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Vergleichstest: DV-Camcorder

28.09.2005 | 12:56 Uhr |

DV-Camcorder mit üppiger Ausstattung müssen nicht mehr als 600 Euro kosten. Digital.World hat drei typische Vertreter getestet und verrät Ihnen, wie sie sich im Testlabor geschlagen haben.

In der Camcorder-Mittelklasse herrscht ein drastischer Preisverfall: Während die Hersteller Verkaufspreise um 800 Euro als unverbindliche Preisempfehlungen angeben, gehen die Geräte für 500 bis 600 Euro über den Ladentisch. Damit ist der Abstand zu den Einsteigermodellen nicht mehr groß, die Ausstattungsliste dafür deutlich länger. Die 16:9-Videoaufnahme unterstützen nun alle Geräte mit erhöhter Auflösung. Bei den Fotos gehört das Megapixelformat dazu - das reicht für den Schnappschuss unterwegs und einen Ausdruck im Format 9 x 13 Zentimeter. Analoge und digitale Video-Ein- und Ausgänge sind bei allen Geräten vorhanden, neuerdings überträgt der USB-Bus volle Videoqualität zum PC. Der Weg zurück - wie bei Firewire üblich - funktioniert hingegen noch nicht. Und: Nur wenige Schnittprogramme unterstützen USB. Darüber hinaus laden alle Modelle den Akku über das Netzteil im Gerät - separate Ladegeräte gibt's nur optional.

Sony DCR-HC42E

Note 2,3 (gut)
Preis ca. 550 Euro
Plus Guter Ton, 16:9-Display, Touchscreen
Minus Viele Anschlüsse an der Basisstation, wenige am Gerät

AUSSTATTUNG : Mit seinem 16:9-Display spricht der DCR-HC42E Filmer an, die gerne im breiten Format drehen. Mit einer separaten Taste können Sie jedoch schnell zurück in den 4:3-Standard wechseln. Zeitrafferaufnahmen mit einer maximalen Verzögerung von 10 Minuten zwischen den Einzelbildern zeichnet der Sony auf Band oder Memory Stick Duo auf. Die Foto-Auflösung bleibt mit 1152 x 864 Bildpunkten leicht hinter der Konkurrenz zurück. Eine Infrarot-Lampe ermöglicht Foto- und Video-Aufnahmen bei Nacht. Alle Anschlüsse haben die Entwickler an die Docking-Station ausgelagert, der DCR-HC42E selbst bietet lediglich einen analogen Ein- und Ausgang. Ärgerlich: Ein Kabel mit S-Video-Signal gibt es nur optional für happige 25 Euro.

BEDIENUNG : Der Camcorder liegt angenehm in der Hand. Der Zoomhebel reagiert sanft, ein zweiter Zoomtaster und Auslöser am Display gibt zusätzlich kreative Freiheit. Die Bedienung erfolgt größtenteils über das Display - der Touchscreen ist zwar komfortabel, führt aber schneller zu einem verschmutzten Schirm. Das Menü ist funktionsreich. Sie können die Menüs selbst gestalten und sich damit die Bedienung erleichtern.

BILD- UND TONQUALITÄT : Der DCR-HC42E liefert die schärfsten Aufnahmen des Testfeldes, der Autofokus leistet ganze Arbeit. Am Tag überzeugt die Bildqualität; Aufnahmen in der Dämmerung gehören nicht zu den Stärken des Geräts: Farben verblassen, das Bildrauschen steigt. Mit dem Slow-Shutter wird die DCR-HC42E zwar nachtaktiver, dafür verwischen schnelle Bewegungen. Der Ton zeigt ein gutes Stereobild, Laufwerksgeräusche gelangen fast nicht auf das Band.

FAZIT : Gute Qualität und hohe Mitnahmetauglichkeit zeichnen den Sony DCR-HC42E aus. Das optional erhältliche Kabel mit S-Video-Signal hätten wir gerne im Lieferumfang gesehen.

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