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Vergleichstest: Drahtlose MP3-Player

29.04.2005 | 14:36 Uhr |

Ihre MP3-SONGS liegen auf dem Rechner. Schön, aber wie kommen sie von dort in Ihr Arbeitszimmer oder auf die Terrasse? Mit einem MP3-Player, der sich die Daten über ein Funknetz vom Rechner holt.

KOMPAKT WIRELESS MP3-PLAYER

DIE AUSWAHL Unter den MP3-Playern, die Audio-Files über ein Funknetz von einem Rechner holen, haben wir drei ausgewählt, die bereits seit einigen Monaten am Markt sind. Und das ganz bewusst: Denn diese Geräte sollten keine Kinderkrankheiten mehr aufweisen und für einen Durchschnittsanwender zu konfigurieren und zu bedienen sein.

DER MARKT Mittlerweile drängen immer mehr Firmen auf den Markt der drahtlosen Audio-Player, darunter Netzwerkspezialist Linksys mit dem Wireless-B Music System oder Terratec mit Noxon. Ein Pionier auf diesem Gebiet ist Philips: Der Konzern stellte beispielsweise Anfang des Jahres auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas ein Wireless Music Center vor, das Lieder von CDs automatisch in MP3-Files umwandelt und in andere Räume streamt.

WER BRAUCHT EINEN WIRELESS MP3-PLAYER?

+ KEINE VERKABELUNG Die Musik wandert über Funk zum Player - drahtlos. Der Nutzer muss keine Kabel legen.

+ ZENTRALE DATENHALTUNG Wichtig für Musikfans mit großen MP3-Sammlungen: Sie haben auf alle Songs in ihrem Archiv Zugriff. Es ist nicht erforderlich, Dateien hin- und herzukopieren.

+ RADIO INKLUSIVE Die Player geben nicht nur MP3-Files vom Server wieder, sondern dienen auch als Radiogerät. Sie holen sich die Sendungen direkt aus dem Internet.

- WLAN AUFSETZEN Ohne Funknetz geht nichts. Sie müssen in der Lage sein, ein Wireless LAN aufzubauen und zu konfigurieren. Hier hilft PC- und Netzwerk-Know-how weiter.

- STÖRUNGEN Der WLAN-Empfang ist nicht an jedem Platz in der Wohnung oder dem Büro gleich gut. In einigen Ecken kann er ganz abbrechen, etwa dann, wenn die Funkstrahlen Zimmerwände oder Decken durchdringen sollen. Dann müssen Spezialantennen oder Verstärker zu Hilfe genommen werden, welche die Signale auffrischen.

= NOCH NICHTS FÜR ANFÄNGER Es ist keine Hexerei, einen MP3-Player in sein Funknetz zu integrieren. Allerdings sollte der Anwender mit Begriffen wie TCP/IP, Firewalls oder WEP-Verschlüsselung etwas anfangen können. Es kommen jedoch noch in diesem Jahr WLAN-Produkte auf den Markt, die sich erheblich einfacher konfigurieren lassen als ihre Vorgänger. Das gilt vor allem für die Sicherheitsfunktionen.

Die meisten kennen MP3-Player als kleine handliche Jukeboxes, die in jeder Tasche Platz haben und den Musikfreund unterwegs mit den Songs seiner Wahl versorgen. Doch was macht der Musikliebhaber, der auf seinem PC zu Hause eine digitale Musiksammlung angelegt hat und die Songs über die Lautsprecher der Stereo-Anlage ausgeben will? Den Rechner ins Wohnzimmer stellen und mit der Stereo-Anlage zu verbinden ist nicht jedermanns Sache. Denn Mozarts Kleine Nachtmusik, untermalt vom Summen des PC-Lüfters, ist alles andere als ein Ohrenschmaus.

Einen Ausweg bieten Abspielgeräte, die über ein Funknetz mit dem PC verbunden sind. Sie holen sich die Musik-Files vom Rechner, der beispielsweise im Arbeitszimmer steht, und spielen sie über die Hi-Fi-Anlage oder Aktivboxen ab. Wir haben drei Geräte dieser Kategorie einem Praxistest unterzogen: den Macsense Homepod MP-100, den Digital Music Player MP101 von Netgear sowie den DSM-320 von D-Link.

Alle drei unterstützen ein Wireless LAN, das dem Standard IEEE 802.11b entspricht, haben aber zusätzlich eine Schnittstelle zu einem kabelgestützten lokalen Netz. Im Online-Versandhandel kostet der MP101 etwa 135 bis 190 Euro. Der Homepod MP-100 wird in Deutschland für etwa 260 Euro angeboten. In den USA ist das Gerät deutlich günstiger. Dort verlangen Händler nur 150 Dollar. Der DSM-320 von D-Link ist im Gegensatz zu den Systemen von Netgear und Macsense eine universelle Medienplattform für Sound, Musik und Bilder. Das Gerät fügt sich mit seinem 17-Zoll-Design nahtlos in eine vorhandene Hi-Fi- und Video-Anlage ein. Der Preis: etwa 200 Euro.

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