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Grafikkarten zwischen 170 und 220 Euro

20.01.2009 | 09:15 Uhr |

Aktuellen Grafikkarten aus der 200-Euro-Klasse können zwar alle aktuellen 3D-Titel ruckelfrei beschleunigen, nicht aber in jeder Auflösung und Bildqualität. Alles Wissenswerte über die erhältlichen Modelle erfahren Sie hier.

Nvidia bringt ständig neue High-End-Grafikchips auf den Markt. AMD versucht mit Zweichip-Grafikkarten die Tempokrone zu erreichen. Derweil tummeln sich im 200-Euro-Segment mittlerweile Grafikkarten, die samt und sonders noch vor einem Jahr zur High-End-Liga gehörten. Was diese Grafikkarten können und wo ihre Grenzen liegen, erfahren Sie hier.

Das können 200 Euro-Grafikkarten
DirectX-9-Spiele: Egal welcher Monitor, egal welches Spiel – Sie erhalten immer ruckelfreien Spielfluss. Selbst die für High-End-Displays gedachte Auflösung von 2560 x 1600 Pixel lief im Testcenter bei den hier vorgestellten Modellen in den getesteten 3D-Spielen völlig ruckelfrei.
DirectX-10-Spiele: Die neuen 3D-Kracher wie Far Cry 2 und Crysis verlangen selbst aktuellster 3D-Hardware das letzte Quäntchen Leistung ab. Bei 1280 x 1024 Pixel können Sie jedoch davon ausgehen, dass alles ruckelfrei läuft, egal welche Bildeinstellungen Sie wählen.
HD-Video: Hochaufgelöstes HD-Videomaterial beispielsweise von Blu-Ray-Medien können Sie in Verbindung mit jedem Modell der aktuellen Mittelklasse problemlos abspielen – Ihr PC muss nur noch zumindest die Rechenleistung einer Dualcore-CPU beitragen
Schnittstellen: Sie erhalten mit einer aktuellen 3D-Karte in der Regel zwei Dual-DVI-Schnittstellen zum Anschluss digitaler Displays sowie einen Videoausgang zum Anschluss

Das geht mit 200 Euro-Grafikkarten nicht
Flüsterleiser PC: Leistungsfähige Grafikkarten kommen immer mit einem Lüfter, der je nach Hersteller und Modell unterschiedlich laut ist. Manche Mittelklassgrafikkarte drehen richtig laut auf, was den Aufbau eines flüsterleisen PCs sehr erschwert. Wie es bei dem jeweiligen Modell aussieht, erfahren Sie in unseren Einzeltests .
Auflösungen jenseits 1280 x 1024 Pixel: Höchste Bildqualität und Auflösungen von mehr als 1600 x 1200 Pixeln können bei aktuellen 3D-Titeln unter Umständen ruckeln. Wie es bei dem sehr anspruchsvollen DirectX-10-Titel Crysis aussah, sehen Sie in der Tabelle auf der nächsten Seite. Eventuell müssen Sie die Bildqualitätseinstellungen im 3D-Titel für Ihren neuen 22-Zoll-Bildschirm etwas herunterregeln, um einen ruckelfreien Spielfluss zu erreichen. Eventuell benötigen Sie aber auch einfach eine Grafikkarte aus dem High-End-Bereich (siehe Testfazit auf der letzten Seite).

Achtung: hohe Systemvoraussetzungen
Bauen Sie eine schnelle Karte in einen von CPU, Speicher und Festplatte her gesehen langsamen PC ein, wird diese nur ausgebremst und kann ihre Kraft nicht voll entfalten. Die PC-Infrastruktur sollten zur Leistung der Grafikkarte passen. 1 GB schneller Arbeitsspeicher, eine flotte Festplatte mit 7200 UPM und eine Dualcore-CPU mit mehr als 2 GHz sollten es zumindest sein. Folgende Kriterien sollten Sie ebenfalls beachten:
Leistung des Netzteils: Die aktuellen Mittelklassegrafikkarten sind sehr leistungsfähig. Oft verbraten sie aber auch eine Menge Leistung. Daher muss auch das PC-Netzteil entsprechend stark sein. Selbst für die Einstiegsmodelle der Mittelklasse, die mit den Grafikchips Geforce 9600 GT oder Radeon HD 4850 arbeiten, sollte Ihr PC ein Netzteil besitzen, das 350 bis 400 Watt liefert. Um die stärkeren Modelle mit Geforce-9800-GTX- oder Radeon-HD-4870-Chip anzufeuern sollte Ihr PC mit einem 450-Watt-Netzteil ausgestattet sein.
Hitzeentwicklung im PC-Gehäuse: Die vom Netzteil aufgenommene Leistung setzen Grafikchips größtenteils in Wärme um und geben diese über Kühlkörper wieder ab. Bei Leistungsaufnahmen von über 150 Watt ist klar, dass der PC über eine gute Belüftung verfügen muss, um nicht zum Backofen zu werden. Wir empfehlen deswegen einen leisen Gehäuselüfter einzubauen. In den meisten Gehäusen ist dafür ein Platz im Innern, an der Gehäusefront ganz unten vorgesehen – flüsterleise 120-Millimeter-Lüfter, die gerade mal eine Lautstärke von 10 dB(A) oder weniger erzeugen, sind schon für 7 Euro erhältlich.

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