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Vergleichstest: Digitalrecorder

31.03.2004 | 18:09 Uhr |

Digital aufzeichnen vom TV ist der Hit: einfach, komfortabel, flexibel. Ein Knopfdruck - und der Digitalrecorder läuft. Zwischen High-End-Geräten für mehr als 1000 Euro und Modellen für 400 Euro besteht ein großer Unterschied.

DVD-Recorder sind längst nicht mehr nur Exoten für gut betuchte Videofans. Denn schon ab 300 Euro gibt es brauchbare Geräte. Und wer sich einen größeren Funktionsumfang wünscht, bekommt für etwas mehr Geld bereits eine Fülle von Features. Die High-End-Modelle kosten über 1000 Euro und bieten zusätzlich Festplatten, die das Aufnehmen vereinfachen. Digital.World hat die neuesten DVD-Recorder mit und ohne Festplatte getestet.

WELCHEN RECORDER BRAUCHEN SIE?

SPARER DVD-Recorder ab 300 Euro bringen schon erstaunliche Features mit. Unser Tipp: Achten Sie bei günstigen Geräten besonders auf Bedienung und Bildqualität.

SEMIPROFI Ab 600 Euro bekommen Sie solide Markengeräte mit üppiger Ausstattung und gutem Bild. Selbst Feinheiten wie ein komfortabler Sendersuchlauf und VPS sind in dieser Klasse selbstverständlich.

PERFEKTIONIST Die Festplatte ist in dieser Klasse ein Muss, denn sie ermöglicht perfekte DVDs: werbefrei und mit professionellen Menüs. Ab etwa 1200 Euro sind Sie dabei.

VHS: Die preiswerte Alternative?

Irritierend ist das schon: Gerade reift der Entschluss, sich einen Digitalrecorder zuzulegen, da sind die Prospekte der Elektronikmärkte voller Angebote für VHS-Recorder zu sensationellen Tiefpreisen. Doch bleiben Sie standfest: Die digitale Technik ist der analogen Aufzeichnung in nahezu allen Belangen überlegen. Die Speicherung auf DVD oder Festplatte verhält sich zur Aufnahme auf VHS-Bändern wie eine Audio-CD im Vergleich zur Kompaktkassette. Die Bedienung durch den direkten Zugriff auf Filmkapitel oder Menüs ist mit den neuen Geräten sehr viel einfacher. Mit digitalen Aufnahmen gehört das Vor- oder Zurückspulen endlich der Vergangenheit an.

Das Beste ist jedoch die Bildqualität: Eine DVD- oder Festplattenaufnahme bietet gegenüber einer VHS-Kassette nahezu die doppelte Auflösung und hat außerdem den Vorteil, dass sich eine Kopie im Idealfalle nicht verschlechtert. Kein Wunder, dass VHS-Recorder immer billiger angeboten werden. Auslaufende Technologie ?

Kabel, Satellit oder Antenne?

Aber welches digitale Medium kommt in Frage? DVD, Festplatte - oder gar beides zusammen? Die Antwort hängt vom Empfang ab. Kabelkunden können sich getrost für einen DVD-Recorder entscheiden. Er hat bereits einen Kabelempfänger eingebaut, der ein Programm aufzeichnet, während Sie ein anderes ansehen. Ob der Recorder zusätzlich eine Festplatte enthalten soll, ist eine Frage des Geldbeutels. Denn Geräte mit eingebauter Harddisk sind etwa 500 Euro teurer.

Wenn Ihr Fernsehbild vom Satelliten kommt, nehmen Sie derzeit günstiger - ab etwa 200 Euro - und komfortabler mit einem Festplatten-Receiver auf. Solche Geräte gibt es derzeit "nur" mit Festplatte, also noch nicht mit eingebautem DVD-Brenner. Aber wer kein austauschbares Medium (etwa zur Archivierung) benötigt, dem bieten solche Geräte alles, was er braucht.

Die DVD-Recorder in diesem Test lassen sich zwar allesamt an einen Satelliten-Receiver andocken, Aufnahmen via Scart-Buchse sind jedoch auf diese Weise nicht sehr komfortabel. Denn der Sat-Receiver muss dafür immer eingeschaltet und auf den gewünschten Programmplatz eingestellt sein. Gibt's das auch für den Empfang über Antenne? Ja, aber eher selten. Das analog empfangene Signal zeichnet beispielsweise der Fast TV-Server auf Festplatte auf, den wir in der vorigen Ausgabe der Digital.World beschrieben haben.

Unterschiedliche DVD-Formate

Von DVDs gibt es mehrere Varianten, die nicht zueinander passen. Die Sorten mit dem Pluszeichen, also die nur einmal beschreibbare DVD+R und die wiederbeschreibbare DVD+RW, kommt ursprünglich aus dem Hause Philips und findet sich in vielen Einsteiger-Recordern wieder. RW-Rohlinge lassen sich bis zu 1000 Mal brennen. Recorder etwa von JVC, Pioneer und Sony verwenden das konkurrierende "Minus"-Format, DVD-R und DVD-RW. Hinter dem dritten Brennformat steht vor allem Panasonic. Es nennt sich DVD-RAM und verwendet etwa 100.000fach beschreibbare Scheiben. Untereinander sind diese Formate nicht kompatibel, allerdings können Sie alle - bis auf DVDRAM - auch auf gewöhnlichen DVD-Playern abspielen.

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