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Vergleichstest: Canon EOS 300D vs. Nikon D70

01.09.2004 | 12:03 Uhr |

Die Einstiegsdroge EOS 300D vom Marktführer Canon gegen den Erwartungsträger Nikon D70. Wir sagen Ihnen, welche Kamera das Duell für sich entscheiden konnte.

Mit ihrem aktuellen Preis von 1000 Euro ist die EOS 300D von Canon die preiswerteste digitale SLR-Kamera und behauptete diese Position lange Zeit alleine. Besonders attraktiv ist das Set mit Objektiv: Für 100 Euro Aufpreis erhält der Kunde ein Universalobjektiv zum Gehäuse, das es einzeln nicht zu kaufen gibt. Nikon hat nachgezogen und mit der D70 eine würdige Konkurrentin zur Canon EOS 300D in der 1000-Euro-Klasse ins Rennen geschickt. Das Gehäuse kostet 1100 Euro, für 100 Euro Aufpreis gibt es diese Kamera mit einem Universalobjektiv.

Ausstattung und Bedienung

CANON : Funktionsumfang und Bedienung entsprechen den analogen Einsteiger-SLR-Kameras von Canon und sind damit etwas niedriger einzustufen als bei der Nikon D70. Canon-Fotografen wird das indes nicht stören. Sie können nahtlos mit der Kamera arbeiten, ohne sich in ein grundsätzlich neues Bedienkonzept einarbeiten zu müssen. Nicht zu vergessen: Die meisten AF-Objektive des Herstellers können problemlos an der 300D verwendet werden.

Ein Funktionswahlrad rechts oben am Gehäuse ist die zentrale Schaltstelle zur Einstellung des Aufnahmeprogramms. Neben der vollautomatischen Steuerung stehen sechs Motivprogramme, Zeit-, Programm- sowie Blendenautomatik und manuelle Einstellung zur Verfügung. Zur Auswahl von Zeit oder Blende dient ein Einstellrad hinter dem Auslöser - wie es bei SLR-Kameras dieser Leistungsklasse üblich ist. Sollen Zeit und Blende von Hand eingestellt werden, dient ein Knopf als Umschalter für das Wahlrad. Die Menüsteuerung erfolgt über ein Tastenkreuz rechts vom Display.

NIKON : Nicht anders als zu erwarten entspricht auch hier die Bedienung der Kamera den analogen Vorbildern. Nikon steigt jedoch auf einem etwas höheren Niveau ein als Canon. Nikon-Fotografen werden sich sofort wie zu Hause fühlen. Für Neueinsteiger bietet die Kamera einen Automatikmodus, in dem sie alle nötigen Einstellungen vornimmt. Hier können - wie bei der Testkonkurrenz - die meisten AF-Objektive des Kamerasystems verwendet werden. Zur Wahl des Aufnahmeprogrammes dient ein Wahlrad links oben am Gehäuse.

Neben der Vollautomatik und sechs Motivprogrammen stehen die klassischen Automatiken - Zeit, Blende und Programm - sowie manuelle Einstellung zur Verfügung. An der Nikon D70 befinden sich zwei Wahlrädchen für Zeit, Blende oder Belichtungskorrektur. An der Canon ist nur eines zu finden. Zusätzlich ist eine Wippe für die Menüeinstellungen und für die Wahl des AF-Punktes vorhanden, die praktischerweise verriegelbar ist. Die Blitzsteuerung ist dank Blitzbelichtungskorrektur und weiterer Funktionen etwas besser als bei der Konkurrentin aus dem Hause Canon.

Fotopraxis

CANON : Der geringe Preis macht sich beim Gehäuse bemerkbar. Dieses ist deutlich sicht- und spürbar aus Kunststoff gefertigt. Der Funktionsumfang zollt dem Preis ebenfalls Tribut. So fehlt etwa die Blitzbelichtungskorrektur. Der Bedienung tut dies keinen Abbruch, die EOS 300D liegt angenehm in der Hand, die Tasten und Bedienelemente sind gut erreichbar.

Die Autofokus-Geschwindigkeit und deren Genauigkeit sind hervorragend. Die Auslöseverzögerung der Kamera ist sehr gering, worin ein gemeinsamer Unterschied der beiden Kontrahenten zu den hochwertigen Kompaktkameras in dieser Preisklasse liegt. Die Bildqualität der Canon EOS 300D ist sehr gut. Sie ist mit relativ deutlicher Scharfzeichnung und kräftiger Farbgebung klar an den Bedürfnissen von Einsteigern orientiert.

NIKON : In der Praxis erweist sich die D70 als schnell und zuverlässig, sowohl was den Autofokus als auch die Auslöseverzögerung angeht. Die Einschaltzeit der Kamera ist deutlich kürzer als bei der Canon 300D. Die Belichtung von Hand einzustellen ist für Fotografen angenehmer als bei der Duellantin. Verantwortlich hierfür sind die zwei Wahlräder. Das Gehäuse wirkt durch die mattschwarze Oberfläche etwas wertiger und liegt sehr gut in der Hand. Auch die D70 ist dank des bewährten Bedienkonzeptes optimal zu handhaben. Die Nikon D70 bietet eine sehr gute Bildqualität. Sie ist auch für Einsteiger gedacht. Die Scharfzeichnung in den Standardeinstellungen fällt noch etwas deutlicher aus als bei dem Canon-Modell.

TESTEXPRESS

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