter 500 Gramm, belasten das Gepäck also nicht über Gebühr. Ein Sonderfall ist die zweite Sony im Einsteigersegment. Die TRV265 bringt knapp 800 Gramm auf die Waage. Schuld ist ihre Technik - sie ist keine Mini-DV-, sondern eine Digital-8-Kamera. Als einziger Hersteller propagiert Sony dieses System für Einsteiger. Die TRV265 kostet 490 Euro, Sonys günstigste Mini-DV-Cam, die HC14, dagegen 600 Euro (im Test: die modernere HC16 für 660 Euro).

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