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Vergleichstest: Digitalkameras

20.11.2003 | 15:20 Uhr |

Das Digicam-Angebot ist riesig, die Wünsche der Fotografen sehr unterschiedlich. Wir haben die Spitzenmodelle jeder Kategorie für Sie ausgewählt und geprüft.

Niemand würde in ein Autohaus gehen und nur nach der PS-Zahl eines Modells fragen. Limousine, Kombi oder Cabrio sind eben nicht vergleichbar, und genauso wenig darf die Pixelanzahl das wichtigste Auswahlkriterium einer Digicam sein entscheidend ist, wie Sie die Kamera einsetzen wollen.

Die Jugendsünden der Hersteller sind ausgestanden, die Technologien ausgereift. Es haben sich verschiedene Modellklassen etabliert, die eine grundsätzliche Entscheidung vor dem Kauf verlangen. Ob analog oder digital, Fotografie folgt festen Regeln: Das Objektiv erfasst einen Bildbereich von der Weitwinkelübersicht bis zum Teleausschnitt. Ein großer Zoombereich macht dabei unabhängig, verführt aber zur kreativen Faulheit.

Je höher Objektiv und Film beziehungsweise Sensor auflösen, desto besser gelingen größere Bilder ohne stören- de Unschärfe. Fortgeschrittene gestalten ihre Fotos mit Bewegungsunschärfe, Schärfentiefe, Belichtung und Perspektive. Fehler wie Rauschen und Verzeichnung stören dagegen bei Flächen und Architekturen.

Wer glaubt, beim digitalen Fotografieren sei ansonsten nichts zu beachten, weil alles am Computer schnell korrigiert werden kann, der irrt - und zwar gewaltig. Die digitale Kamera ist mit dem Nassfilm in punkto Belichtungstoleranz gleichauf, aber nicht überlegen. Falsche Belichtung, Farbstiche oder gar Unschärfe lassen sich später nur mit Qualitätsverlust ausgleichen.

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