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Die besten Notebooks unter 1000 Euro

22.01.2008 | 16:55 Uhr |

Viele günstige Notebooks arbeiten mit einer Doppelkern-CPU von AMD. Auch bei Centrino-Laptops ist die Auswahl in der Preisklasse unter 1000 Euro groß. Auf welche Plattform Sie setzen sollten, erfahren Sie in unserer Rangliste der besten Notebooks unter 1000 Euro.

Mit dem 17-Zoll-Notebook Fujitsu-Siemens Amilo Xa 2528 und dem Toshiba Satellite A210-172 haben wir zwei Neuzugänge in unserer Rangliste der besten Notebooks unter 1000 Euro. Beide arbeiten mit einem Notebook-Prozessor von AMD: Das Amilo Xa 2528 mit dem Turion 64 X2 TL-60 (2 GHz), der Laptop von Toshiba mit dem Turion 64 X2 TL-62, der sogar mit 2,1 GHz taktet.

Allerdings ist AMD bei Notebook-Prozessoren seit geraumer Zeit im Hintertreffen gegenüber Intel. Bei gleicher Taktrate liegen die Modelle des Turion 64 X2 rund 10 bis 15 Prozent hinter der Konkurrenz aus dem Intel-Lager. Im Akkubetrieb arbeitet ein Centrino-Notebook sparsamer als ein Laptop mit einer CPU-Chipsatz-Kombination aus dem Hause AMD – je nach sonstiger Ausstattung um drei bis sechs Watt, was je nach Akkugröße eine um 30 bis 60 Minuten längeren Laufzeit ergibt. Auch in punkto technischer Ausstattung und CPU-Fertigung hat Intel im mobilen Sektor die Nase vorne.

Doch den Prozessor können Sie bei der Auswahl eines günstigen Notebooks vernachlässigen: In der Preisklasse unter 1000 Euro ist seine Rechenleistung kein entscheidendes Kaufkriterium: Erstens ist die Prozessorleistung bei den Anwendungen, für die günstige Notebooks in erster Linie eingesetzt werden – Office-Arbeiten, Internet-Surfen, Filme anschauen – zweitrangig. Systembremsen sind hier vor allem zu geringer Arbeitsspeicher oder eine langsame Festplatte. Außerdem gehört zu einem guten Laptop mehr als nur ein starker Prozessor: Auch bei einem günstigen Mobilrechner sollten Sie unbedingt auf Verarbeitung, Display-Qualität, Betriebsgeräusch und Schnittstellen-Ausstattung achten.

Das können Sie bei einem Notebook unter 1000 Euro erwarten : Die Rechenleistung dieser Notebooks genügt auf alle Fälle für Standard-Anwendungen - schließlich arbeiten sie alle mit Doppelkern-Prozessoren. Hinter den derzeit schnellsten Notebooks liegen sie rund 30 bis 40 Prozent zurück: Das klingt nach viel - im Arbeitsalltag bedeutet dies aber meist nur eine zusätzliche Wartezeit von einigen Sekunden beim Erstellen einer Powerpoint-Präsentation oder ein paar Minuten beim Transkodieren von Videomaterial.

Deutlicher sind die Unterschiede bei 3D-Spielen : Die meisten Notebooks der Billig-Klasse arbeiten mit stromsparenden, aber leistungsschwachen Grafikeinheiten, die im Chipsatz integriert sind. Grafisch anspruchsvolle Spiele kann man damit vollkommen vergessen - und auch alle anderen halbwegs aktuellen Games laufen nur mit reduzierter Auflösung und Effekten.

Doch in manchen Notebooks finden sich auch Einsteiger- und Mittelklasse-Grafikkarten - etwa Nvidias Geforce 8400M G(S) oder ATIs Mobility Radeon HD2400: Trotz DX10-Unterstützung laufen entsprechende Spiele damit zwar höchstens im Diashow-Tempo, doch unter DirectX 9 lässt sich das eine oder andere effektreiche Spiel bis zu einer Auflösung von 1280 x 800 ruckelfrei geniessen.

Ausstattung: Bei der Hardware-Ausstattung muss man kaum Kompromisse eingehen: Es gibt reichlich Festplatten-Platz - Standard sind 160 oder 200 GB, aber selbst Mobilrechner mit 250 GB Festplatte sind für unter 1000 Euro erhältlich. Ein DVD-Brenner für alle wichtigen Formate haben die günstigen Laptops ebenfalls an Bord.

Peripherie lässt sich reichlich anstöpseln - drei oder vier USB-Buchsen sind Standard. Allerdings liegen sie, bei einigen Notebooks so nahe zusammen, dass ein breiter Stecker oder ein dicker USb-Stick andere Buchsen verdeckt, sodass man im Endeffekt nur zwei Buchsen nutzen kann. Achten Sie daher darauf, dass die USB-Ports auf alle Seiten des Gehäuses verteilt sind. Selbst zukunftsweisende Schnittstellten wie HDMI oder e-SATA lassen sich bereits in der Sub-1000-Euro-Klasse blicken. Bei den meisten Notebooks müssen Sie sich allerdings mit einem VGA-Ausgang begnügen, wenn Sie einen externen Monitor anschließen wollen.

Gewicht und Akkulaufzeit spielen in dieser Preisklasse eine untergeordnete Rolle: Meist werden die günstigen Allrounder als PC-Ersatz genutzt. Bei einem Gewicht von meist 2,7 bis über drei Kilogramm eignen sie sich höchstens für den Terrassen-Einsatz. Bisher verirrt sich nur selten ein leichtgewichtiger 14-Zöller in diese Preisklasse - etwa das Samsung P400.

Das bekommen Sie nicht: Für ein wirklich mobiles Notebook müssen Sie mehr Geld ausgeben. Das gilt auch für eine längere Garantiezeit als die meisten standardmäßigen zwei Jahre. Bei den Business-Notebooks unter 1000 Euro fehlt häufig ein Docking-Anschluss, bei den günstigen Multimedia-Laptops ein wirklich film- und fernsehtaugliches Display mit Full-HD-Auflösung, hoher Helligkeit und knackigen Farben. Auch bei der Verarbeitung des Gehäuses macht sich der günstige Preis meist bemerkbar. Und natürlich kostet hohe Rechen- und Spieleleistung immer noch einen Premium-Preis: Doch nur die wenigsten Notebook-Anwender werden diese Leistung überhaupt ständig abrufen.

Sofern Sie keine speziellen Anfoderungen an Ihren Wunsch-Laptop stellen, werden Sie deshalb bei den Notebooks unter 1000 Euro sicher fündig. Die besten Mobilrechner in dieser Preisklasse finden Sie auf der nächsten Seite.

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