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Vergleichstest: DVD-Recorder

01.09.2004 | 13:06 Uhr |

Recorder zu digitalen Aufname Ihrer Lieblingssendungen gibt es inzwischen in jeder Preisklasse. Das Angebot reicht vom einfachen DVD-Recorder über Festplatten-Recorder bis hin zu neuartigen Kombinationen aus beidem.

FINDER: WELCHER RECORDER FÜR WEN?

EINSTEIGER DVD-Recorder gibt es ab 300 Euro. Die einfachsten Geräte bringen bereits erstaunliche Features mit. Dennoch ist gerade bei günstigen DVD-Recordern nicht die Ausstattung, sondern die Bedienung und vor allem die Bildqualität entscheidend.

PROFI Wer etwas tiefer in die Tasche greift, bekommt ab 600 Euro ein solides Markengerät mit üppiger Ausstattung und gutem Bild. Geräte mit Festplatte sind für Technik-Freaks inzwischen sehr wichtig. Damit lassen sich Aufnahmen bearbeiten und bei Bedarf Platz sparend auf DVD überspielen.

SPEZIALIST Der Spezialist braucht individuelle Funktionen oder Kombinationen aus verschiedenen Geräten: einen DVD-Player mit Festplatte oder einen DVD-Recorder mit VHS-Funktion. Diese exotischen Gerätekombinationen sind sehr rar, bieten aber mitunter genau die individuellen Funktionen, die der Anwender braucht.

VHS-Kassette ade. Die Zeiten, in denen sich Video-Freaks mit unzähligen Videos die Schrankwand zustellten, sind vorbei. Heute bieten schlanke DVD-Amaray-Hüllen ein ordentliches Bild. DVD-Recorder gibt es mit und ohne Festplatte. Der Aufpreis für eine Festplatte liegt momentan bei etwa 100 bis 200 Euro - je nach Größe.

Digital.World hat die neuen DVD-Recorder getestet und für jedes Portemonnaie eine Variante ausgewählt. Ferner haben wir einen Exoten getestet, der bequem Videobänder auf DVD überspielt.

Festplatte ja oder nein?

Der Vorteil der Festplatte liegt auf der Hand: Der Recorder speichert beispielsweise regelmäßig ausgestrahlte Serien. Was nicht archiviert werden soll, wird gelöscht. Zugegeben, das geht auch mit einer wiederbeschreibbaren DVD-RW. Allerdings ist die Aufnahme nur bis zu 1000 Mal möglich. Darüber hinaus ist bei gleicher Aufnahmequalität die Kapazität der Festplatte bis zu 30 Mal größer. Bei einem Boxkampf in den USA beginnt die Übertragung beispielsweise um vier Uhr nachts und dauert meist mehrere Stunden.

Der Zuschauer kann die gesamte Übertragung aufzeichnen und den gewünschten Ausschnitt später auf DVD kopieren. Bei Aufnahmen der privaten Sendeanstalten spult der Zuschauer zudem bequem über die Werbeblöcke oder schneidet sie vor dem Überspielen auf DVD heraus. Die Schattenseiten: Neben dem hohen Preis stört bei manchen Geräten der Geräuschpegel. Das mechanische Laufwerk erzeugt je nach Hersteller ein mitunter störendes Surren. Jede Aufnahme beschäftigt den Video-Freak zweimal: zuerst bei der Aufzeichnung und später nochmals beim Überspielen.

DVD-Formate & Datenraten

Die Hersteller konnten sich nicht auf ein Aufnahmesystem einigen: Es gibt die wiederbespielbaren Disks DVD-RAM, DVD+RW und DVD-RW. Wer gerne selbst gebrannte DVDs tauschen möchte, sollte nach Möglichkeit darauf achten, dass das Abspielgerät das entsprechende Format unterstützt. Allen gemein ist die Kapazität. Derzeit können alle Disk-Formate auf einer Seite 4,7 GB Daten speichern. In der besten Bildqualität bei rund 10 MBit/s reicht diese Kapazität für eine Stunde. Im Longplay-Modus mit nur noch 2 MBit/s reicht die DVD dagegen vier Stunden.

Es gibt weitere Abstufungen, allerdings sind die Auswirkungen auf die Bildqualität zum Teil verheerend: wabernde Farbflächen, Unschärfen und Grieseln im Bild. Folge: Die Disks müssen des Öfteren gewechselt werden, damit für jeden Mitschnitt genug Kapazität vorhanden ist.

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