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Vergleichstest: Universal-Fernbedienungen mit Touchscreen

01.03.2004 | 17:15 Uhr |

Der Stapel an Fernbedienungen wächst - her mit der einen, die alles kontrolliert. Wir haben vier Super-Programmierer getestet, darunter auch das neue Luxusmodell von Philips.

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Fernseher, Recorder, DVD-Player, Hi-Fi-Anlage - jedes Gerät hört auf eine andere Fernbedienung. Diesem babylonischen Befehlswirrwarr machen Universalfernbedienungen ein Ende, die alle Funktionen zentral steuern. Weniger auf dem Tisch bedeutet in diesem Fall mehr Komfort: Ein einheitliches Bedienkonzept für alle Geräte - einfacher geht's nicht.

Ein Reihe von Herstellern bietet programmierbare Fernbedienungen zu Preisen ab etwa 50 Euro an. Selbst solche mit berührungsempfindlichem Bildschirm gibt es schon ab 70 Euro - je nach Zusatzfunktionen zahlt man auch deutlich mehr. Digital.World stellt Ihnen in diesem Test ein aktuelles Gerätespektrum vor.

Gerade noch rechtzeitig vor Redaktionsschluss kam das luxuriöse iPronto-System von Philips ins Haus, das nach langer Vorlaufzeit seit Anfang des Jahres erhältlich ist. Dieses High-End-Modell für rund 2000 Euro erweist sich als das perfekte Zentrum der Macht für Anspruchsvolle: iPronto steuert nicht nur diverse Geräte der Unterhaltungselektronik, sondern regelt das ganze Haus - per Infrarot oder Web-Interface (siehe Kasten "Komfortable Haussteuerung" auf der nächsten Seite).

Geräte, die von anderen lernen

Jede Universalfernbedienung muss die Infrarot- und Funkcodes der Geräte kennen, die sie fernsteuern soll. Einige Hersteller statten die Fernbedienungen schon mit den wichtigsten Befehlen für gängige Markengeräte aus. Das erleichtert den Umgang mit den Universalisten beträchtlich, denn selbstverständlich ist es zeitaufwendig und fehlerträchtig, die Funktionen per Hand zu programmieren.

Etwas leichter ergänzt man fehlende Funktionen mit lernfähigen Fernbedienungen. Statt eine Befehlssequenz Schritt für Schritt einzutippen, instruiert man die Fernbedienung, einfach auf die Signale des Kollegen zu achten, den sie ersetzen soll. Hat die Universalfernbedienung die Codes registriert, ist sie ab sofort in der Lage, das gewünschte Gerät auf dieselbe Weise anzusprechen - sie hat die Funktion gelernt.

Daraus folgt, dass man für den Lernmodus immer die Original-Fernbedienung benötigt. Wenn man also die ab Werk mitgelieferte Original-Fernbedienung verloren hat oder sie nicht mehr funktioniert, dann kann die Universalfernbedienung nichts lernen. Funktionieren sollte das Verfahren aber sogar mit älteren Modellen, solange die Fernbedienung mit Infrarot-Übertragung arbeitet, also nicht mit Funkwellen oder - ja, das gab's mal - Ultraschall.

Im Test beherrschten alle vier Teilnehmer diese Lernübungen mit gängigen Fernsteuerungen einwandfrei. Ein Tipp: Achten Sie darauf, dass den universellen Geräten nie über längere Zeit der Batteriestrom ausgeht. Sonst müssen Sie sich unter Umständen die Mühe des Programmierens erneut machen, weil das Gerät alle Zuordnungen vergessen hat.

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