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Vergleichstest: Pocket-PCs

11.05.2005 | 10:28 Uhr |

Die neuen Pocket-PCs geben sich die Ehre: mit leistungsfähigeren Prozessoren, verbesserten Kommunikations- und Multimedia-Möglichkeiten und endlich mit gestochen scharfen VGA-Displays.

KOMPAKT: POCKET-PCs

DAS TESTFELD Unser Test vergleicht zehn aktuelle Pocket-PCs in einer Preisspanne von 250 Euro bis 750 Euro. Darunter befinden sich neben Geräten der neuesten Generation auch vier Modelle, die wir bereits in der Digital.World 5/2004 getestet haben: der Acer N30, der Dell Axim X30, der Fujitsu-Siemens Pocket Loox 410 und der HP Ipaq RZ1710. Durch den technischen Fortschritt, der im Pocket-PC-Markt Einzug gehalten hat, erscheint es uns sinnvoll, die Geräte nach den neuen Maßstäben zu bewerten. Schließlich werden diese Modelle immer noch von den Herstellern angeboten.

WELCHER PDA IST DER RICHTIGE FÜR SIE?

ALLROUND Sie wollen mit Ihrem PDA Bilder und Videos betrachten, Musik im Stereo-Sound genießen und, falls nötig, Speicher und Hardware erweitern können.
> Pocket-PC bis 380 Euro

HIGH-END Sie benötigen Internet-Zugriff, Kommunikation per E-Mail, die Bearbeitung und den Versand von Office-Dokumenten. Der PDA soll sich problemlos in Netzwerke via Bluetooth und WLAN einbinden lassen.
> Pocket-PC ab 450 Euro

Die Pocket-PC-Hersteller haben sich diesmal wirklich mächtig ins Zeug gelegt: Bei den neuen Top-Modellen erinnert weitgehend nur noch die Form an die letzte Gerätegeneration. Im Inneren arbeiten Prozessoren mit Taktfrequenzen bis zu 624 MHz, der verfügbare Speicher wächst, und die Integration von WLAN und Bluetooth entwickelt sich zur Standardausstattung. Zudem eröffnen im High-End-Bereich zwei Kartensteckplätze dem Anwender alle Erweiterungsmöglichkeiten. Am meisten werden sich die Nutzer jedoch über die neuen VGA-Bildschirme freuen. Diese Displays sind für die Darstellung von Fotos und Videos wichtig und verfügen über eine Top-Auflösung.

Vierfache Pixelanzahl

Die VGA-Auflösung der neuen Geräte mit 480 x 640 Pixeln ist eine deutliche Verbesserung zur bisherigen Standardauflösung von 240 x 320 Bildpunkten. Durch die vierfache Pixelanzahl werden Zeichen und Icons wesentlich feiner dargestellt. Kleine Details sind messerscharf zu erkennen, und grafische Feinheiten wie Kanten und Übergänge sind deutlich weicher. Neben der hohen Bildschirmauflösung bringt das aktuelle Betriebssystem Windows Mobile 2003 Second Edition einen weiteren Vorteil: Pocket-PCs zeigen jetzt den Bildschirminhalt auch im Querformat und stellen somit Excel-Tabellen oder Internet-Seiten übersichtlicher dar.

Codename Bulverde

Für die neuen grafischen Möglichkeiten genügt die Leistung der bisherigen 400-MHz-Prozessoren nicht mehr. Die neuen VGA-Modelle verwenden deshalb ausschließlich Prozessoren der PXA27x-Familie, die Intel unter dem Codenamen Bulverde speziell für Handhelds konzipiert hat. Die neuen CPUs sind mit maximal 624 MHz getaktet und verfügen über Intels Wireless-Speedstep-Technik, die bei geringem Rechenbedarf die Taktfrequenz auf bis zu 104 MHz senkt und somit den Energieverbrauch drosselt. Zudem spendierte Intel den Chips die Technologie Wireless MMX, die spezielle Befehle für 3D-Spiele und Videowiedergabe enthält. Noch mehr Grafik-Power verspricht der auf die PXA27x-CPUs abgestimmte 3DGrafikbeschleuniger 2700G von Intel. Foto-Fans dürfen sich ebenfalls über die neue Prozessorfamilie freuen. Eine Digitalkamera-Schnittstelle erleichtert die Integration von Bildsensoren. Dadurch sollen sich Kameras mit bis zu vier Megapixeln in die PDAs einbauen lassen.

Die Compact-Flash-Renaissance

Während im Vergleichstest der Digital.World 5/2004 nur zwei von zehn Geräten mit Compact-Flash- und SD-Kartenschacht ausgestattet waren, bietet im aktuellen Testfeld bereits die Hälfte aller Modelle beide Steckplätze. Im Hinblick auf die umfangreichen Einsatzmöglichkeiten durch die vielfältigen Hardware-Erweiterungen im CF- und SD-Format ist es nur logisch, dass die Hersteller den eingebauten nutzbaren Speicher der Pocket-PCs auf bis zu 154 MB erhöht haben. Bluetoothoder WLAN-Karten sind für sechs der getesteten Pocket-PCs Schnee von gestern. Diese Modelle haben beide Funktechniken inklusive Assistenten-Programme bereits integriert.

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