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Die leisesten Notebooks

24.11.2008 | 11:30 Uhr |

Lärmendes Notebook-Gebrumm im Großraumbüro, beim DVD-Schauen springt der Laptop-Lüfter dröhnend an der spannendsten Stelle an: Laute Notebooks nerven. Wir stellen Ihnen deshalb die leisesten Notebooks aus dem PC-WELT-Testlabor vor.

Viele Anwender achten bei der Auswahl eines Notebooks nur aufs Tempo oder die Akkulaufzeit. Doch auch das Betriebsgeräusch ist sehr wichtig: Denn den Laptop haben Sie näher am Ohr als einen PC, der meist unter dem Schreibtisch steht. Um konzentriert Arbeiten zu können, sollte das Notebook im Betrieb daher möglichst leise bleiben. Das gilt in einem kleinen Büro mit mehreren Kollegen oder wenn Sie als Student in der Uni-Bibliothek sitzen. Benutzen Sie Ihren mobilen Begleiter für Audiobearbeitung, dann macht ein leises Notebook ebenfalls Sinn. Und beim Filmgenuss am Feierabend sollte der Notebook-Lüfter auf keinen Fall den Soundtrack übertönen.

Lärmproblem: Allerdings achten nicht alle Notebook-Hersteller bei der Konfiguration ihrer Geräte auf die Lärmentwicklung. Ein CPU-Lüfter steckt fast in jedem Notebook - je leiser er arbeitet, wenn der Prozessor unter voller Last steht, desto besser. Manchmal kommt noch ein Gehäuse-Lüfter dazu. Die schlimmste Lärmquelle in einem Notebook ist in der Regel der Grafik-Lüfter. Denn bei einem Notebook mit Grafikkarte muss der Lüfter meist deutlich mehr Abwärme nach draußen befördern als bei einem Gerät mit Onboard-Grafik. Hier ist es besonders wichtig, dass der Hersteller die Lüftersteuerung vernünftig einstellt.

Testverfahren: Bei PC-WELT messen wir die Lautstärke eines Geräts in einem schallarmen Raum mit einem hochempfindlichen Mikrofon, das 50 Zentimeter vor dem Display platziert ist - das entspricht üblicherweise dem Abstand zwischen dem Kopf des Anwenders und dem Notebook.
Die Messung bei ruhendem Desktop erfolgt, wenn unter Vista keine Festplattentätigkeit mehr vorliegt - was meist rund 5 Minuten nach dem Start der Fall ist. Die Messung unter Last nehmen wir einmal bei 100 Prozent CPU-Last vor und einmal während des 3D Mark 06: Auch hier erfolgt die Messung nach rund fünf Minuten. Dann sollte der Lüfter mit der maximalen Geschwindigkeit drehen. Bei diesem Vergleichstest haben wir nur die Messwerte unter Last berücksichtigt: Hier zeigen sich die Notebook-Lüfter von ihrer besten oder schlimmsten Seite.

Technischer Hintergrund: Im PC-WELT-Testlabor erfassen wir zwei Messwerte für das Betriebsgeräusch:
dB(A): Dezibel-Messung mit A-Filter. Der bewertete Schalldruckpegel wird ermittelt, indem ein gemessenes Spektrum im Frequenzbereich in schmalbandige Teile zerlegt wird und diese entsprechend gewichtet werden. Durch Aufsummierung dieser gewichteten Teilpegel ergibt sich dann der bewertete Gesamtpegel.

Sone: Die psychoakustische Maßeinheit für die subjektive Lautheit. Bei diesem Messverfahren wird einem Lautstärkepegel von 40 phon hierbei die Lautheit 1 sone zugeordnet. Eine Lautstärke von 40 phon ist definiert durch die Lautstärke eines Sinustons mit der Frequenz 1 kHz und einem Schalldruckpegel von 40 dB. Ein doppelt so laut empfundener Schall hat dann eine Lautheit von zwei Sone und ein vierfach so laut empfundener Schall hat die Lautheit vier Sone.

Richtwerte: Bis 0,6 Sone ist der Lüfter nur in sehr leiser Umgebung hörbar und stört beim Arbeiten nicht. Ab 1 Sone ist das Lüftergeräusch auffällig und kann empfindliche Anwender beim konzentrierten Arbeiten bereits stören. Richtig nervig wird es ab rund 2 Sone aufwärts - Geräte mit diesem Lärmpegel sind für Audio- und Musikbearbeitung denkbar ungeeignet. Zum Vergleich: Desktop-PCs mit Standardkonfiguration dröhnen bei voller Last selten unter 1,8 Sone.

In den Tabellen finden Sie die leisesten Notebooks aus unserem Testfeld. Und auch die schlimmsten Krawallmacher haben wir in einer Rangliste aufgeführt.

Top 4: Die leisestesten Notebooks

Flop 4: Die lautesten Notebooks

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