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Vergleichstest: Stand-Alone-Navis

14.09.2005 | 17:50 Uhr |

Emsig bringen die Hersteller ein neues Navigationssystem nach dem anderen auf den Markt. Doch macht die Technik wirklich Fortschritte? Wir haben drei brandneue Stand-alone-Navis getestet und mit unseren bisherigen Testkandidaten verglichen.

Magellan Roadmate 300

Note 2,1 (gut)
Preis ca. 700 Euro
Plus Gute Navigationsleistung, übersichtliche Anzeige
Minus Langsame Berechnungszeiten

AUSSTATTUNG : Der kleine Bruder unseres bisherigen Spitzenreiters Magellan Roadmate 700 bekommt nur Kartenmaterial für Deutschland und Österreich in feiner Auflösung mit auf den Weg. Im übrigen Europa müssen Sie mit den Hauptverkehrsstraßen vorlieb nehmen - für die Anreise zum Urlaubsort reicht's, für die Orientierung vor Ort nicht. Das Gehäuse des Roadmate 300 macht einen stabilen Eindruck, die Oberflächen wirken wertig. Die mitgelieferte Autohalterung lässt sich mittels Saugnapf an der Frontscheibe des Autos befestigen. Allerdings wackelt bei Straßenunebenheiten der Schwanenhals der Halterung samt Gerät bedenklich.

BEDIENUNG : Über das große Touchscreen lässt sich das Roadmate 300 sehr einfach bedienen. Vor allem Zieladressen sind blitzschnell eingegeben, da dabei die alphabetische Vorauswahl hilft: Buchstaben, die bei der bisher eingegebenen Kombination in der Orts- oder Straßendatenbank nicht mehr vorkommen, blendet sie aus. Das beschleunigt die Eingabe erheblich. Zusätzlich zum Bestätigungs-Piepton spricht das Gerät die angetippten Buchstaben aus, damit Sie auch ganz sicher sein können, dass Sie die gewünschte Taste getroffen haben. Vorbildlich hat der Hersteller die Bedienungsanleitung gestaltet: Sie ist selbst für Navigationssystem-Einsteiger sehr gut verständlich. Einen eingebauten Akku besitzt das Navigationssystem von Magellan nicht.

NAVIGATION : In der Praxis zeigt das Roadmate 300 gleichmäßig gute Navigationsleistungen: Es führte uns sicher durch den Testparcours, kaum einmal unterlief ein Fehler. Das liegt zum einen an den präzisen, gut verständlichen Sprachhinweisen, zum anderen an der aussagekräftigen Anzeige, die eine Fülle von Informationen darstellt. Trotzdem bleibt der Bildschirm immer übersichtlich, die wichtigsten Infos lassen sich auf einen Blick erfassen. Die Berechnung einer Route dauert allerdings vergleichsweise lang. Zu viel Zeit benötigt das Magellan auch dann, wenn der Fahrer sich - beispielsweise wegen einer temporären Straßensperre - nicht an die errechnete Route hält. Vor allem in der Stadt kommt das System bisweilen mit dem Neuberechnen nicht mehr nach.

FAZIT : Wer mit den etwas langen Berechnungszeiten leben kann, erhält mit dem Magellan Raodmate 300 ein sehr zuverlässiges, leicht zu bedienendes Navigationssystem.

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