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Vergleichstest: Mobile A6-Fotodrucker

20.04.2005 | 16:40 Uhr |

MOBILE FOTODRUCKER sind kaum größer als eine Schuhschachtel. Digital.World lässt den Epson Picturemate gegen den HP Photosmart 375 zum Kampf der Tintenminis im Ring antreten.

Mit dem Picturemate hat Epson seinen ersten portablen Minidrucker auf den Markt gebracht. Dieser tritt in direkte Konkurrenz zu den Tintenminis von HP, etwa dem aktuellen Spitzenmodell Photosmart 375. Für 200 bis 250 Euro bekommt der Anwender einen kleinen Kasten, der lediglich das Postkartenformat (10 x 15 Zentimeter) bedruckt. Dies funktioniert bei beiden Druckern ohne PC, dafür sowohl von Speicherkarten als auch direkt von Digitalkameras über ein USB-Kabel. Natürlich hat man bei beiden die Möglichkeit, sie an den PC anzuschließen, vom PC zu drucken oder die Bilder auf den Speicherkarten zum PC zu transferieren.

Dafür bieten Epson wie HP eigene Programme, die die Bildübertragung übernehmen. Die Software erstellt automatisch Fotoalben aus den importierten Bildern und ist beim Druckvorgang behilflich. Darüber hinaus stellt sie verschiedene Formate und Druckprojekte wie Fotokalender bereit. Der Epson Picturemate mit deutlich größeren Abmessungen kostet 200 Euro. Er ist unter anderem mit einem praktischen Tragebügel ausgestattet, der die Mobilität des Gerätes unterstreicht. Kleiner, aber ohne Henkel, präsentiert sich der Photosmart 375 von HP. Er ist deutlich filigraner gestaltet und mit 250 Euro etwas teurer als der Epson.

AUSSTATTUNG UND BEDIENUNG

EPSON : Herausragendes Ausstattungsmerkmal des Picturemate ist der Tragegriff. Weniger prominent ist das Tintensystem, das aus einem Permanent-Druckkopf und einer Kombipatrone mit sechs Druckfarben besteht. Neben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz arbeitet der Drucker mit roter und blauer Tinte. Dadurch sollen die darstellbaren Farben im Vergleich zum Vierfarbdruck erweitert werden. Helle Fototinten, wie bei den meisten Fotodruckern üblich, hat der Picturemate nicht.

Der Papiereinzug ist an der Druckerrückseite angebracht. Die Papierablage befindet sich an der Vorderseite. Sowohl Einzug als auch Ablage können aufgeklappt werden. Rechts neben der Papierablage befindet sich eine weitere Klappe für die verschiedenen Speicherkarten. Alle Tasten und Knöpfe sind auf der Gehäuseoberseite um das zentrale Monochromdisplay angeordnet. Dieses erlaubt keine Vorschau auf die Bilder. Es zeigt jedoch alle verfügbaren Optionen an und ermöglicht es, die entsprechenden Druckereinstellungen vorzunehmen. Die Ausstattung des Druckers wird durch eine USB-Schnittstelle zum Anschluss an den PC sowie eine zum Anschluss von Digitalkameras oder USB-Laufwerken abgerundet.

HP : Der Photosmart 375 kommt ohne Tragegriff aus. Das Gerät ist so kompakt gestaltet, dass man es auch ohne Henkel transportieren kann. Im Aufbau ähneln sich die beiden Konkurrenten deutlich: Eine Papierzuführung an der Gehäuserückseite und eine Papierablage an der Vorderseite, dazu die Steckplätze für die Speicherkarten auf der Vorderseite. Betätigt man den Hauptschalter, aktiviert man das Gerät nicht nur, es öffnen sich auch beide Klappen am Drucker. Das ist sehr gelungen. Die Frontklappe funktioniert wie ein Hauptschalter: Schließt man sie, schaltet sich der Drucker automatisch ab.

Anders als der Epson ist der Photosmart 375 mit einem Farbdisplay ausgestattet, das nicht nur zur Steuerung und Konfiguration des Gerätes dient. Es erleichtert darüber hinaus die Bildauswahl. Wie für HP üblich, arbeitet der Mini mit einer Kombipatrone, die aus Tintentank und Druckkopf besteht. Die normale Patrone ist mit den Druckfarben Cyan, Magenta und Gelb versehen. Schwarz mischt der Drucker aus diesen drei Farben zusammen. Optional kann man für den Schwarzweiß-Druck eine Patrone mit drei Grautönen einsetzen. Sie soll besonders neutrale Monochromdrucke liefern. Nicht zuletzt bietet das Gehäuse des Photosmart 375 Platz für einen optionalen Akku. Damit ist der Fotodrucker unabhängig vom Stromnetz einsetzbar.

DRUCKQUALITÄT UND GESCHWINDIGKEIT

EPSON : Die Ausgabe einer Indexseite dauert beim Picturemate gut zwei Minuten. Mit diesem Wert liegt er deutlich über den Leistungen des HP-Konkurrenten. Beim Druck einzelner Bilder ist der Epson ebenfalls langsamer. Er benötigt etwa 140 Sekunden für ein Foto - ob direkt von einer Speicherkarte oder vom PC. Im Gegenzug ist seine Druckqualität besser als die des handlicheren HP. Die hellen Fototinten für die optimale Darstellung von hellen Bildpartien fehlen. Dennoch werden die Fotos etwas feiner aufgelöst wiedergegeben als beim Konkurrenten.

HP : Bei der Geschwindigkeit punktet der HP deutlich. Mit 53 Sekunden für einen Indexdruck von 20 Bildern sowie rund 100 Sekunden für ein Foto hängt er den Epson ab. Bei der Druckqualität muss man jedoch Abstriche machen. Wie dem Epson fehlen dem HP Photosmart 375 die hellen Fototinten, die bei den meisten Fotodruckern für eine gute Wiedergabe heller Bildpartien sorgen. Zudem ist die sichtbare Auflösung der Bilddetails nicht so gut wie beim Epson. Hautpartien wirken beispielsweise grobkörnig.

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