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Vergleichstest: Fotodrucker

22.03.2005 | 17:26 Uhr |

Wer heute auf Papierabzüge setzt, benötigt einen FOTODRUCKER. Die neuen Modelle kommen dank Pictbridge & Co. sogar ohne Kabel und PC aus.

Die Flut an digitalen Bildern wird immer größer. Kaum ein Handy erscheint noch ohne Kameramodul, und fallende Preise für Digicams bewirken eine weite Verbreitung der kleinen Knipskisten. Dennoch: Wer seine Fotos auf Partys oder im Familienkreis vorzeigen will, setzt trotz digitalem Zeitalter auf Papierabzüge. Am günstigsten bekommt man sie über Fotodienste im Internet. Für Einzelbilder lohnt sich das allerdings nicht, die meist hohen Versandkosten treiben den Preis für Kleinserien in die Höhe. Bilder-Planet. de verlangt beispielsweise eine satte Versandkostenpauschale von 3,50 Euro. Zudem dauert die Entwicklung in einem Fotolabor in der Regel mehrere Tage. Deshalb denken immer mehr Anwender über ein kompaktes Fotolabor im Wohnzimmer nach.

Die Optik stimmt

Das Design der aktuellen Fotodrucker orientiert sich am Lifestyle-Trend der Digicams. Mit edlem Klavierlack-Imitat und kühlem Metall-Look passen die mit Display und Karten-Slot ausgestatteten Fotodrucker in jedes Wohnzimmer. Ausnahme in puncto Design ist Lexmark mit dem P915. Diesen in hellem Kunststoff gehaltenen Drucker ziert an der Front eine Leiste im blauen Metall-Look. Der optisch gute Eindruck wird jedoch teilweise getrübt, wenn man die Verarbeitung der Drucker genauer unter die Lupe nimmt: Je günstiger der Printer, desto schlechter sind Material und Verarbeitung. Aber selbst bei soliden Druckern wie Epsons R800 fällt dem Anwender die Papierablage bei der leichtesten Berührung aus der Halterung. Kaum Kritikpunkte lieferten Canons Pixma IP6000D sowie der HP Photosmart 8450.

Für PC-Muffel geeignet

Indexdruck, rote Augen entfernen, Bilder drehen, schneiden und in verschiedenen Formaten drucken - das funktioniert mit vielen Druckern auch ohne Computer. Geräte wie der Canon Pixma IP6000D, der HP Photosmart 8450 und der Lexmark P915 sind mit einem kleinen Display bestückt, das einfache Bildbearbeitung und die Navigation durch das Druckermenü selbst für Laien zum Kinderspiel macht. Bilder vom Foto-Handy lassen sich beispielsweise auf Canons Pixma IP6000D per Infrarot-Schnittstelle transferieren, HPs Photosmart 8450 empfängt die Daten mit einem optional erhältlichen Bluetooth-Adapter. Außerdem verfügen einige Fotodrucker über Karten-Slots, über die die Bilder direkt von der Speicherkarte gedruckt werden. Viele Kameras können alternativ mit einem USB-Kabel an einen Drucker angeschlossen werden. Hierzu müssen Drucker und Digicam den Pictbridge-Standard unterstützen. Neben dem Fotodruck besteht natürlich auch die Möglichkeit, Texte oder Grafiken auszudrucken. Selbst CDs oder DVDs werden von Modellen wie Canons Pixma IP6000D oder den Epson-Geräten R200 und R800 bedruckt.

Aus der Traum

Wer Freunden seine Fotos präsentiert, setzt die teuren Bilder Gefahren aus. Schweiß, Fingerabdrücke oder verschüttete Getränke - das übersteht kaum ein Fotoausdruck. Nach einem solchen Missgeschick ist der Traum von brillanten Papierbildern schnell ausgeträumt. Verschwommene Tinte, gewelltes Papier und verkratzte Oberflächen - so avancieren die Bilder zu Futter für den Papierkorb. Traurige Bilanz: HP und Lexmark produzieren die teuersten und gleichzeitig empfindlichsten Abzüge. In unserem Härtetest verschwamm bei allen Fotos dieser Hersteller die Tinte bei Berührung mit Wasser. Alle anderen Testkandidaten überstanden den herbeigeführten Unfall beinahe schadlos. Am besten schlug sich in dieser Disziplin das mit einem speziellen Glossy Optimizer beschichtete Foto des Epson R800. Entscheidend für die Resistenz ist die Kombination aus Papier und Tinte. Wählt man beispielsweise für den P915 von Lexmark das Fotopapier Premium Glossy von Epson, sind die Ausdrucke wesentlich widerstandsfähiger als auf dem hauseigenen Glossy Photo Paper Premium.

Druckparameter

Aus einer schlechten Vorlage zaubert selbst der beste Drucker kein brillantes Bild. Ein guter Abzug erfordert einige Parameter: 300 dpi (dots per inch) sind für einen guten Druck Voraussetzung. Wer mit weniger als 150 dpi druckt, erzielt sichtbar schlechtere Ergebnisse. Ein 10 x 15 Zentimeter großes Foto muss für einen optimalen Druck mit 300 dpi eine Auflösung von rund 1200 x 1800 Pixeln haben. Eine derartige Auflösung erzielt man bereits mit einer 2-Megapixel-Kamera. Ein praktisches Tool zum Berechnen von Papiergröße, dpi und Auflösung ist das Freeware-Programm DPI-Counter (Download unter www.ixus-world.de ).

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