1243697

Vergleichstest: DVD-Recorder

01.12.2004 | 13:40 Uhr |

Wenn Weihnachten näher rückt, greifen die TV-Sender in ihre Schatzkisten und holen Hollywood-Leckerbissen hervor. Mit einem DVD-Recorder bannen Sie diese kinderleicht auf einen Silberling. Wir haben die neuesten Modelle getestet.

FINDER: WELCHEN DVD-RECORDER BRAUCHE ICH?

EINSTIEGSMODELLE sind ab 300 Euro zu haben. Selbst einfachste Geräte sind meist gut ausgestattet. Entscheidend sind jedoch die Bedienung und die Bildqualität. Daran hapert es bei Billigprodukten häufig.

PROFI-GERÄTE kosten ab 600 Euro. Sie bieten eine üppige Ausstattung und ein gutes Bild. Geräte mit Festplatte sind für den fortgeschrittenen Nutzer interessant. Damit kann er Aufnahmen bearbeiten und platzsparend auf DVD überspielen.

SPEZIALISTEN benötigen individuelle Funktionen oder Kombinationen aus unterschiedlichen Geräten, etwa einen DVD-Player mit Festplatte oder einen DVD-Recorder mit VHS-Funktion. Es gibt nicht viele dieser Exoten, etwa den JVC DR-MV1 mit einem integrierten normalen Videorecorder.

Sie sind praktisch, sie sind in - deshalb wird bald jeder einen haben. Doch mal eben schnell einen DVD-Recorder zu kaufen ist riskant. Mittlerweile gibt es mehr als 50 Modelle, die zwischen 300 und 1300 Euro kosten. Damit nicht genug: Die Geräte beschreiben die Silberscheiben in unterschiedlichen Formaten und geben sie in noch mehr Varianten wieder. Die Hersteller haben drei Verfahren entwickelt, mit denen sich eine Digital Versatile Disc (DVD) mehrfach beschreiben lässt: DVD-RAM, DVD+RW und DVD-RW. Einige Recorder, etwa die von JVC oder Toshiba, beherrschen zwei davon. Die meisten kommen jedoch nur mit einem Format zurecht. Darauf müssen vor allem Video-Fans achten, die Mitschnitte von Filmen oder Fernsehsendungen mit Freunden oder Bekannten tauschen möchten. Deren Player kann unter Umständen nichts mit der Scheibe anfangen, die man gebrannt hat.

DVDs, die sich nur einmal beschreiben lassen, sind weniger wählerisch. Nahezu jeder Recorder oder Player spielt sie ab. Kritisch wird es nur, wenn ein DVD-RAM-Gerät Aufnahmen von einer Read-Write-DVD (RW) wiedergeben soll. Um den Mitschnitt auf eine andere Disc zu überspielen, ist eine eingebaute Festplatte hilfreich. Eine Disk mit 80 GB fasst je nach Qualität etwa 50 bis 100 Stunden Video und dient hauptsächlich dazu, eine Sendung mitzuschneiden. Der Benutzer kann später entscheiden, ob er die Aufnahme auf DVD archiviert oder löscht. Beim Überspielen auf DVD dient der Zwischenspeicher als Werbeblocker: Landet eine Fernsehsendung oder ein Film zuerst auf der Festplatte, kann der Benutzer die Werbespots herausschneiden, bevor er die DVD brennt.

Neue Techniken im Anmarsch

Doch nicht nur mit unterschiedlichen Aufnahme- und Wiedergabeformaten muss sich der Interessent auseinandersetzen. Für zusätzliche Verwirrung sorgen Ankündigungen von Herstellern, in denen vom Blu-Ray-Verfahren mit blauen Lasern und doppelt beschichteten DVDs die Rede ist. Aber diesbezüglich kann Entwarnung gegeben werden: Die ersten DVD-Brenner für PCs, die diese Verfahren nutzen, sind zwar bereits auf dem Markt. Alleine die Rohlinge kosten mit 15 Euro jedoch noch so viel wie eine bespielte DVD. Außerdem lassen sie sich nur auf speziellen Geräten abspielen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1243697