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Vergleichstest: Smartphones mit Kamera

21.04.2005 | 14:59 Uhr |

Die Superhandys sind da: Termine verwalten, E-Mails verschicken, Musik hören, Fotos schießen - alles Kleinigkeiten für aktuelle Smartphones. Nicht zu vergessen: Telefonieren kann man mit den kleinen Alleskönnern natürlich auch noch.

KOMPAKT: SMARTPHONES

KONKURRIERENDE KONZEPTE

Zwei Lösungsansätze buhlen um die Gunst der Käufer: zum einen die klassischen Handy-Hersteller, die ihre neuen Geräte mit größeren Displays und Tastaturen ausrüsten und ihnen aufwendige PIM- und Office-Funktionen spendieren. Auf der anderen Seite stehen die PDA-Hersteller. Sie reagieren auf die plötzliche Konkurrenz aus dem Handy-Lager und machen ihre Produkte fit für den Mobilfunk. Hier tritt bereits das erste Problem für den Kunden auf: Beide Konzepte lassen sich zwar in ihrer Anwendung vergleichen, die Unterschiede in der Hardware-Ausstattung sind jedoch so eklatant, dass ein direkter Vergleich unfair wäre. In unserem Vergleichstest bewerten wir deshalb die Handy-ähnlichen Smartphones und die von uns als PDA-Phones bezeichneten Geräte in getrennten Klassen.

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SMARTPHONE MIT KAMERA Sie wollen mit Ihrem Smartphone hauptsächlich telefonieren. Es reicht Ihnen, wenn Sie Termine, Aufgaben und Adressen mit Ihrem Rechner abgleichen und das Smartphone hin und wieder als MP3-Player nutzen können. Office-Dokumente werden Sie sich auf dem Smartphone nur im Notfall ansehen. Sie akzeptieren, dass die integrierte Kamera nur für Schnappschüsse taugt.

SMARTPHONE OHNE KAMERA Hier gilt das Gleiche wie oben. Sie verzichten allerdings lieber auf eine integrierte Kamera, da Sie häufig in sensiblen Firmenumgebungen zu tun haben. Oder Sie brauchen die Kamera einfach nicht, da Sie es vorziehen, hochwertige Bilder mit Ihrer richtigen Digitalkamera zu machen.

PDA-PHONE Sie schätzen einen großen Bildschirm, die Möglichkeit, rechenintensive Anwendungen auszuführen, und die drahtlose Datenübertragung per Bluetooth und WLAN. Dass Sie mit Ihrem PDA-Phone telefonieren können, ist ein netter Nebeneffekt, falls mal kein Telefon zur Hand sein sollte. Die beste Sprachqualität ist in diesem Fall für Sie allerdings nicht kaufentscheidend.

Ein Handy ist ein PDA ist ein Handy ... jedenfalls, wenn es nach dem Willen der Mobiltelefonhersteller geht. Das Zauberwort heißt Smartphone, jenes schlaue Telefon, in dem die Funktionen von Handy und PDA verschmelzen. Doch kann ein Smartphone Handy und PDA wirklich ersetzen? Digital.World ist dieser Frage nachgegangen und hat zwölf aktuelle Smartphones getestet.

Funktionsvielfalt hat ihren Preis

Die Hersteller lassen sich ihre Dienste großzügig bezahlen. Man kann es drehen und wenden, wie man will: Smartphones sind teuer. Die Preisspanne der von uns getesteten Geräte beginnt beim Vodafone Blackberry 7100v für immerhin 350 Euro ohne Mobilfunkvertrag. Für einen T-Mobile MDA III oder das P910i von Sony Ericsson müssen Käufer knapp 800 Euro investieren. Die zahlreichen Zusatzfunktionen gehen jedoch nicht nur zu Lasten des Geldbeutels, sie wirken sich außerdem empfindlich auf das Gewicht aus. Vor allem Geräte mit integrierter Tastatur wiegen derzeit mindestens 150 Gramm. Dabei ist das Tippen auf solchen Daumentastaturen nicht so komfortabel, wie es die Werbung verspricht. Einige Hersteller bieten deshalb größere Falttastaturen als Zubehör an. Damit lässt es sich zwar flotter tippen, vom viel gepriesenen Notebook-Ersatz kann dennoch längst nicht die Rede sein. Mit der Anschaffung eines Smartphones will man ja weiteres Gepäck vermeiden. Ein weiterer Leidtragender der Funktionsfülle ist der Akku. Der Test zeigte, dass kaum ein Smartphone bei täglichem Gebrauch länger als zwei Tage durchhält.

Problemfall Kamera

Die Hersteller bewerben Smartphones oft als ultimative Business-Tools. Dennoch werden die meisten Geräte mit integrierter Digicam angeboten. In sensiblen Unternehmensbereichen gilt die Kamera jedoch mittlerweile als Sicherheitsrisiko. Das kann zur Folge haben, dass entsprechende Geräte beim Betreten des Firmengeländes abgegeben werden müssen. Die Hersteller reagieren nur zögerlich. Für Anwender, die auf die integrierte Digitalkamera verzichten wollen oder müssen, haben wir drei Modelle in der Klasse Smartphones ohne Kamera getestet.

Kaufentscheidung Betriebssystem

Microsoft drängt in den Smartphone-Markt, und schon wird leidenschaftlich diskutiert, welches Betriebssystem sich am besten für Smartphones eignet. Wir möchten uns selbst nach unserem Vergleichstest kein Urteil erlauben. Ein großer Unterschied war jedoch auffällig: Symbian-Geräte starten schneller als Windows-Smartphones. Ist die PIN erst einmal eingegeben, ist die weitere Benutzerführung allerdings reine Geschmackssache. Wichtig ist, dass das Smartphone mit dem PC abgeglichen werden kann. Das haben im Test alle Modelle problemlos gemeistert.

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