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All-In-One-PCs der Luxusklasse

23.02.2010 | 09:53 Uhr |

All-In-One-PCs vereinen eine Fülle an Funktionen. Mit Displays von über 20 Zoll sind sie perfekt fürs Wohnzimmer. Multitouch erlaubt ein ganz neues Bedienerlebnis. Wir stellen die besten All-In-One-PCs der Luxusklasse vor.

Notizzettel sind eine beliebte Funktion für Multitouch-Displays.
Vergrößern Notizzettel sind eine beliebte Funktion für Multitouch-Displays.
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All-In-One-PCs gibt es mittlerweile auch für unter 600 Euro, diese Einsteiger-Geräte haben aber gravierende Nachteile: Die Display-Diagonale ist zu klein fürs Wohnzimmer, die Rechenleistung zu schwach für Videoschnitt, und Bedienkomfort via Multitouch-Display ist bei All-In-One-PCs unter 600 Euro auch nicht zu bekommen. In der gehobenen Preisklasse ab 600 Euro aufwärts erweitert sich das „Rundum-Glücklich-Paket“ auf Multimedia-Funktionen. Mittels Infrarot-Fernbedienung navigieren Sie drahtlos durch Ihre Film- und Musikbibliothek. Über den TV-Eingang verwandeln Sie den All-In-One-PC zum Fernseher, während der S/P-DIF-Ausgang Raumklang an das Mehrkanal-Boxenset ausgibt.

Ausstattung bei All-In-One-PCs der Luxusklasse

Sehr spartanische Schnittstellenausstattung bei Apples iMac.
Vergrößern Sehr spartanische Schnittstellenausstattung bei Apples iMac.
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Mit einer Bildschirmdiagonale ab 20 Zoll und TV-Empfänger sind All-In-One-PCs eine Alternative für den Fernseher im Wohnzimmer. Im Testfeld erfüllen alle Geräte diese Voraussetzung mit Ausnahme des Dell Inspiron One 19 Touch, der sich mit 18,5 Zoll Diagonale eher an der Konkurrenz mit Nettop-Komponenten orientiert. Diesen Nachteil macht er allerdings durch ein Multitouch-Display und seinen günstigen Preis wieder wett. Bei einem All-In-One-PC der gehobenen Preisklasse können Sie eine leistungsfähige Dual-Core- oder gar Quad-Core-CPU, vier Gigabyte Arbeitsspeicher und mindestens 500 GB Festplattenkapazität erwarten. Lediglich der Dell XPS One 24 und der Averatec All-In-One-F1 können bei diesen Anforderungen nicht ganz mithalten.

Mit Mikrofon, Webcam, LAN-Anschluss und integrierten Lautsprechern alleine locken die All-In-One-Boliden der Luxusklasse niemanden mehr hinter dem Ofen hervor - dies bieten auch die günstigen Kollegen der Einstiegsklasse mit Nettop-Komponenten. Ein Blu-Ray-Laufwerk, kabellose Eingabegeräte, Kartenleser, Fernbedienung, TV-Empfänger, ein reichhaltiges Schnittstellenangebot und schnelles WLAN dürfen Sie ruhig erwarten, wenn Sie über 1000 Euro hinblättern. Und gerade hier patzt unser Testsieger Apple iMac 24 Zoll am meisten: Weder er noch seine Nachfolgemodelle bieten für den fürstlichen Preis Blu-Ray, Kartenleser, TV-Empfang oder einen Touchscreen. Und auch bei der Schnittstellenvielfalt hat die Konkurrenz den Pionier unter den All-In-One-PCs längst abgehängt.

Touchscreen - ja, aber bitte mit Multitouch!

Windows 7 hat bei den Hardware-Herstellern einen regelrechten Boom bei den All-In-One-PCs mit Multitouch ausgelöst: Vier unserer zehn Geräte im Test steuern Sie mit zwei Fingern gleichzeitig. Neben den obligatorischen Anwendungen im Microsoft Touch Pack wie Surface Lagoon und Surface Globe spendieren manche Hersteller zusätzliche Touch-Benutzeroberflächen für eine noch einfachere Bedienung samt eigens programmierter Anwendungen wie Fotoverwaltung und virtuelle Notizzettel. Ernsthafte Branchenanwendungen, die Multitouch unterstützen, sind momentan noch Mangelware.

Ergonomie: Stromverbrauch, Lautstärke und Display-Helligkeit

Die leistungsfähigen Komponenten in All-In-One-PCs der Luxusklasse bescheren den Geräten gegenüber den Billig-Konkurrenten mit Atom-CPUs einen höheren Stromhunger. Verbrauchen die Konkurrenten mit kleinerem Display und Atom-CPU maximal 60 Watt, liegt der Verbrauch der wohnzimmertauglichen All-In-One-PCs zwischen 80 und 190 Watt. Beim Betriebsgeräusch konnten wir keine Unterschiede zu den günstigen Konkurrenten feststellen - insbesondere der Apple iMac 24 Zoll arbeitet mit 0,3 Sone praktisch unhörbar. Unterschiede gibt es aber noch bei der Display-Qualität: Steht der All-In-One-PC in der Nähe eines Fensters, ist ein helles und kontrastreiches Display wichtig. Außerdem sind so gut wie alle All-In-One-Displays spiegelnd - insbesondere bei einem Touchscreen sehen Sie darauf jeden Fingerabdruck.

Test- und Temposieger mit eco2-Award: Apple iMac 24 Zoll

Touchsreen bei einem Touchsmart-PC von HP
Vergrößern Touchsreen bei einem Touchsmart-PC von HP
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Der All-In-One-PC Apple iMac 24 Zoll lässt bei der Rechenleistung alle Konkurrenten weit hinter sich zurück und überzeugt im Test durch ein schickes Design, ein brillantes Display sowie gute Ergebnisse bei Stromverbrauch und Betriebsgeräusch. Der Apple iMac präsentiert sich damit unter den All-In-One-PCs als allererste Wahl für Grafik-, Video- und Audio-Studios. Auch im Heimbüro erfüllt der iMac seine Aufgaben mit Bravour, wird aber aufgrund seines hohen Preises von etwa 2000 Euro viele Käufer an die Windows-Konkurrenz verlieren. Diese hat nämlich mit intuitiven Touchscreens und bei der Schnittstellenausstattung den iMac längst das Fürchten gelehrt. Mit Blu-Ray-Laufwerk, Kartenleser sowie umfangreichen Video- und TV-Anschlüsse haben beim Einsatz im Wohnzimmer inzwischen die Konkurrenten die Nase vorn.

Preis-Tipp: Dell Inspiron One 19 Touch

Als All-In-One-PC mit Multitouch ist der Dell Inspiron One 19 Touch für 630 Euro ein echter Preisbrecher. Dabei braucht er sich in punkto CPU-Leistung sowie Arbeitsspeicher- und Festplattenkapazität nicht vor teureren Konkurrenten verstecken. Besonders lobenswert sind die Software-Ausstattung, der geringe Stromverbrauch und das leise Betriebsgeräusch. Von der mitgelieferten Touch-Software sind insbesondere die Foto-, Audio- und Notizfunktionen sinnvoll nutzbar.

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