23.05.2005, 19:34

Markus Wagenseil, Karl-Gerhard Haas

Vergleichstest: Großbild-TVs

Wohl jeder will ein großes Fernsehbild haben. Doch die auf Messen gern präsentierten Riesengeräte passen in kein Wohnzimmer und deren fünfstellige Europreise auch in kein Familienbudget. Wir haben 13 hochwertige Großbild-TVs namhafter Hersteller getestet, die sich trotzdem im bezahlbaren Bereich befinden: Je nach Technik (Röhre, LCD oder Plasma) sind Sie schon ab 800, 2000 oder 2300 Euro dabei.
Sie sehen einfach schick aus: Fernsehgeräte mit einem LC- oder Plasmabildschirm. Im Gegensatz zu den altbekannten Röhrengeräten, die mehr als einen halben Meter tief sind, machen die Flachmänner im Wohnzimmer eine gute Figur, ob auf einem Standfuß oder an der Wand. Doch für den LCD-Fernseher eines Markenherstellers mit der Standard-Bildschirmdiagonale von 80 Zentimetern (32 Zoll) müssen Sie je nach Ausstattung zwischen 1500 und 3000 Euro veranschlagen. Ein vergleichbares Röhrengerät (natürlich mit flacher Bildröhre) kostet etwa 900 Euro. Die preisgünstigsten Plasmamodelle von Firmen wie Philips oder Panasonic mit einem Display von 107 Zentimetern (42 Zoll) kosten ab etwa 2000 Euro, Spitzenmodelle kosten fünfstellige Beträge.
Und dann gibt es da noch ein von den Herstellern gut gehütetes Geheimnis: In Sachen Bildqualität ist ein guter Röhrenfernseher den real existierenden LCDs und Plasma-TVs überlegen. Denn deren bessere Auflösung wirkt sich erst bei HD-Signalen aus. Momentan gibt es HDTV aber erst im Probebetrieb, und den PC als Abspielgerät für HD-Videos einzusetzen ist noch ein Minderheitenvergnügen. Im Folgenden stellen wir Ihnen zunächst die drei Techniken kompakt vor, bevor wir zu den Tests kommen.

Plasma: Gasexplosionen

Ein Plasmadisplay besteht aus Tausenden gasgefüllter Zellen. Wird Spannung angelegt, verwandelt sich das Gas in Plasma und bringt eine Phosphorschicht in der jeweiligen Grundfarbe zum Leuchten, woraus ein farbiges Bild entsteht. Jede Zelle lässt sich aber immer nur entweder ein- oder ausschalten. Um Grautöne darzustellen, wird jede Plasmazelle bis zu 256-mal pro Bildaufbau gezündet: je häufiger, desto heller. Aufgrund dieses Tricks flimmern aber Standbilder merklich. Zweiter Nachteil ist der Rechenaufwand, vor allem bei Displays mit hoher Auflösung (1024 x 1024), was zu Fehlern bei schnellen Bewegungen führt. Drittens ist der Stromverbrauch eines Plasmageräts hoch, er liegt bei etwa 250 bis 500 Watt (LCD: 50 bis 80 Watt; Röhre 110 bis 130 Watt). Der Plasmaschirm schafft dafür einen großen Betrachtungswinkel und gute Kontraste. Weil bei ihm alle Bildpunkte gleichzeitig aufleuchten, erscheint das Bild scharf und verzerrungsfrei. Ein weiteres Plus ist die Größe: Ein Standarddisplay hat eine Diagonale von 42 Zoll. Wir beschränken uns in diesem Test bewusst auf bezahlbare Geräte.

LCD: Flüssige Lichtventile

Standard-LCDs (Liquid Crystal Display, Flüssigkristall-Bildschirm) haben eine sichtbare Diagonale von 32 Zoll (81 cm). Die einzelnen Pixel leuchten nicht, sondern wirken als Ventil: Wird Spannung angelegt, sperrt ein Transistor das hinter dem Display erzeugte Licht, andernfalls lässt er es passieren. Rot, Grün und Blau erzeugt ein LCD, indem es das Licht durch einen Farbfilter schickt. Bei dieser Gerätegattung sorgen die noch immer recht langen Reaktionszeiten für Nachzieheffekte, etwa bei einer Autoverfolgung oder sonstigen Actionszenen. Außerdem können die Flüssigkristalle das Licht nicht so stark filtern, dass es überhaupt nicht durchkommt. Die Folge: Schwarz erscheint auf dem Panel bestenfalls als Schwarzgrau. LCD-Fernseher haben deshalb generell schlechtere Kontrastwerte als Plasmageräte.

Röhre: Natürliche Farben, echtes Schwarz

Der moderne Fernseher mit Kathodenstrahlröhre schießt wie schon seit vielen Jahrzehnten Elektronen zeilenweise von hinten auf den Bildschirm, um ihn zum Leuchten zu bringen. Einzelne Pixel in den drei Grundfarben ergeben dann das komplette Bild. Bei den mittlerweile begehrten Flachröhren müssen die Elektronen zu den Ecken einen weiteren Weg als zur Bildschirmmitte zurücklegen. Das sorgt trotz allerlei technischer Tricks für leichte Geometriefehler. Die Vorteile überwiegen jedoch: Dank Analogtechnik ist der Farbraum bei Bildröhren unbegrenzt, was natürliche Farben erlaubt. Außerdem treten praktisch keine Nachzieheffekte auf. Und schließlich: Schwarz ist wirklich Schwarz. Bei 92 Zentimetern (36 Zoll) Bilddiagonale ist aber spätestens Schluss - diese Geräte wiegen bereits um die 90 Kilogramm. Wir beschränken uns bewusst auf die 32-Zoll-Klasse, die somit in Sachen Bildgröße auch mit den getesteten LCDs vergleichbar sind. Auf den nächsten Seiten haben wir 13 Großbildschirme aller drei Techniken getestet.
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