1244628

Vergleichstest: Stand-Alone-Navis

02.06.2005 | 13:58 Uhr |

PROFI-WEGFINDUNG: Geräte, die nichts anderes machen als navigieren, müssen das perfekt erledigen und zudem eine intuitive Bedienung haben. Entsprechend kritisch gingen wir an diesen Test.

Navigationssysteme gehören zu den beliebtesten Elektronikgeräten überhaupt. Wir testen in dieser Ausgabe echte Spezialisten: Stand-alone-Geräte, die voll aufs Navigieren eingestellt sind. Anders als Festeinbauten kann man sie ohne Aufwand von einem ins andere Auto mitnehmen. Noch vielseitiger ist das Quest von Garmin, dessen Kartenmaterial Feld- und Wanderwege umfasst und sich damit sogar für Fußgänger eignet. Alle Testgeräte besitzen einen (meist eingebauten) GPS-Empfänger, viele auch einen Akku. Mit Letzterem ist sogar der Einsatz auf Motorrädern möglich.

Komfortabel und gut

Drei der sechs getesteten Geräte machen gegenüber PDA-Lösungen viele Punkte gut, da sie erheblich größere Displays besitzen. Deren Helligkeit und Entspiegelung ist zudem besser auf den Einsatz im Auto angepasst, wo der Benutzer alle Informationen schnell erfassen muss. Von den fast immer größeren Touchscreens profitiert die Bedienung, zumal PDAs mit den vier Standardknöpfen auskommen müssen. In Sachen Führungsqualitäten unterscheiden sich die meisten Stand-alone-Geräte wenig von PDA-Systemen, deren Routenberechnung (abhängig von ihrer Prozessorleistung) oft sogar schneller erfolgt.

Karten öfter updaten

Einige Hersteller legen nur eine Deutschlandkarte bei, andere gleich eine Europakarte. Das sollten Sie bei Preisvergleichen berücksichtigen, denn das Kartenmaterial ist sehr teuer. Das Nachkaufen einzelner Länder ist nur vereinzelt möglich. Nicht vernachlässigen sollten Sie die Aktualität: Spätestens nach drei Jahren ist das Material veraltet.

KOMPAKT WELCHER NAVIGATIONSTYP SIND SIE?

DER BEQUEME braucht ein Stand-alone-System: einfach Autohalterung an der Windschutzscheibe befestigen, einstecken, Ziel eingeben und losfahren - bequemer geht's nicht.

DER FAHRZEUGWECHSLER ist mit einem Stand-alone-Gerät - möglichst mit Akku - optimal bedient. Der Umbau in ein anderes Auto dauert jeweils nur Sekunden.

DER NAVIGATIONSEINSTEIGER sollte ein Stand-alone-Gerät mit Touchscreen wählen. Diese Systeme sind am einfachsten zu bedienen.

DER PROFI muss über ein Festeinbau-Gerät zumindest nachdenken, da diese standardmäßig mit Tacho und Kompass gekoppelt und damit im Stadtverkehr oder in Tunnels der reinen Satellitenortung merklich überlegen sind.

DER OFFROADER hat keine Wahl: Nur das Garmin Quest bietet sowohl Akkubetrieb als auch detailliertes Kartenmaterial abseits befestigter Straßen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1244628