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TFT-Displays für jeden Einsatz

29.06.2009 | 10:02 Uhr |

Große Bildfläche, gute Bildqualität, günstiger Preis: Aktuelle TFT-Displays eignen sich hervorragend für den Einsatz am heimischen Arbeitsplatz und für Multimedia- oder Spiele-PCs.

Die ersten Flachbildschirme, die auch im Massenmarkt Fuß fassten und in den Regalen der großen Elektronikmärkte auftauchten, waren die 22-Zoll-Breitbildmonitore. Der Grund: Sie waren die ersten TFT-Displays, die preislich für den Heimanwender interessant waren. Aktuell gibt es diese Monitore bereits ab 140 Euro. Die zweite TFT-Klasse, die bald folgte, waren die 24-Zöller mit einer höheren Auflösung. Derzeit bekommen Sie 24-Zoll-Modelle bereits ab etwa 200 Euro. Neuerdings kommen auch vermehrt erschwingliche 26-Zoll-Modelle in den Handel. Günstigste Modelle gibt es aktuell ab rund 280 Euro zu kaufen.
Und ein weiterer Trend deutet sich an: Alle Hersteller bringen Displays auf den Markt, die nicht mehr das bei PC-Breitbildmonitoren übliche Seitenverhältnis von 16:10 haben, sondern das von Flachbild-Fernsehern bekannte 16:9-Format mitbringen – etwa der Benq M2400HD.

Bildschirmgröße: Größere Displays fördern produktives Arbeiten

Unterhalb einer Bilddiagonale von 22 Zoll sollten Sie bei TFT-Displays nicht einsteigen – die Auflösung ist zu niedrig. Auf kleineren Monitoren ist das Arbeiten mit mehreren Anwendungen gleichzeitig, etwa Textverarbeitung, Mail und Web-Browser, nicht wirklich produktiv. 22-Zoll-Breitbildschirme bieten eine Auflösung von 1680 x 1050 Pixel – genug für fast alle Anwendungen. Auch mehrere Fenster lassen sich auf dem Display komfortabel verwalten. In unserem Testfeld repräsentieren der Viewsonic VLED221WM, der Acer AL2216WL sowie der Wortmann Terra LCD 6422W PV diese Geräteklasse. Die neuen 16:9-Monitore bieten sogar die volle HD-Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten, womit auch HD-Filme und Videos in voller Auflösung aufs Display kommen.
Vorsicht aber, wenn Sie viel mit Texten und Tabellen arbeiten: Dann könnte Ihnen die Darstellung des Bildinhalts zu klein sein. Besser eignen sich hierfür 24-Zöller mit Full-HD-Auflösung, die einen guten Kompromiss zwischen Displaygröße und ausreichend großer Bilddarstellung ergeben – wie etwa der Testsieger Eizo Flexscan S2431W und der Benq G2400WD. Doch gerade, wenn Sie viel schreiben oder mit großen Tabellen arbeiten, sollten Sie den Kauf eines 26-Zoll-Displays in die engere Wahl ziehen. Die Monitore haben zwar die gleiche Auflösung wie die 24-Zöller, die Darstellung ist aber augenfreundlicher, weil der Bildinhalt insgesamt größer dargestellt wird. Die beiden größeren Formate eignen sich natürlich auch hervorragend für Multimedia-Anwendungen wie Filme, Videos und Spiele.

Bildschirm: Entspiegelte Displays schonen die Augen

Möchten Sie Ihr TFT-Display hauptsächlich am heimischen Arbeitsplatz einsetzen und weniger für Multimedia-Anwendungen und Spiele nutzen, sollten Sie auf jeden Fall einen Monitor mit entspiegeltem Display kaufen – etwa den Iiyama B2403 WS oder den Lenovo L2440X.
Bei spiegelnden Bildschirmen lassen sich Reflexionen von Lichtquellen (besonders wenn sie im Rücken des Anwenders liegen) und hellen Gegenständen nicht vermeiden. Auch der Anwender selbst spiegelt sich deutlich auf dem Monitor wieder. Vor allem bei einem dunklen Bildhintergrund oder dunklen Filmsequenzen sind diese Reflexionen sehr störend. Spiegelnde Displays sollten Sie nur in Betracht ziehen, wenn Sie auf eine sehr brillante Farbwiedergabe Wert legen.

Bildqualität: Helligkeit und Kontrast sollten getrennt regelbar sein

Für ein gutes Bild sind Helligkeit und Kontrast entscheidend. Beide Werte gehören zusammen: je heller das Bild, desto höher der Kontrast – allerdings nur, wenn beim Anstieg der Helligkeit schwarz auch schwarz bleibt. Für ermüdungsfreies Arbeiten sollten die Helligkeit bei rund 200 bis 250 cd/m2 – in hellen Räumen bei 150 cd/m2 – und der Kontrast mindestens bei 600:1, besser bei 800:1 liegen. Achten Sie darauf, dass das Einstellmenü des Monitors eine getrennte Regelung von Helligkeit und Kontrast zulässt. So können Sie die Werte optimal und unabhängig voneinander an Ihre Bedürfnisse anpassen.

Blickwinkel: Achten Sie auf Farbverschiebungen

Beim Blickwinkel geben fast alle Hersteller Werte von 160 bis 170 Grad an. Doch die Werte sind irreführend, denn schon kleine seitliche Kopfbewegungen bewirken, dass sich der Bildeindruck farblich verändert. Die Angabe der Hersteller bezieht sich vielmehr auf die Veränderung des Kontrasts. Lassen Sie sich deshalb Ihr Wunsch-TFT unbedingt beim Händler vorführen, um das Blickwinkelverhalten zu prüfen.

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