1241706

Vergleichstest: MP3-USB-Sticks

09.12.2003 | 16:44 Uhr |

Mehr als nur Daten: USB-Sticks mit integriertem MP3-Player machen herkömmlichen Mobil-Playern Konkurrenz. Ob die neue Kompaktklasse auch gut klingt, verrät der Test.

Der kleine USB-Stick hat eine große Fangemeinde: einfach in den PC einstecken, Daten auf den Stick kopieren, fertig. Schon ist der Winzling transportbereit, egal ob für Fotos, Mails, den Tagesjob oder persönliche Daten. PC-Benutzer schätzen den Bedienungskomfort und die kompakten Abmessungen des günstigen Speicherstäbchens, jetzt entdecken auch Musikfreunde den Stick. Eine Vielzahl neuer Geräte wartet mit integriertem MP3-Player auf und verspricht rund zwei Stunden Hi-Fi-Klang.

Die Basis dafür bildet der so genannte Flash-Speicher, ein nicht flüchtiger Chipspeicher mit geringem Platzbedarf und hoher Lebensdauer. Ideal geeignet für portable MP3-Player und damit auch für die praktischen MP3-USB-Sticks. Zwar kostet eine Stunde MP3-Musik etwa 40 Euro, das ist ein Vielfaches der Kosten für die Speicherung auf CD. Doch wirkt die Disc gegen den Chipspeicher antiquiert, denn sie ist deutlich größer und besitzt einen mechanischen Antrieb. Daher ist der Technik-Freak durchaus bereit, für Flash-Speicher tiefer in die Tasche zu greifen.

Der Schritt hin zum MP3-Player im USB-Stick-Format ist absolut logisch und gar nicht mal groß. Denn auch auf bisherigen MP3-Flash-Spielern lassen sich ja sonstige Daten unterbringen. So bestand die Arbeit der Entwickler im Wesentlichen darin, die USB-Minibuchse gegen einen Normalstecker auszutauschen und das Design anzupassen.

Schöner Schein statt Vielfalt

Etwa zwei Dutzend MP3-Player mit USB-Speicher-Stick finden sich derzeit in den Läden - doch die vermeintlich große Auswahl täuscht: Im Testlabor von Digital World entpuppen sich 16 Geräte als Ableger zweier Basismodelle. Die verwandten Geräte stammen immer von einem Hersteller, unterscheiden sich selten in Ausstattung und Klangqualität, wohl aber in Bezeichnung, Design und Preis - eine für den Käufer schwer zu durchschauende Schein-Vielfalt.

Für den Test stellt Digital World eine Auswahl von sieben Geräten zusammen, die praktisch den kompletten Markt abdeckt. Als Vertreter der großen Gruppe weitgehend baugleicher Geräte nehmen die Modelle von Easy Music und Trekstor am Test teil.

Ihr wichtigster Unterschied liegt in der Stromversorgung: So arbeitet der Easy Music mit AAA-Batterie, der Trekstor hingegen mit einer pfiffigen Lösung, die den integrierten Akku bequem über den USB-Anschluss lädt. Als dritter Testkandidat aus diesem Bereich tritt ein Abkömmling des Easy-Music-Sticks an: Der Fuze 2 von Iplant enthält als Besonderheit ein UKW-Radio.

Im Gegensatz zu diesen drei Modellen haben vier weitere Geräte im Test kein Display: der Benq Joybee, der Creative Muvo 128, die Egoman Music Disc 128 MB und der Pendrive USB Drive MP3-Player. Ihr Nachteil: Sie zeigen keine ID3-Tags, also Informationen über Titel, Interpreten, Disc und Genre. Player mit Display verbessern den Überblick über die gespeicherten Musikkonserven, denn bei einer Spieldauer von zwei Stunden passen immerhin 40 Titel à drei Minuten Länge in den Stick.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1241706