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Vergleichstest: Aktive 5.1-Lautsprechersysteme bis 300 Euro

16.06.2005 | 14:37 Uhr |

Zusammen mit dem PC arbeiten 5.1-Lautsprechersysteme längst als eingespieltes Team. Durch die schnelle Verbreitung von DVD-Playern sind die Boxensets nun auch im Wohnzimmer gefragt. Digital.World sagt Ihnen, welches System der Preisklasse bis 300 Euro am besten zu Ihren Bedürfnissen passt.

KOMPAKT: 5.1-LAUTSPRECHERSETS

DIE AUSWAHL: Digital.World hat zehn 5.1-Lautsprechersysteme unter die Lupe genommen. Die vollaktiven Sets benötigen nur eine 5.1-Signalquelle wie einen DVD-Player oder DVD-Receiver. Ein Verstärker wird nicht gebraucht. Die Endstufen für die nötige elektrische Power sind bereits in den Sets eingebaut oder werden als externes Gerät mitgeliefert. Bei allen Testteilnehmern - mit Ausnahme des Typhoon-Systems und des Trust-Sets - ist die Elektronik im Subwoofer untergebracht. Dieser Platz bietet sich aufgrund der meist großen Abmessungen der Basskiste an.

Die Vorteile von 5.1-Lautsprechersystemen gegenüber herkömmlichen Stereo-Lautsprechern liegen auf der Hand: Die Stereo-Anlage spielt zwar die Musikhits aus dem Radio oder dem CD-Player, beim Kinohit aus dem DVD-Player versagt das Lautsprecherpaar jedoch kläglich. Die wenigsten Anwender möchten neben einer Stereo-Anlage zusätzlich ein 5.1-System im Wohnzimmer aufstellen. Diese Tatsache erfordert auf der Anschluss-Seite des 5.1-Sets ein hohes Maß an Flexibilität: Nicht nur der DVD-Player bedingt einen Anschluss, sondern auch das Radio oder das in die Jahre gekommene Kassettendeck. Für ein hohes Maß an Komfort müssen die Signalquellen umschaltbar sein - im Optimalfall mit einer Fernbedienung. So viel vorneweg: Nicht alle Testteilnehmer erfüllen diese erweiterten Bedingungen!

Dolby-Anschlüsse

Alle von uns getesteten Lautsprechersets eignen sich für die Wiedergabe von Dolby 5.1. Allerdings bringt nur das Z 5500 von Logitech einen eigenen Decoder mit. Bei den restlichen Sets muss das Decodieren des Dolby-Signals entweder der DVD-Player, die Soundkarte oder ein Receiver übernehmen. Das Mehrkanal-Signal der Dolby-Technologie erfordert entsprechend viele Kabel bei analoger Übertragung. Einfacher wird es beim digitalen Anschluss: Hier genügt ein Kabel. Dazu müssen die Soundkarte oder der DVD-Player allerdings über einen digitalen Ausgang verfügen, das Lautsprecherset bedarf eines digitalen Eingangs. Die Hersteller werben gerne mit der hohen Wattzahl aktiver Lautsprechersets. Leider wird hier mit dreierlei Maß gerechnet: Um eine reelle Leistungsangabe handelt es sich bei RMS (Root Mean Square), dem quadratischen Mittel des Sinus. Bei der Angabe Sinus wird ein etwas höherer Wert ermittelt - bei gleichbleibender Leistung. Die Leistungsangabe PMPO (Pulse Maximum Power) wird theoretisch errechnet und liefert zumeist utopische Werte. Trotz hoher Wattangabe muss eine Anlage nicht unbedingt laut sein. Die mögliche Lautstärke hängt vom erzeugten Schalldruck in Dezibel ab.

Lautsprecher positionieren

Die Sets von Teufel, Umax, Logitech und Typhoon eignen sich für die Benutzung in größeren Räumen. Die restlichen Systeme sind eher für eine verhältnismäßig nahe Positionierung beim Hörer konzipiert. Der Center-Lautsprecher wird immer vorne in der Mitte platziert - etwa auf dem Fernseher oder Monitor. Rechts und links davon stehen die Frontlautsprecher. Den Abstand zwischen diesen Satelliten bestimmen die Art des Lautsprechersets und die Raumeinrichtung. Hinter den Sitzplatz gehören die Rear-Lautsprecher, bei denen der Abstand der einzelnen Boxen ausschlaggebend ist. Bei manchen DVD-Playern haben Sie die Möglichkeit, den Abstand der einzelnen Lautsprecher einzugeben. Nicht nur die Lautstärken der einzelnen Boxen zueinander werden dadurch perfekt abgestimmt, sondern auch die unterschiedlichen Laufzeiten korrigiert: Die Surround-Effekte stimmen, und Sie hören das korrekte Signal aus jedem Lautsprecher.

Testkriterien

Wer aktive 5.1-Lautsprechersysteme der Einsteigerklasse bewertet, darf keine High-End-Maßstäbe anlegen. Um die Bewertung dennoch auf eine solide Grundlage zu stellen, haben wir den Frequenzgang der Anlagen ermittelt. Er gibt Hinweise darauf, wie gleichmäßig die Anlage das Frequenzspektrum in Schall umsetzt. Den Klangeindruck bilden Frequenzdiagramme allerdings nicht ab. Ein unruhiger Frequenzverlauf äußert sich zwar in klanglichen Verfärbungen, das Resultat kann dennoch angenehm klingen. Die Klang-Note ist deshalb subjektiv.

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