Full-HD Displays

Preiswerte TFT-Bildschirme im Test

04.06.2015 | 10:00 Uhr | Ines Walke-Chomjakov, Bernd Weeser-Krell

Ein ausgewogener Monitor für zu Hause muss nicht unbedingt teuer sein. Unter den günstigen Schirmen im Test finden sich sogar TFTs mit ergononischen Extras.

Günstige Monitore haben fast alle Anbieter im Angebot. Eine gute Auswahl an Einsteiger-TFT-Displays finden Sie bereits ab 200 Euro (UVP). In diesem Preisbereich sind Bildschirme mit einer Diagonale von 22 oder 24 Zoll (56 bis 61 Zentimetern) populär. Für Schirme mit einer Diagonale von 27 Zoll (69 Zentimetern) liegen die unverbindlichen Preisempfehlungen bei etwa 300 Euro. Mit den Straßenpreisen haben die UVPs allerdings wenig zu tun. Beim Händler finden Sie einen 27-Zöller bereits für gut 200 Euro, einen Monitor mit 22 oder 24 Zoll für rund 100 Euro.

Bereits 22-Zoll-TFT-Displays mit Full-HD-Auflösung

Früher war das gängige Seitenverhältnis bei 22-Zoll-Monitoren 16:10. Es ist inzwischen durch 16:9 ersetzt worden. Im Testfeld findet sich mit dem Samsung S22C450MW nur noch ein Vertreter mit 16:10-Seitenverhältnis, und damit einer Auflösung von 1680 x 1050 Pixeln. Die Mehrheit setzt auf das 16:9-Seitenverhältnis. Der Grund: Damit erreichen alle Bildschirme - auch die 22-Zoll-TFTs - mindestens die Full-HD-Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten.

Preis-Leistungs-Sieger bei günstigen Monitoren: Iiyama
Prolite PLE2273HDS
Vergrößern Preis-Leistungs-Sieger bei günstigen Monitoren: Iiyama Prolite PLE2273HDS

Nicht nur TN-Panel bei günstigen Bildschirmen

Die sehr preiswerten TFT-Bildschirme sind nach wie vor mit TN-Panel (Twisted Nematic) ausgestattet, die sehr günstig herzustellen sind. Vorteil dieser Technik sind die relativ kurzen Reaktionszeiten von hell auf dunkel und umgekehrt – gut für bewegte Bilder und Spiele. Nachteil sind die geringen Blickwinkel, in denen diese TFTs farblich korrekte Darstellung bieten.

Das heißt jedoch nicht, dass Sie bei günstigen Bildschirmen zwangsläufig auf TN angewiesen sind. Im Testfeld beweisen die Modelle Samsung S27C650D und Asus MX279H das Gegenteil. In ihnen stecken PLS- beziehungsweise IPS-Panel. Beide Typen ähneln sich technisch, lassen Blickwinkel von 178 Grad zu und stellen Farben sehr natürlich dar. Dafür liegen die Schaltzeiten unter denen von TN-Paneln, was für Spieler in manchen Fällen eine Einschränkung sein kann. 

Bildqualität - Helligkeit und Kontrast im Fokus

Für einen kräftigen Bildeindruck Helligkeit und Kontrast entscheidend. Beide Werte korrelieren in gewisser Weise miteinander: Je heller das Display, desto höher der Kontrast. Allerdings nur dann, wenn Schwarz auch Schwarz bleibt, und der Schwarzwert nicht mit der Helligkeit ansteigt. Das Bild sollte nicht nur hell und kontrastreich sein, die Ausleuchtung sollte auch möglichst gleichmäßig über die gesamte Fläche erfolgen. Verantwortlich hierfür ist die Helligkeitsverteilung. Bei zu starker Abweichung sieht man deutlich hellere und dunklere Bereiche am Bildschirm.

derzeitiger Testsieger bei den günstigen Monitoren:
Viewsonic VG2437Smc
Vergrößern derzeitiger Testsieger bei den günstigen Monitoren: Viewsonic VG2437Smc
© Viewsonic

Als ein Beispiel für eine insgesamt gute Bildqualität hat sich der Samsung S27C650D erwiesen. Das ist sicher auch dem verbauten Panel geschuldet. Dass auch ein Monitor mit TN-Panel auf eine gute Bildqualität kommen kann, zeigt sich am Viewsonic VG2433Smh . Bis auf eine nicht ganz so hohe maximale Helligkeit haben wir an dem Monitor hinsichtlich der Bildqualität wenig auszusetzen.

Ergonomische Einstellungen bei günstigen Bildschirmen

Auch preiswerte TFT-Displays bieten ergonomische Einstellmöglichkeiten, die eine längeres und ermüdungsfreies Arbeiten erlauben. Besonders wichtig ist eine Verstellbarkeit des Bildschirms in der Höhe, um den Monitor optimal an den Arbeitsplatz und die individuellen Bedürfnisse des Nutzers anzupassen. Von Vorteil ist es auch, wenn sich der Monitor neigen und drehen lässt. Selbst, wenn Sie den Schirm hochkant nutzen wollen, finden Sie im Testfeld etwa mit dem Samsung S27C650D , dem  LG 23MB35PH , dem Viewsonic VG2437Smc oder dem Viewsonic VG2433Smh patente Vertreter. 

Verbrauch bei günstigen Bildschirmen

Wer nachhaltig denkt, berücksichtigt auch den Stromverbrauch bei Bildschirmen. Hier haben alle TFT-Displays inzwischen dank LED-Hintergrundbeleuchtung Vorteile. Sie benötigen deutlich weniger Strom als die früheren Schirme mit Leuchtstoffröhren. Aktuelle Monitore gehen clever mit der Energiezufuhr um. Werden die Schirme nicht gebraucht, schalten sie in den Sparmodus. Idealerweise verbrauchen sie hier nahezu keinen Strom. Ganz so genügsam sind die günstigen Displays nicht: Immerhin bleibt die Mehrheit deutlich unter einem Watt. Ausreißer sind die Asus-Modelle VE228H und VE248H mit 1,9 und 2,2 Watt. Gleichzeitig sind richtige Ausschalter im günstigen Preissegment selten. Deshalb lassen sich die Schirme in der Regel nicht komplett vom Strom trennen. Hier sparen die Hersteller allesamt.

PC-WELT-Test-Sieger
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Testsieger Viewsonic VG2437Smc : Der Viewsonic VG2437Smc ist ein Full-HD-Bildschirm für alle Anwender, die auf exklusives Design verzichten können, aber eine guten Bildschirm benötigen. Der 24-Zöller zeigt insgesamt eine überzeugende Bildqualität mit hohem Kontrast und guter Bildschärfe. Durch die vielfältigen ergonomischen Einstellmöglichkeiten eignet sich das Modell auch für den professionellen Einsatz am Arbeitsplatz.

Ausführlicher Testbericht: Viewsonic VG2437Smc

PC-WELT-Preis-Leistungs-Sieger
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Preis-Leistungs-Sieger Iiyama ProLite PLE2273HDS: Der Schirm  besitzt ein 22-Zoll-Panel mit Full-HD-Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten. Die Bildqualität kann mit neutralen Farben, einem hohen Kontrast und einer homogenen Helligkeitsverteilung überzeugen. Der Stromverbrauch des Iiyama ProLite PLE2273HDS liegt zudem auf niedrigem Niveau.

Ausführlicher Testbericht: Iiyama ProLite PLE2273HDS

Klicken Sie sich durch die Bildergalerie. Hier finden Sie alle Monitore gelistet, die sich auf den ersten zehn Plätzen der Topliste platzieren konnten. Wollen Sie für Ihren Monitor etwas mehr Geld in die Hand nehmen, finden Sie einige Gerätevorschläge im

. PC-WELT testet auch Ultra-HD-Monitore. .

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