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Vergleichstest: Aktuelle Digitalkameras

01.06.2004 | 11:21 Uhr |

Die Digitalen Kameras werden Alltagsgut. Und gewiss sind acht Megapixel bald nicht mehr die Luxusklasse, sondern schlichter Standard - wer gibt sich da noch mit vier oder fünf zufrieden? Doch gerade in dieser Klasse gibt es jetzt sehr ausgereifte Modelle zu interessanten Preisen. Wir haben alle aktuellen Digicams im Test.

AUSWAHLKRITERIEN: DER TEST IM ÜBERBLICK

Vier Megapixel und optisches 3fach-Zoom - das ist die Mindestausstattung aller Digicams in diesem Test.

Für EINSTEIGERKAMERAS mit vier Megapixel geben die Hersteller derzeit etwa Listenpreise um 300 Euro an. Zwei aktuelle Modelle haben wir getestet.

Unter den EDELKOMPAKTEN drängen sich sieben Kandidaten zwischen etwa 350 und 630 Euro mit bis zu sechs Megapixel Auflösung in unserem Vergleich, denn schön und klein liegt im Trend.

Mit SUPERZOOM-KAMERAS liegen Sie richtig, wenn Sie ein stärkeres optisches Zoom brauchen. Zwei Modelle für 500 und 700 Euro treten hier an.

In der Klasse der 8-MEGAPIXEL-DIGICAMS kämpfen fünf semiprofessionelle Modelle zwischen 1100 und 1200 Euro um den Testsieg.

Der Digicam-Markt boomt: Kaum ein Monat, in dem nicht Dutzende neuer Modelle in die Läden kommen. Die Bildauflösung in Megapixeln ist ein Eckwert, um die Leistungsfähigkeit grob anzugeben. Doch mit solch kruden Kennzahlen ist es längst nicht mehr getan. Vor allem in der Oberklasse entscheidet die Güte des Objektivs, wie sehr es mit dem Sensorchip harmoniert und wie behutsam oder energisch die Kameraelektronik die gemessenen Helligkeitswerte in ein Bild umrechnet. Unsere Messungen zur Bildqualität zeigen schonungslos, ob die Ingenieure ihr Geschäft verstehen oder nicht.

Zur ausgereiften Spitzentechnik muss sich jedoch noch eine gut ausgewogene Menge von Aufnahmefunktionen gesellen, damit die Kamera für die Praxis taugt. Ein interessantes Ausstattungsmerkmal, das Sie zunehmend in Digicams finden, ist die Bildstabilisierung. Sie kann in kritischen Lichtsituationen locker wettmachen, was ein Objektiv etwas weniger an Auflösung bietet. Und für den Kauf entscheidend sind nicht zuletzt Wohlfühlfaktoren wie Größe, Gewicht, Material, Handhabung und Ästhetik. Bei so vielen Aspekten macht keine Kamera alle Fotografen rundum glücklich. Die 16 Testkandidaten treten in vier Kategorien gegeneinander an, die unterschiedliche Kameraphilosophien repräsentieren (siehe Kasten links).

Jede Digicam hat eigenen Charakter

Gedränge herrscht unter den Edelkompakten, wo es längst um mehr als Schönheit und Handlichkeit geht: Gegen Klassiker wie die Canon Digital Ixus 500 treten Designkunststücke wie die Sony DSC-T1 mit Riesen-Tageslichtdisplay an. Andere Herausforderer sind der Auflösungsmeister (6,1 Megapixel) Fujifilm Finepix F610, Outdoor-Kämpfer wie die Olympus Mju 410 Digital, die hochelegante Kodak Easyshare LS743, die superleichte und preisgünstige Pentax Optio S40 und die Casio QV R51 mit tollem Display. Ein interessantes Segment - ästhetische Vielfalt und hohe Leistung finden hier zueinander.

Die Zoom-Riesen von Minolta (10fach) und Panasonic (12fach) bieten beide fortgeschrittene Technik. Dabei unterstreicht Minolta die Ergonomie, während Panasonic mit seinem Leica-Objektiv fasziniert, das den derzeitigen Stand der Technik widerspiegelt. Eine neue Runde im Kampf an der Spitze hat Sony mit seiner 8-Megapixel-Digicam eingeläutet. Inzwischen versuchen die anderen vier Großen im Digicam-Markt, Paroli zu bieten. Die kompakte Canon Powershot Pro 1, die große Olympus C-8080, die angenehm bedienbare Minolta Dimage A2 und die handliche Nikon Coolpix 8700.

Kameras richtig beurteilen

Vorsicht ist gerade in dieser Pixelklasse geboten, wenn man die Messwerte interpretiert: Auflösung und Rauschen darf man nur zurückhaltend bewerten, denn beide Störquellen treten erst dann hervor, wenn es um sehr große Abzüge geht. Mehr denn je bestimmt dagegen die Wiedergabecharakteristik, also Scharfzeichnung (siehe Testverfahren), Artefaktrate und die Eingangsdynamik, ob eine Datei unmittelbar für den Ausdruck geeignet ist oder besser per Software nachbearbeitet werden sollte.

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