Formate und Fazit

Dienstag, 29.11.2011 | 10:19 von Christoph Supguth

Kindle-Format und Andere

Die Texte des Kindle-Format AZW, aber auch txt-Dateien lassen sich beim Lesen über "Menü" – "Schriftgröße" in der Größe, Schriftart und Ausrichtung an Ihre Bedürfnisse anpassen. Auch PDF-Dateien können auf dem Amazon-Gerät dargestellt werden, ohne diese konvertieren zu müssen. Allerdings stehen mit dem PDF-Format die Einstellungen im Menüpunkt „Schriftgröße“ nicht zur Verfügung. Stattdessen erscheint der Menüpunkt „Zoom und Kontrast“. Dort lässt sich die Darstellung auf „Breite anpassen“, "150%", "200%", "300%" und "Original" anpassen. Wenn nun die Größe verändert wird, wird das PDF über zwei Seiten dargestellt. Der Text ist so immer nur zur Hälfte sichtbar, das Hin- und Herspringen macht flüssiges Lesen zu einer Herausforderung.

Dateien fürs Kindle konvertieren

Auf dem Kindle sollen auch die Formate HTML, DOC, JPEG, GIF, PNG und BMP dargestellt werden können. Diese müssen dafür aber erst konvertiert werden. Dafür stehen Ihnen zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Über Ihre persönliche Kindle-Mail-Adresse schicken Sie Ihre Fotos und Textdokumente via E-Mail auf das Gerät. So werden die Dateien gleich in das richtige Format umgewandelt. Diese werden auch in der "Kindle-Bibliothek" gespeichert. Möchten Sie nicht, das diese dort gespeichert werden, lässt sich diese Funktion auch über „Mein Kindle-Seite“ unter „Persönliche Dokumenten-Einstellungen“ deaktivieren. Nachdem Sie Ihre E-Mail versendet haben, müssen Sie etwas Geduld haben. Je nach Dateigröße und -Menge müssen diese zunächst umgewandelt werden. Bis die Dateien auf dem Kindle abrufbar sind, vergehen mehrere Minuten.


Die zweite Möglichkeit Textdateien umzuwandeln, ist über ein eBook-Converter, wie etwa Calibre (Download) für den Heimrechner oder Calibre Portable (Download) für den USB-Stick, damit Sie auch von unterwegs Ihre Texte umwandeln können. Nach der Installation ziehen Sie die Text-Dateien in Calibre und über den Menüpunkt „Konvertiere Bücher“, wählen Sie in dem sich öffenden Fenster rechts oben „Ausgabe Format“, das Format MOBI. Mit einem Rechtsklick auf die konvertierte Datei gelangen Sie über „Öffne Speicherort“ direkt zur umgewandelten Datei, die Sie sich via USB-Kabel auf Ihr Kindle ziehen.

Fazit

Die neue Generation der E-Ink-Technik im Kindle eBook Reader überzeugt im Test durch einen hervorragenden Kontrast- und Schärfebereich. Die Schrift ist gut lesbar, ob unter direkter Sonneneinstrahlung und egal aus welchem Blickwinkel. Ein Unterschied zu gedruckten Medien ist nicht festzustellen. Andere Display-Technologien liegen in der Kategorie Lesbarkeit um Längen zurück. Auch das Umblättern läuft flüssig und schneller als das Umblättern einer echten Buchseite. Die Handhabung der Grundfunktion ist kinderleicht und benötigt keine größere Einarbeitungszeit.

Nur zwei Punkte fielen im Test negativ auf. Erstens ist die Bedienung der virtuellen Tastatur umständlich und erfordert etwas Geduld. Wer auf seinem Kindle desöfteren Texte eingeben möchte, sei es um Notizen anzulegen oder im Kindle Shop zu stöbern, dürfte mit einem Kindle mit Tastatur besser beraten sein. Dafür ist das Kindle ohne Tastatur klein und handlich. Der zweite negative Punkt ist die Darstellung der PDF-Dateien. Die Schrift ist bei angepassten Ansicht entweder zu klein, bei einer größerer Darstellung ist flüssiges Lesen durch das hin- und herschalten zwischen beiden Seitenhälften kaum möglich. Aber auch dafür gibt es eine zufriedenstellende Lösung: PDFs in ein Kindle-freundliches Format umwandeln.

Wer einen kleinen, handlichen eBook Reader zu einem günstigen Preis möchte, ist mit dem Kindle eReader von Amazon gut bedient. Möchten Sie Ihren Büchern Notizen und Anmerkungen hinzufügen und auch über den eBook-Reader einkaufen, sollten Sie dagegen auf einen eBook Reader mit echter Tastatur zurückgreifen.

Dienstag, 29.11.2011 | 10:19 von Christoph Supguth
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (9)
  • Berndie 19:05 | 03.11.2011

    Ja, das ist wahr, deshalb bin ich ja auch soweit zufrieden und bleibe beim Kindle. Wenn da nur nicht der Zwang zum azw-Format wäre, wie gesagt. Viele Bücher sind nur in epub und dann auch noch mit DRM, so dass sie auch nicht umgewandelt werden können. Damit kann ich mir die Bücher von Herr der Ringe auch nicht auf´s Kindle holen.

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  • Christoph Supguth 18:53 | 03.11.2011

    Das sind gute Argumente, die gegen ein Touch-Screen sprechen. Der E-Reader von Weltbild hat aber kein E-Paper-Display: Folge schlechte Akkuleistung -maximale Laufzeit: 7 Stunden. Und auch nicht so lesefreundlich.

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  • Berndie 18:18 | 03.11.2011

    Hi, ich denke nicht, dass das Kindle noch ein Touchcreen bekommen sollte... Meiner Meinung nach, ist es so besser, da man den Kindle bequem in einer Hand halten kann und gleichzeitig die vor/zurück Tasten bedienen kann. Wie im Amazon-Forum mehrfach zu lesen ist, haben gerade die Benutzer der anderen reeder das problem, das durch Essen oder fettige Hände usw. ständig das Display verschmiert wäre. Ich möchte sowas nicht haben, würde mich eher darüber freuen, wenn Amazon endlich auch epub auf dem Kindle akzeptieren würde ! Zu spät habe ich gemerkt, das die Bücher "Herr der Ringe" bei Weltbild für deren Reeder verfügbar und bei Amazon leider nicht verfügbar ist..... Und gerade das war ein Kriterium für mich, ein Reeder zu holen, leider nicht vorher nachgesehen, welche Bücher verfügbar sind. Pech gehabt, leider. 60 Euro für ein weiteren Reeder ist es mir nun doch zu teuer, also hoffe ich auf das Einlenken von Amazon Gruß berndie

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  • Christoph Supguth 17:57 | 03.11.2011

    Vielen Dank Berndie, wäre auch zu blöd gewesen, um wahr zu sein. ^^ Mehrere hundert Titel ohne Struktur. Was das Kindle jetzt noch perfekt machen würde: ein Touchscreen-fähiges E-Paper-Display.

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  • Berndie 17:50 | 03.11.2011

    Danke Trotzdem schön, das ich helfen konnte. Ist sonst ein guter Artikel Schönen Gruß berndie

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