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Vergleichstest: USB-CD-Receiver und FM-Transmitter

20.06.2006 | 10:23 Uhr |

Mit FM-Transmittern und USB-CD-Receivern können Sie nun auch Ihren MP3-Player währen der Autofahrt nutzen. Lästiges CD-Wechseln ist damit passé. Digital.World hat die Geräte für Sie getestet.

Waren Autoradios mit CD-Laufwerken, die auch MP3-CDs wiedergeben konnten, bis vor kurzem noch der letzte Schrei, kommen nun Geräte auf den Markt, die in Sachen Flexibilität so manche Heimanlage in den Schatten stellen. Die neue Generation der Car-Entertainer bietet eine USB-Schnittstelle, einen Slot für Speicherkarten und nicht zuletzt ein MP3-fähiges CD-Laufwerk. Das ist starker Tobak für Autofahrer, die die letzten 20 Jahre mit der Suche nach einigermaßen rauschfrei empfangbaren UKW-Sendern unterwegs waren. Dass sich diese neue Flexibilität ausgerechnet bei den billigen Geräten durchsetzt, verwundert aber doch. Sind die neuen Features nur Gimmicks?

Mitnichten. Unser Test beweist, dass die integrierte Computertechnik à la USB oder Speicherkarte tadellos funktioniert – und das bei einem Gerätepreis ab 90 Euro. Die großen Markenhersteller wie Grundig, Panasonic, Clarion und Pioneer scheinen den Trend zu verschlafen. Einzig Kenwood hat eine Geräteserie mit USB-Schnittstelle angekündigt, Alpine hat eine vergleichsweise komplizierte Adapterlösung vorgestellt, und Blaupunkt will im Sommer das Memphis 66 mit USB-Port ausliefern.

EINBAU EINES AUTORADIOS: Wer nicht gerade zwei linke Hände hat, kann den Einbau eines Autoradios – auch ohne spezielle Vorkenntnisse – selbst vornehmen. Vorausgesetzt, das Fahrzeug verfügt über eine Radiovorrüstung oder es war schon zuvor ein Radio eingebaut. Sonst kann es doch knifflig werden, die richtigen Strippen zu finden. Außerdem kommt dann noch der Einbau von Antenne und Lautsprechern dazu – plus jede Menge Kabel. Aber in den allermeisten Fällen gibt es natürlich eine Radiovorrüstung und oft sogar schon eingebaute Lautsprecher. ISO-Stecker, die übrigens alle Radios des Testfeldes bieten, erleichtern den Anschluss enorm.

EINFACH, NEU & LEGAl - DER FM-TRANSMITTER: Was aber, wenn das eingebaute Autoradio zwar prima funktioniert, aber weder Ein- noch Ausgänge für jedwedes externe Gerät wie etwa einen MP3-Player bietet? Mit einem FM-Transmitter verbinden Sie jetzt ganz einfach mobile Geräte drahtlos mit dem Autoradio. Zur Begriffsklärung: UKW und FM bezeichnen zwar vollkommen unterschiedliche Sachverhalte, sind aber in diesem Zusammenhang bedeutungsgleich. Der FM-Transmitter sendet das Audiosignal des angeschlossenen Gerätes wie eine kleine Rundfunkstation an das Autoradio. Sie empfangen dann praktisch das eigene Programm im UKW-Band. Eingriffe am Autoradio sind dazu nicht nötig. Diese Geräteklasse ist seit 1. April erlaubt, wenn die maximale Sendeleistung unter 50 Nanowatt liegt.

Am FM-Transmitter kann die gewünschte Sendefrequenz zwischen 88,1 und 107,9 MHz eingestellt werden. Am Autoradio wird dann diese Frequenz ausgewählt, und schon spielt das eigene Programm. Die Reichweite des FM-Transmitters beträgt dabei – außerhalb des Autos – bis zu 10 Meter. Wenn Sie feststellen, dass die Reichweite Ihres UKW-Transmitters größer ist, ist dieser wahrscheinlich nicht mehr erlaubt. Alle Billiganbieter, die für einen weniger regulierten Weltmarkt produzieren, stehen hier natürlich unter Generalverdacht.

CD-RECEIVER ODER FM-TRANSMITTER: Wer gerne seinen iPod – oder einen ähnlich luxuriösen Player – mit sich führt, kommt um einen FM-Transmitter nicht herum. Besonders für USB-MP3-Player sind aber die CD-Receiver ideal geeignet. Und natürlich für die Konsumenten umfangreicher MP3-Sammlungen auf USB-Festplatten.

VOM MENÜ ZUM UNFALL: In vielen Unfallprotokollen steht als Unfallursache „kurz abgelenkt“ – das Telefonieren ist aus gutem Grund untersagt. Bei der Bedienung einiger Autoradios verwundert es jedoch, dass nicht noch viel mehr passiert. Bei so manchem Gerät wird schon das Einlegen einer CD ins Laufwerk zur Tortur. Bereits diese Tätigkeit ist genau genommen unzulässig. Gefordert sind also nicht nur Geräte mit Super-Technik und tollen Funktionen, sondern auch mit einfachem und intuitivem Bedienkonzept.

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