Nettops brauchen wenig Strom und kosten nicht die Welt. Bereits ab 230 Euro sind die kompakten Rechner zu haben. Wir stellen Ihnen die besten Nettops im Test ausführlich vor.
Intels CPU-Familie Atom entwickelte sich in den preisgünstigen
Netbooks zu einem Bestseller für den Halbleiter-Giganten. Nun setzt der stromsparende Prozessor seine Erfolgsgeschichte in Desktop-PCs fort - den so genannten
Nettops.
Nettops zeichnen sich durch einen ausgesprochen niedrigen Stromverbrauch aus: Unter Last benötigten die Nettops im Test
zwischen 23 und 58 Watt. Im Vergleich dazu genehmigt sich ein durchschnittlicher Multimedia-PC 100 bis 150 Watt unter Volllast, bei kompromisslosen Spiele-PCs wie dem
Hardware4u Gamers Dream Revision 3.2 GX4 kann der Verbrauch sogar auf über
860 Watt hochschnellen. Die Nettops setzen hier also - zusammen mit Netbooks - neue Maßstäbe für energiesparende PCs.
Nettops laufen schön leise: Während die Mehrzahl der Nettops nahezu unhörbar vor sich hin säuseln, tanzen ab und an Krawallbrüder wie der
Atelco 4media! Nvidia ION + Atom Mini-ITX aus der Reihe und machen Krach wie die Großen. Schuld daran ist häufig das nicht vom Gehäuse entkoppelte optische Laufwerk, aber auch handwerkliche Fehler wie billige Lüfter, und ungedämmt aufgehängte Festplatten erhöhen den Geräuschpegel unnötigerweise.
Was Sie mit einem Nettop alles machen können: Mit einem Nettop erledigen Sie problemlos alle Aufgaben im Büro wie Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und E-Mail. Im Internet können Sie mühelos Flash-Videos abspielen und über Video-Telefonie kommunizieren. Auch die Bildbearbeitung gelingt mit einem Nettop - sofern Sie keine riesigen Bilddateien mit unzähligen Spezialeffekten überfrachten. Musik und Videos geben die Nettops auch flüssig wieder - je nach Chipsatz-Grafik können sie sogar hoch aufgelöste Filme abspielen. Und Gelegenheitsspieler kommen bei
Nettops mit Nvidias Ion-Chipsatz auch auf ihre Kosten, sofern sie sich mit durchschnittlicher Bildqualität zufrieden geben.
Was den Nettop überfordert: Zwar können Sie mit Nettops grundsätzlich Video- und Audio-Dateien in andere Formate und Kompressionsstufen überführen. Machen Sie sich aber dann auf elend lange Wartezeiten gefasst. Auch beim Videoschnitt gerät ein Nettop schnell an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit. Und für ernsthafte PC-Spieler sind Nettops aufgrund der schwachbrüstigen CPU-Grafik-Kombination natürlich auch viel zu langsam.
Fazit: Büro- und Multimedia-PCs zum Schnäppchenpreis mit unschlagbar niedrigem Stromverbrauch - auf der Basis dieses Konzepts haben die Nettops gute Chancen, den Desktop-Markt genauso umzukrempeln wie dies ihre Netbook-Geschwister im Notebook-Bereich getan haben. Beim geräuscharmen Betrieb müssen einige Hersteller noch ihre Hausaufgaben machen, die Mehrzahl der Nettops arbeitet aber schön leise. In punkto Ausstattung gibt es mittlerweile erfreuliche Vielfalt, lediglich bei der Rechenleistung können Nettops nicht mit Standard-PCs mithalten.
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