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Vergleichstest: Günstige Digicams bis 150 Euro

13.08.2008 | 13:58 Uhr |

Digital fotografieren ist nach wie vor der Renner. So wundert es nicht, dass jeden Monat neue Kameras auf den Markt kommen. Unsere Kollegen der PC-WELT haben Kompaktkameras in der Preisklasse bis 150 Euro miteinander verglichen.

Lösen Sie sich bei kompakten Digicams von Werbeaussagen, dass Modelle mit höherer Auflösung grundsätzlich bessere Bilder machen als Geräte, deren Chips Motive mit weniger Megapixeln einfangen. Bereits 7 bis 8 Megapixel genügen völlig, um digitale Fotos auch in größeren Formaten zu drucken. Packen die Hersteller mehr als 10 Megapixel auf die kleinen CCD-Sensoren, verschlechtern sich sogar die Ergebnisse. Denn die einzelnen lichtempfindlichen Elemente liegen zu dicht beisammen. Legen Sie deshalb den Fokus auf die persönlichen Vorlieben, wie z.B. die Brennweite, und die Preisvorstellung. Bei einem Limit von 150 Euro bleibt der Markt übersichtlich. Unsere Kollegen der PC-WELT haben die 5 besten Digicams für diesen Sommer herausgesucht.

Optisches vs. digitales Zoom
Unterscheiden Sie bei der Wahl des Zooms stets zwischen optischem und digitalem Zoom. Denn im Gegensatz zum optischen Zoom, bei dem ein Linsensystem das Motiv vergrößert, rechnet die Kamera beim Digital-Zoom den Bildausschnitt auf die jeweilige Größe hoch. Jene Interpolation geht jedoch auf Kosten der Bildqualität, da es sich um keine „echten“ Bildinformationen handelt.
Darüber hinaus können Sie beim Digitalzoom nie die volle Kameraauflösung nutzen. Denn als Berechnungsgrundlage für die Vergrößerung dient die ausgewählte Auflösung der Kamera. Arbeitet diese z.B. mit 1.600 x 1.200 Bildpunkten, beträgt die Auflösung bei einem digitalen 2fach-Zoom 800 x 600 Pixel. Das können Sie mit unserer Formel auch selber berechnen: Die eingestellte Auflösung geteilt durch den Faktor des Digitalzooms ergibt die Ausgabeauflösung. Je höher also der Digitalzoom ist, desto weniger Pixel werden für das Bild verwendet.

Manuelle Einstellungen
Obgleich die Ausstattung einer 150-Euro-Kamera nicht mit der Funktionsfülle eines teureren Modells mithalten kann, warten inzwischen einige günstige Geräte schon mit Halbautomatiken und anderen manuellen Einstellmöglichkeiten auf. Zum Repertoire Ihrer Kamera sollten ein Vorblitz und ein unterdrückter Blitz gehören. Mehr Funktionen sind zwar praktisch, aber unnötig. Entscheidend ist dagegen der Weißabgleich. Hier sollte das gewünschte Modell wenigstens die Auswahl Kunstlicht/ Neonröhre, Glühlampe, Tageslicht und Bewölkt zulassen. Optionen wie Sonnenuntergang oder gar ein manueller Weißabgleich sind in dieser Preisklasse rar. Achten Sie darauf, ob die Digicam Motivprogramme anbietet. Außer dem Makro-Modus zählen die Settings Porträt, Landschaft, Sport/ Action und Nachtaufnahme zu den wichtigen. Praktisch ist zudem, wenn Sie die Empfindlichkeit Ihres Wunschgeräts manuell justieren können. ISO-Werte 100, 200 und 400 reichen aus. Vorsicht: Gerade Kameras aus den unteren Preisklassen neigen bei hohen Werten zu starkem Bildrauschen.

Einen Eindruck, wie stark die Auflösung von der Bildqualität abhängt, können Sie aus der unten angeführten Liste entnehmen. Sie umfasst 5 Digicams unter 150 Euro mit der besten Bildqualität. Dagegen finden Sie auf der Folgeseite dieses Artikels die 5 Kameras mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Hersteller Modell | Auflösung | Bildqualität (max. 100 Punkte) | Bildrauschen (kleiner = besser)
Kodak C653 | 6,1 Megapixel | 76 Punkte | 3,86
Kodak V803 | 8,0 Megapixel | 71 Punkte | 4,00
Canon Powershot A470 | 7,1 Megapixel | 69 Punkte | 3,99
Nikon Coolpix L12 | 7,1 Megapixel | 69 Punkte | 2,49
Casio Exilim Hi-Zoom EX-V7 | 7,1 Megapixel | 68 Punkte | 2,58

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