Vergleichstest Netbooks

Die besten Netbook-Schnäppchen

Freitag den 10.08.2012 um 11:20 Uhr

von Thomas Rau

Toshiba NB510-108 (PLL72E-00R011GR)
Toshiba NB510-108 (PLL72E-00R011GR)
Preisentwicklung zum Produkt
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Schnäppchen-Alarm bei Netbooks: Technisch tut sich bei den Mini-Notebooks derzeit wenig, deshalb machen die Hersteller ihre Geräte mit kleinen Preisen attraktiv. Doch zu billig sollten Sie nicht einkaufen, wie der PC-WELT-Test zeigt.
Sie brauchen einen wirklich mobilen Rechner - also ein Tablet oder ein Ultrabook, richtig? Falsch, denn es gibt immer noch die Netbooks. Kaum jemand spricht über die leichten, kleinen und extrem günstigen Notebooks. Doch sie finden immer noch Käufer.

Netbook mit neuer Atom-CPU: Acer Aspire One D270
Vergrößern Netbook mit neuer Atom-CPU: Acer Aspire One D270

Neuer Netbook-Prozessor: Intel Atom N2600

Jetzt gibt es sogar eine neue Netbook-Generation: Intel hat kürzlich aktuelle Atom-Prozessoren für die Mini-Laptops vorgestellt. Die CPUs Atom N2600 (1,6 GHz) und //ark.intel.com/products/58917/Intel-Atom-Processor-N2800-%281M-Cache-1_86-GHz%29: Atom N2800 (1,86 GHz) mit dem Codenamen Cedarview sollen dank 32-Nanometer-Architektur noch sparsamer arbeiten. Damit will es Intel den Herstellern ermöglichen, extrem flache Netbooks ohne Lüfter zu bauen. Außerdem sollen die neuen Atom-Netbooks endlich genauso multimedia-tauglich wie aktuelle AMD-Geräte werden, unter anderem mit einem HDMI-Ausgang. Video und Musik können sie per Wireless Display und Wireless Music ohne Kabel an passende Empfänger senden. Von den Ultrabooks borgen sie Funktionen wie Rapid Start oder Smart Connect, damit sie blitzschnell aus dem Ruhezustand aufwachen und sich sofort mit dem WLAN verbinden.

Surfpads gegen Netbooks
Surfpads gegen Netbooks

In der PC-WELT-Bestenliste der Netbooks haben sich mit dem Acer Aspire One D270 und dem Toshiba NB520-11P zwei Cedarview-Netbooks platziert. Allerdings zeigt der Test, dass der neue Atom-Prozessor kein Leistungsplus bringt. Intel hat vor allem die Grafikeinheit der CPU verbessert - für die meisten Spiele bleibt aber auch ein Cedarview-Netbook zu langsam. Immerhin schließen sie beim Abspielen von Full-HD-Videos zu Netbooks mit AMDs Ontario-CPU auf: Die neuen Intel-Netbooks geben selbst Full-HD-Filme ruckelfrei wieder. Bei Blu-ray-Filmen von einem externen Laufwerk gibt es allerdings noch Probleme: Das liegt an den Grafiktreibern. Die sollten deshalb regelmäßig aktualisieren.


Netbooks mit AMD-Prozessor wie das Toshiba NB550D spielen
auch Full-HD-Filme ab.
Vergrößern Netbooks mit AMD-Prozessor wie das Toshiba NB550D spielen auch Full-HD-Filme ab.

Die Prozessorfrage: AMD oder Intel?

Neben Acer und Toshiba hat auch Asus mit dem EeePC R11CX und dem EeePC 1011CX Produkte mit dem neuen Atom im Programm. Allerdings setzen diese Hersteller nicht nur auf Intel, sondern bieten auch Netbooks mit den Konkurrenz-CPUs von AMD an, etwa dem C-60. Im Vergleich zum Vorgänger C-50 bringt die neue CPU einen Turbo-Modus mit, der einen Kern der Doppelkern-CPU von 1,0 auf 1,33 GHz übertakten kann. Auch der eingebaute Grafikchip Radeon HD6290 läuft bei Bedarf schneller. Viel mehr Leistung bringt das nicht. Trotzdem ist AMD derzeit die richtige Prozessor-Wahl für ein Netbook: Die CPU ist fast so sparsam wie der Intel Atom und bietet eine kaum geringere Rechenleistung, hat aber die stärkere Grafik: Full-HD-Video ist ebenso kein Problem wie die Wiedergabe eines Blu-ray-Films über ein USB-Laufwerk. Wer auf seinem Netbook vor allem Filme schauen will, sollte deshalb zu einem Gerät mit AMD-CPU greifen.

Netbook-CPUs im Tempovergleich: Intel liegt bei der
CPU-Leistung vorne
Vergrößern Netbook-CPUs im Tempovergleich: Intel liegt bei der CPU-Leistung vorne

Die wichtigste Frage: Welches Netbook läuft am längsten?

Doch gerade am Akku sollten Sie beim Netbook nicht sparen: Mobilität ist nämlich der größte Vorteil der rund einem Kilogramm leichten Mini-Laptops. Denn inzwischen bekommen Sie auch  Notebooks für rund 300 Euro, die zwar nicht viel leistungsfähiger als ein Netbook sind, aber immerhin mehr Ausstattung und einen 15,6-Zoll-Bildschirm bieten. Allerdings wiegen sie rund drei Kilogramm und bieten wenig Ausdauer im Akkubetrieb.
Da die aktuellen AMD- und Intel-Netbook-Prozessoren ähnlich sparsam arbeiten, hängt die Ausdauer vor allem von der Größe des eingebauten Akkus ab. Im Test glänzten daher vor allem die Netbooks mit einem großen Akku, wie das Toshiba NB520-108 .


Auf der nächsten Seite und in der Bildergalerie finden Sie eine Übersicht über die derzeit besten Netbooks.

 Toshiba NB550D-10H
Toshiba NB550D-10H

Freitag den 10.08.2012 um 11:20 Uhr

von Thomas Rau

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (5)
  • deoroller 20:11 | 19.10.2011

    Ein neuer PC/Laptop mit vorinstalliertem OS hat den Nachteil, dass es meist keine Treiber für ein älteres OS wie XP angeboten werden.
    Wenn ein Laptop ohne OS verkauft wird, muss der Hersteller aber damit rechnen, dass XP installiert wird und die Treiber anbieten. XP ist schließlich noch weit verbreitet.

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  • brzl 20:04 | 19.10.2011

    Vielen Dank für Eure Antworten. Aber nur schon Microsoft zu ärgern macht ja auch Spass

    Das mit den Treibern muss ja auch nicht so wild seine, wenn man nix aussergewöhnliches hat. Versuchsweise lasse ich auf einem Asus Netbook statt des Atheros Linux ein Knoppix auf einer SD Memory Card laufen. Alles klappte. Einzig die Tastatur musste ich noch von Hand auf Schweizer Tastaur (deutsch) umstellen. Wifi etc etc lief alles ohne jedes Problem.

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  • Hnas2 11:31 | 06.10.2011

    Zitat: brzl

    Weiss jemand genau,

    Das kommt drauf an:
    1. Welches Windows?
    2. Wie kalkuliert der Hersteller?
    Zitat: brzl

    wieviel eingespart wird, wenn man auf ein Windows OS verzichtet?

    Bei W7 Home Premium sind es wohl so 30..40€.
    Zitat: brzl

    Mit Was für Preisen müssen da Grossabnehmer pro Lizenz rechnen?

    Kommt auf den Großhändler an. Viel preiswerter gegenüber einem Einzelkauf wird es wohl nicht.

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  • deoroller 11:23 | 06.10.2011

    Viel mehr als 50€ wird man nicht sparen ohne OS, eher weniger.
    Die Windows 7 Starter Edition bei Netbooks, kriegt man aber nicht einzeln zu kaufen und auf die würde ich gerne verzichten, um eine bessere Version separat zu kaufen.
    Wenn man einen OpenSource-PC kauft, kommt man nicht unbedingt billiger, da der Aufwand für die Vorinstallation, Treibersupport usw. bezahlt werden muss. Das kriegt man nicht geschenkt.

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  • brzl 11:06 | 06.10.2011

    Durch Verzicht auf Windos billiger

    Weiss jemand genau, wieviel eingespart wird, wenn man auf ein Windows OS verzichtet? Mit Was für Preisen müssen da Grossabnehmer pro Lizenz rechnen?

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