Vergleichstest
Die beste Digitalkamera mit Superzoom
Manche Digitalkameras haben Objektive mit 20fach-Zoom und mehr. Sie eignen sich besonders gut, um weit entferne Motive ganz nah heranzuholen. PC-WELT hat sich diese so genannten Superzoom-Kameras angesehen und stellt Ihnen die besten Modelle vor.
Mit einer Superzoom-Kamera sind Sie bei der Motivwahl besonders flexibel: Denn auch, wenn ein Objekt oder eine Person weit entfernt ist, lässt sich das Motiv beispielsweise mit einem 20fach-Zoom ganz nah heranholen, ohne dass Sie Ihre Position verändern müssen. Das kann bei einem Konzert wie bei einem Ausflug in die Natur gleichmaßen von Vorteil sein.
Der derzeitige Spitzenreiter unter den Superzoom-Kameras - zumindest was den Zoomfaktor anbelangt - ist die Olympus SP-810UZ. Das UZ bedeutet "Ultrazoom" und ist eine angemessene Bezeichnung für das gigantische 36fach-Zoomobjektiv. Damit deckt die Digitalkamera einen Brennweitenbereich von 24 bis 864 Millimeter ab.
Nachteile des Superzoom: Verwacklungsrisiko, Verzeichnung und Größe
Allerdings haben die meist extrem langen Brennweiten auch diverse Nachteile: Möchten Sie das Superzoom-Objektiv bis an seine Grenzen ausreizen, sollte die Kamera einen guten Bildstabilisator haben, der Wackler reduziert. Denn mit zunehmender Brennweite wählt die Kamera einen immer größeren Blendenwert - wodurch sich die Blende immer weiter schließt - und eine längere Verschlusszeit. Dadurch steigt das Risiko, dass Sie die Aufnahme verwackeln. Ein Bildstabilisator kann, je nach Beschaffenheit, die Verschlusszeit um bis vier Stufen verkürzen. Alternativ können Sie auch ein Stativ einsetzen. Aber wer hat das schon bei einem Konzert dabei?
Neben dem Verwacklungsrisiko neigen Superzoom-Objektive im Weitwinkelbereich zur Verzeichnungen. Solche Bildfehler fallen vor allem bei Architekturaufnahmen auf, wenn sich eigentlich geraden Strukturen nach innen (tonnenförmig) oder nach außen (kissenförmig) wölben. Abhilfe schafft hier eine integrierte Verzeichniskorrektur, die manche Superzoom-Modelle bieten.
Ein Zuguter Letzt bleibt noch das Gewicht und die Größe von Superzoom-Kameras anzumerken. Da sich Objektive mit 20fach- und mehr Zoom meist an größeren Bridgekameras finden, sind diese deutlich schwerer und größer als Kompaktmodelle. Oft übertrumpfen Superzoomer sogar Systemkameras mit ihrer Größe und dem Gewicht.
Vergleich: Die besten Superzoom-Kameras
Platz 10: Olympus SP-800UZ (30fach-Zoom)
Die SP-Reihe von Olympus stand lange Zeit für sehr gut ausgestattete Bridge-Kameras, deren Bildqualität überdurchschnittlich hoch war. Das aktuelle Modell, die SP-800UZ, enttäuschte auf beiden Gebieten: Zum einen verzichtet Olympus bei ihr auf Halbautomatiken und einen direkten Zugang zur Belichtungskorrektur. Zum anderen zeigten die Tests deutliches Bildrauschen und eine relativ niedrige, wenn auch gleichmäßig verlaufende Auflösung.
Die SP-Reihe von Olympus stand lange Zeit für sehr gut ausgestattete Bridge-Kameras, deren Bildqualität überdurchschnittlich hoch war. Das aktuelle Modell, die SP-800UZ, enttäuschte auf beiden Gebieten: Zum einen verzichtet Olympus bei ihr auf Halbautomatiken und einen direkten Zugang zur Belichtungskorrektur. Zum anderen zeigten die Tests deutliches Bildrauschen und eine relativ niedrige, wenn auch gleichmäßig verlaufende Auflösung.
Platz 9: Olympus SP-810UZ (36fach-Zoom)
Auch mit der SP-810 UZ vermag es Olympus nicht, an frühere Erfolge der SP-Reihe anzuknüpfen. Die gemessene Auflösung war nur ausreichend, ebenso die Ein- und Ausgangsdynamik. Und auch das Bildrauschen könnte weniger sein. Was die Ausstattung angeht, so bietet die Bridge-Kamera zwar ein gigantisches 36fach-Zoomobjektiv, verzichtet dafür aber auf Halbautomatiken - eine Unsitte, die immer mehr ins Bridge-Segment einzieht.
Auch mit der SP-810 UZ vermag es Olympus nicht, an frühere Erfolge der SP-Reihe anzuknüpfen. Die gemessene Auflösung war nur ausreichend, ebenso die Ein- und Ausgangsdynamik. Und auch das Bildrauschen könnte weniger sein. Was die Ausstattung angeht, so bietet die Bridge-Kamera zwar ein gigantisches 36fach-Zoomobjektiv, verzichtet dafür aber auf Halbautomatiken - eine Unsitte, die immer mehr ins Bridge-Segment einzieht.
Platz 8: Samsung WB5500 (26fach-Zoom)
Die Samsung WB5500 ist erstklassig ausgestattet. Ihre Bildqualität enttäuschte jedoch. Vor allem der zu niedrige Wirkungsgrad und das nur mittelmäßige Ergebnis bei den Rauschmessungen sind daran schuld. Positiv anzumerken ist jedoch die einfache Bedienung.
Die Samsung WB5500 ist erstklassig ausgestattet. Ihre Bildqualität enttäuschte jedoch. Vor allem der zu niedrige Wirkungsgrad und das nur mittelmäßige Ergebnis bei den Rauschmessungen sind daran schuld. Positiv anzumerken ist jedoch die einfache Bedienung.
Platz 7: Benq GH700 (21fach-Zoom)
Die Benq GH700 eignet sich vor allem für preisbewusste Anwender, die keinen allzu großen Anspruch an die Bildqualität stellen. So war das Rauschverhalten der Kamera vorbildlich, die Auflösung und die Ausgangsdynamik erwiesen sich jedoch als zu niedrig. Die Ausstattung bietet mit dem optischen Stabilisator und der Full-HD-Videofunktion einige Besonderheiten für diese Preisklasse. Andererseits ist die Bedienung teils zu umständlich. Und die müffelnde Tasche ist ein echter Abturner.
Die Benq GH700 eignet sich vor allem für preisbewusste Anwender, die keinen allzu großen Anspruch an die Bildqualität stellen. So war das Rauschverhalten der Kamera vorbildlich, die Auflösung und die Ausgangsdynamik erwiesen sich jedoch als zu niedrig. Die Ausstattung bietet mit dem optischen Stabilisator und der Full-HD-Videofunktion einige Besonderheiten für diese Preisklasse. Andererseits ist die Bedienung teils zu umständlich. Und die müffelnde Tasche ist ein echter Abturner.
Platz 6: Samsung WB750 (18fach-Zoom)
Die Samsung WB750 ist eine preiswerte Digitalkamera, bei der Sie jedoch einige Schwächen bei der Bildqualität in Kauf nehmen müssen. So war die gemessene Auflösung und der Dynamikumfang etwas zu niedrig, das Bildrauschen dagegen zu stark. Ihre zahlreichen Motivprogramme und Bildverschönerungsmöglichkeiten richten sich vor allem an Einsteiger.
Die Samsung WB750 ist eine preiswerte Digitalkamera, bei der Sie jedoch einige Schwächen bei der Bildqualität in Kauf nehmen müssen. So war die gemessene Auflösung und der Dynamikumfang etwas zu niedrig, das Bildrauschen dagegen zu stark. Ihre zahlreichen Motivprogramme und Bildverschönerungsmöglichkeiten richten sich vor allem an Einsteiger.
Platz 5: Panasonic Lumix DMC-FZ48 (24fach-Zoom)
Mit der Lumix DMC-FZ48 bringt Panasonic eine abgespeckte Version der Panasonic Lumix DMC-FZ150. Die Bridge-Kamera machte Bilder mit etwas zuviel Rauschen und zu wenig Dynamik. Hinsichtlich ihrer Ausstattung kann sich das Panasonic-Modell jedoch sehen lassen. Dennoch: Für ihren Preis bietet die Panasonic Lumix DMC-FZ48 zu wenig.
Mit der Lumix DMC-FZ48 bringt Panasonic eine abgespeckte Version der Panasonic Lumix DMC-FZ150. Die Bridge-Kamera machte Bilder mit etwas zuviel Rauschen und zu wenig Dynamik. Hinsichtlich ihrer Ausstattung kann sich das Panasonic-Modell jedoch sehen lassen. Dennoch: Für ihren Preis bietet die Panasonic Lumix DMC-FZ48 zu wenig.
Platz 4: Olympus SZ-30MR (24fach-Zoom)
Obwohl die Olympus SZ-30MR einen recht geringen Dynamikumfang vorzuweisen hatte, sorgten das ausgezeichnete Rauschverhalten und der Wirkungagrad dafür, dass die Kamera bei den Bildqualitätstests gut abschnitt. Die Ausstattung bietet einige Schmankerl, die vor allem für Videofreunde interessant sind. Bei der Handhabung könnte Olympus jedoch noch nachbessern und die Kamera etwas schneller machen.
Obwohl die Olympus SZ-30MR einen recht geringen Dynamikumfang vorzuweisen hatte, sorgten das ausgezeichnete Rauschverhalten und der Wirkungagrad dafür, dass die Kamera bei den Bildqualitätstests gut abschnitt. Die Ausstattung bietet einige Schmankerl, die vor allem für Videofreunde interessant sind. Bei der Handhabung könnte Olympus jedoch noch nachbessern und die Kamera etwas schneller machen.
Platz 3: Nikon Coolpix L120 (21fach-Zoom)
Aufgrund der fehlenden Halbautomatiken schließt die Nikon Coolpix L120 zwar nicht die Lücke zwischen Kompaktkamera und Spiegelreflexmodell. Anspruchsvolle Fotoneulinge dürfen sich jedoch über viele Motivprogramme und zwei Belichtungsautomatiken freuen, die sich im Test berwährt haben. Dennoch blieb Anlass zur Kritik: Der fehlende Sucher gab Punktabzug, da am Gehäuse der Bridge-Kamera der Platz vorhanden wäre. Zudem kann die etwas zu aggressive Scharfzeichnung in der Bildmitte zu Artefakten führen. Gute Noten erhielten dagegen das Rauschverhalten und die Einagngsdynamik.
Aufgrund der fehlenden Halbautomatiken schließt die Nikon Coolpix L120 zwar nicht die Lücke zwischen Kompaktkamera und Spiegelreflexmodell. Anspruchsvolle Fotoneulinge dürfen sich jedoch über viele Motivprogramme und zwei Belichtungsautomatiken freuen, die sich im Test berwährt haben. Dennoch blieb Anlass zur Kritik: Der fehlende Sucher gab Punktabzug, da am Gehäuse der Bridge-Kamera der Platz vorhanden wäre. Zudem kann die etwas zu aggressive Scharfzeichnung in der Bildmitte zu Artefakten führen. Gute Noten erhielten dagegen das Rauschverhalten und die Einagngsdynamik.
Platz 2: Panasonic Lumix DMC-FZ150 (24fach-Zoom)
Mit einer UVP von 529 Euro richtet sich die Panasonic Lumix DMC-FZ150 an ambitionierte Hobbyfotografen mit hohen Ansprüchen. Allerdings wird die Kamera diesen Ansprüchen nicht ganz gerecht. Zwar ist sie gut ausgestattet und stellt mit ihren manuellen Einstelloptionen auch fortgeschrittene Anwender zufrieden. Die Bildqualität der 12-Megapixel-Kamera hat jedoch ihre Macken - vor allem, was das Bildrauschen und den Dynamikumfang angeht.
Mit einer UVP von 529 Euro richtet sich die Panasonic Lumix DMC-FZ150 an ambitionierte Hobbyfotografen mit hohen Ansprüchen. Allerdings wird die Kamera diesen Ansprüchen nicht ganz gerecht. Zwar ist sie gut ausgestattet und stellt mit ihren manuellen Einstelloptionen auch fortgeschrittene Anwender zufrieden. Die Bildqualität der 12-Megapixel-Kamera hat jedoch ihre Macken - vor allem, was das Bildrauschen und den Dynamikumfang angeht.
Platz 1: Fujifilm X-S1
Mit der Fujifilm X-S1 hat der Hersteller einen neuen Bridge-Boliden im Angebot, der gegen Spiegelreflexkameras der Einsteiger- und Mittelklasse antritt. Optisch ist dies zwar kein Problem, doch die Bildqualität der Bridge-Kamera konnte leider nicht ganz mit der einer DSLR mithalten: Zwar überzeugte das Rauschverhalten der X-S1 komplett. Bei der Ausgangsdynamik und der Auflösung bei mittlerer Brennweite zeigte das Fuji-Modell jedoch kleine Mängel. Die können bei DSLR-Kits zwar auch vorkommen. Hier haben Sie aber die Möglichkeit, eventuelle Mängel mit einem hochwertigen Objektiv auszugleichen.
Mit der Fujifilm X-S1 hat der Hersteller einen neuen Bridge-Boliden im Angebot, der gegen Spiegelreflexkameras der Einsteiger- und Mittelklasse antritt. Optisch ist dies zwar kein Problem, doch die Bildqualität der Bridge-Kamera konnte leider nicht ganz mit der einer DSLR mithalten: Zwar überzeugte das Rauschverhalten der X-S1 komplett. Bei der Ausgangsdynamik und der Auflösung bei mittlerer Brennweite zeigte das Fuji-Modell jedoch kleine Mängel. Die können bei DSLR-Kits zwar auch vorkommen. Hier haben Sie aber die Möglichkeit, eventuelle Mängel mit einem hochwertigen Objektiv auszugleichen.
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